D64 fordert no-spy Hardwaresiegel im EU-Raum

NSA-Telefon-Ende

Wer Netzwerktechnik aus den USA erwirbt, kann sich offenbar nicht sicher sein, dass darin keine Backdoors eingebaut wurden. Für die EU fordert D64 – Zentrum für Digitalen Fortschritt nun ein Gütesiegel für spionfreie Hardware.

Enthüllungen des Journalisten Glenn Greenwald aus seinem Buch ‚No Place to Hide’, das auf Unterlagen von Edward Snowden basiert, sollen zeigen, dass die NSA zu exportierende Netzwerktechnik, die von US-Herstellern verschickt wird, gezielt abfängt, um dort Spähsoftware zu installieren und sog. Backdoors einzurichten.

Um der Überwachung durch US- und andere Geheimdienste einen Riegel vorzuschieben, fordert D64 die Einführung eines sogenannten “no-spy Siegels” für Hardware und Netzwerktechnik in der EU, das Verbrauchern die Sicherheit gibt, abhörfreie Technik zu erwerben.

Zudem machen die neuen Enthüllungen nach Ansicht der Initiative deutlich, dass eine europäische Technologie-Industrie sowie offene Standards stärker gefördert werden müssen.

“Wenn ein Auto europäische Sicherheitsstandards nicht erfüllt, darf es nicht eingeführt werden. Das gleiche Schutzniveau sollte mindestens für den Import von Netzwerktechnik und Hardware aus den USA und anderen Ländern gelten”, so Gesche Joost, Beiratsvorsitzende D64 und EU-Internetbotschafterin der Bundesregierung.

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