Herr der eigenen Daten Teil (3) – Datei- und Medienserver für das Heimnetzwerk

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Wie im letzten Teil beschrieben, ist ein FreeNAS-System innerhalb kurzer Zeit eingerichtet. Im Idealfall dient der Server als Datei- und Medienzentrale für den ganzen Haushalt. Dabei soll er mit unterschiedlichen Protokollen zurechtkommen sowie zuverlässig Mediendaten an Clients wie Fernseher oder Netzwerkplayer ausliefern können.

Zunächst ist es wichtig, zu entscheiden, welche Protokolle für das Teilen von Inhalten benötigt werden. In nicht wenigen Haushalten wird es bspw. sowohl Windows-, als auch Apple-Systeme geben. Für Windows wird Samba/CIFS, für Mac-User das AFP-Protokoll gebraucht. Aber auch Unix, FTP und andere Standards können aktiviert werden.

Im Idealfall soll jeder Nutzer einen privaten Ordner auf dem NAS besitzen. Dazu werden zunächst neue Nutzer angelegt und jeweils die Option „Home directory“ aktiviert. An den Clients werden dann Benutzername und Passwort eingetragen. Natürlich kann jedem User auch eine eigene Partition zugewiesen werden.
Wie bei anderen NAS Systemen gibt es bei FreeNAS zahlreiche Möglichkeiten der Rechtevergabe. So können neben einzelnen Nutzern auch Gruppen angelegt werden, die dann als Ganzes Berechtigungen erhalten.

Für viele ist ein NAS v. a. deshalb so reizvoll, weil alle Mediendateien des Haushalts zentral verfügbar sind. Dank des Standards DLNA können die meisten Geräte Musik und Videos vom FreeNAS Server streamen. Hierfür wird das Plugin „MiniDLNA“ benötigt. Das entsprechende „Jail“ kann im Plugin-Menü installiert und konfiguriert werden. Die meisten DLNA Clients finden den Server automatisch, ansonsten muss er manuell über den entsprechenden Port (8200) angesprochen werden.

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Nach nur wenigen Stunden Einrichtung und ohne einmal die Konsole verwendet zu haben, verfügt man nun über einen voll funktionsfähigen Datei- und Medienserver. Über sog. Jails können weitere virtuelle Server erstellt werden. Bspw. kann das FreeNAS-System nach ein wenig Einarbeitung in die Materie auch noch als Web- Email- oder sonstiger Server dienen.

Wie man sogar Cloud-Funktionalität mit einem FreeNAS-Jail und der ebenso freien Software Owncloud herstellen kann, wird im nächsten Teil der Reihe erläutert.

Herr der eigenen Daten Teil 4.

  1. Es ist ganz einfach Herr der eigenen Daten zu sein. Schafft einfach Facebook und alle Geheimdienste ab. Mal ehrlich wer braucht die wirklich. Sie arbeiten nicht für sondern gegen uns, warum bezahlen wir sie noch?

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