Solar Roadways: Straßen sollen Solarstrom produzieren

Solar Roadways

Wer schon einmal an einem sonnigen Tag ohne Schuhe über Asphalt gelaufen ist, weiß, wie viel Energie von Straßen aufgenommen wird. Warum sollte man diese Energie nicht auch nutzen? Das Unternehmen Solar Roadways will darum befahrbare Solarzellen produzieren, die Nachts beleuchtet werden und Schnee schmelzen können.

2009 war Solar Roadways nicht mehr als eine Idee – nach fünf Jahren und zwei Forschungszuschüssen haben das Ehepaar Julie und Scott Brusaw aber einen funktionierenden Prototypen in der Einfahrt ihres Labors installiert.

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Wie so häufig sieht der Prototyp ein bisschen anders aus, als das ursprüngliche Konzept. Die Zellen sind hexagonal geformt, um Kurven und Hügel besser bestücken zu können. Über die Zellen wird zum Schutz stabiles Glas gepackt, darunter LEDs und Heizelemente. Jede Zelle kann bis zu 115.000 Kilogramm Last stemmen – im Video demonstrieren die Produzenten mit einem Traktor die Belastbarkeit:

Die Brusaws haben eine 720.000 Euro-Indiegogo-Kampagne gestartet, um die Produktion der Solar Roadways voranzutreiben. Die Solarstraßen sind sicher ein interessantes Konzept und könnten die Infrastrukturen für Strom und Verkehr verbinden, die beide ohnehin regelmäßige Updates benötigen. Ein Parkplatz mit Solarzellen könnte Strom für die eigene Beleuchtung oder eine Ladestation für Elektroautos liefern und sich damit womöglich selbst finanzieren. [Solar Roadways via Wired]

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  1. was für eine maßlose verschwendung seltener ressourcen das is, vor allem bei dem niedrigen entwicklungsstand von solarzellen und der unfassbaren energie, die überhaupt erstma nötig ist um diese zu produzieren. das gegenteil von gut ist gut gemeint, hm?

  2. Blödsinniges Konzept. Fehlende Unterkühlung der Solarzellen führt zu deutlichen Effizienzeinbußen. Horizontal verbauten PV-Modulen fehlt der Selbstreinigungseffekt durch Regen. Dauerstabilität über mehr als 20 Jahre nicht gewährleistet. Wenn Autos darauf stehen wird kein Strom generiert -> Verschattungsproblematik. Die spezifischen Kosten werden wohl immer über den normalen PV-Modulen bleiben; warum sollte so eine Konstruktion auch billiger sein als normale PV-Module.
    Es besteht die Gefahr, dass in naher Zukunft keine Ersatzteile mehr lieferbar sind, weil der Hersteller pleite ist. Erhöhte Diebstahlgefahr, weil die Anlage im Gegensatz zur Aufdachmontage, leicht zugänglich ist. Dauerhafte Wasserdichtigkeit viel schwieriger zu gewährleisten, weil die Konstruktion auf/im Boden positioniert ist.
    Alles zusammengenommen wird dieses Konzept immer und ewig teuerer und ineffizienter bleiben, als eine herkömmliche PV-Anlage. Ich kann nicht erkennen an welchen Stellen sich eine solche Bodenkonstruktion eher anbieten würde, als eine aufgeständerte Anlage oder eine Aufdachanlage. Platz auf dem Planeten haben wir genug.

  3. Irgendwie schon eine Schnapsidee, wäre es für Parkplatzflächen nicht einfacher und vermutlich billiger gewesen, diese einfach mit einfacher konstruktion zu überdachen und Solarzellen oben drauf zu setzen?

    Für Straßen an sich: Warum denn immer Licht? Günstige Solarzellen sind ineffizient, die Abdeckung reduziert die Effizienz zusätzlich, Hitze wird ein Problem. Wenn man schon dunklen Asphalt hat der Energie ohne Ende aufnimmt warum nutzt man nicht die Hitze die dabei entsteht?
    Da gibts garantiert auch genügend möglichkeiten die man sich mal überlegen könnte, da Wärme sich im Asphalt auch ordentlich verteilt muss man nichtmal große Flächen abdecken und die Energie die von den Autos der Straße zugeführt wird, so wenig es ist, wird auch genutzt. Aber erstmal Photovoltaic weil die ist ja immer gut. Erfolg wird das ganze wohl nicht haben aber lieber eine unnütze idee mit dem richtigen Gedankengang als dass keiner dran denkt.

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