Studie: Bewusstes Träumen durch elektrische Stimulation

Luzider Traum

Sind wir On-Demand-Träumen ein wenig näher? Das lässt zumindest eine neue Studie vermuten, nach der eine schwache elektrische Stimulation luzides Träumen hervorrufen kann. Das Ganze klingt ein wenig nach Inception – nur mit etwas mehr Wissenschaft und etwas weniger Spionage.

Die Studie war grundlegend relativ einfach: Basierend auf vorherigen Forschungen, nach denen luzides Träumen ein Zustand zwischen REM und Wachsein ist, stimulierten Dr. Ursula Voss von der Frankfurter Wolfgang-Goethe-Universität und ihr Team die Gehirne von 27 schlafenden Testpersonen (die vorher noch nie einen Klartraum hatten) mit Stromimpulsen mit verschiedenen Hertz-Frequenzen.

Die Ergebnisse zeigten eine zunehmende Aktivität in den Frontal- und Temporallappen bei etwa 40 Hertz und teilweise bei 25 Hertz, die Probanden berichteten anschließend davon, sich des Träumens bewusst zu sein. Ziel ist es nun, diese Erkenntnisse für psychiatrische Forschungen einzusetzen – beispielsweise zur Behandlung von posttraumatischen Belastungsstörungen. [Nature Neuroscience via Guardian]

Bild: wavebreakmedia / Shutterstock

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  1. Ach, ?=/§()$/ auf die psychatrische Forschung auf dem Gebiet. Ich will so einen Kasten daheim haben. Luzides Träumen ist ja wohl mit Abstand das geilste, was man sich vorstellen kann. Dabei geht es ja nicht nur um die Erkenntnis, dass man träumt, sondern vielmehr darum auch Einfluß auf die “Handlung” nehmen zu können.
    Also her damit. Ich will “Träumen on Demand” ;-)

  2. Wie geil ist das denn?! Sollte dieser Versuch reproduzierbar seine, ist dies ein bahnbrechender Erfolg!
    Endlich ist die Kunst nicht mehr das Erlangen eines klartraums, sondern, wie man ihn gestaltet und was man daraus/damit lernt.

    Fantastisch!

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