Test: Jabra Rox Wireless – kabelloser In-Ear-Kopfhörer mit nur kleinen Schwächen

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Mit den Rox Wireless stellt der dänische Hersteller Jabra, der uns schon mit seinen Bluetooth-Boxen wie dem Solemate begeistern konnte, kabellose In-Ear-Kopfhörer vor. Die Rox versprechen guten Sound und innovative Features – wir haben uns angesehen, was hinter diesen Versprechen steckt und die Rox im Alltag und beim Sport getestet.

Verarbeitung der Jabra Rox Wireless

Zunächst fällt uns die hochwertige Verarbeitung der Kopfhörer auf. Sie sind aus robustem Edelstahl gefertigt, fassen sich gut an und sind dennoch nicht zu schwer. Über einen eingebauten Magneten lassen sich die beiden Ohrhörer zusammenclippen und können so bei Nichtgebrauch praktisch wie eine Kette um den Hals getragen werden. Erhältlich sind die Rox in schwarz und in weiß.

Tragekomfort

Das Kabel der Rox wurde Kevlar-verstärkt und ist äußerst reißfest. Die Ohrstecker sind größer als bei anderen In-Ear-Kopfhörern (irgendwo muss schließlich die Technik unterkommen), sollten aber dennoch gut in jedes Ohr passen. Etwas gewöhnungsbedürftig finden wir allerdings, dass das Kabel so weit nach vorne absteht – das ist etwas unpraktisch und sieht vor allem am linken Ohrhörer etwas unschön aus.

Den Rox liegen vier Paar Silikon-Aufsätze (Eargels) in unterschiedlichen Größen bei, so dass sich schnell ein Paar findet, das bequem im Ohr liegt, gleichzeitig aber fest genug sitzt, um eine gute Ausbreitung der Tieftöne zu ermöglichen. Für extra Halt im Ohr sorgen die beigelegten Earwings in drei verschiedenen Größen. Sie werden über die Ohrhörer gestülpt, wo sie allerdings leicht verrutschen. Hier benötigt es etwas Fingerspitzengefühl, bis die richtige Position gefunden wird.

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Eine LED zeigt den Betriebsstatus an

Konnektivität

Zusammengeclippt befinden sich die Rox im energiesparenden Standy-By-Modus. Zieht man sie auseinander, befinden sie sich automatisch im Pairing-Modus und können von jedem Bluetooth-fähigen Gerät, wie Smartphones oder Tablets, gefunden werden. Noch einfacher gestaltet sich die Verbindung über NFC (Near Field Communication), sofern das Audiogerät ebenfalls über diesen Nahfunkstandard verfügt. Dazu müssen die NFC-Zonen von Smartphone und Rox einfach kurz aneinander gehalten werden, schon sind beide Geräte gekoppelt. Praktischerweise merken sich die Rox die letzte Bluetooth-Verbindung, so dass nicht bei jedem Benutzen erneut gekoppelt werden muss.

Die Verbindung selbst hat eine Reichweite von rund 10 Metern. Das ist genug, um etwa im Fitnesscenter das Smartphone nicht immer direkt am Körper tragen zu müssen. Schwierig wird es allerdings, wenn man sich viel bewegt, dann wird die Verbindung sehr unbeständig und bricht schnell ab. Dann es empfiehlt sich, das Smartphone wieder in die Hosentasche zu stecken. Hier wäre eine bessere Verbindungsqualität eindeutig wünschenswert, denn die Rox sind ja gerade für sportlich aktive Nutzer gedacht, die sich viel bewegen.

Bedienung

Bis zu 5,5 Stunden Musikwiedergabe verspricht Jabra – ein Wert, den wir im Test locker erreicht haben. Neigt sich der Akku dem Ende zu, wird er über Micro-USB aufgeladen – die Buchse hierfür ist unter einer Klappe im linken Ohrhörer sicher versteckt.

Die Rox unterstützen das Bluetooth-Protokoll AVRCP. Über die im Kabel integrierte Fernbedienung kann so auf die Wiedergabefunktionen des Smartphones zugegriffen werden. So lässt sich die Wiedergabe starten und anhalten, die Lautstärke regeln und zwischen den Titeln hin- und herspringen. Dank eines eingebauten Mikrofons können die Rox auch als Freisprecheinrichtung verwendet werden. Leider ist die Bedienung etwas kniffelig, da die Fernbedienung nur über drei Tasten für sämtliche Funktionen verfügt: schnell hat man den nächsten Titel der Wiedergabeliste ausgewählt, obwohl man eigentlich nur die Lautstärke regeln wollte, oder man hat die Rox gleich ganz ausgeschaltet anstatt einen eingehenden Anruf anzunehmen. Die Bedienung erfordert also Übung und Fingerspitzengefühlt.

Sound

Klanglich können uns die Rox auf ganzer Linie überzeugen. Der Sound, der aus den kleinen Ohrstöpseln in unser Ohr dringt, ist dynamisch und ausgeglichen, mit gut akzentuierten Höhen und tiefen, saftigen Bässen. Auch die maximal mögliche Lautstärke ist äußerst hoch – sie ganz auszureizen, wäre wohl aus Sicht eines Ohrenarztes keine gute Idee.

Über die kostenlose Jabra-App (für Android und iOS erhältlich) kann Musik über Hi-Fi-Dolby Digital Plus abgespielt werden – dies soll „ein noch differenzierteres Klangbild“ ermöglichen. Leider ist die App auf unserem Android-Handy immer sofort abgestürzt, wenn wir einen Song ausgewählt haben – ein Test dieser Funktion war uns also leider nicht möglich.

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Fazit

Die Rox können mit einigen innovativen Features punkten. Vor allem die Clipping-Funktion hat sich im Alltagsgebrauch als superpraktisch erwiesen. Auch Tragekomfort und Klangqualität lassen kaum zu wünschen übrig – da kann man über die etwas kniffelige Bedienung schon einmal hinwegsehen. Auch dass die Jabra-App nicht richtig funktioniert, kann man verkraften (auch wenn wir hier auf ein schnelles Update hoffen!). Schade aber finden wir, dass die Qualität der Bluetooth-Verbindung etwas schwach ist – vor allem im Fitnessstudio wäre es praktisch, das Smartphone nicht immer direkt am Körper tragen zu müssen. Alles in allem aber erhält man mit den Rox solide Bluetooth-In-Ear-Kopfhörer, die ihre Sache äußerst gut machen. Erhältlich sind die Rox für 129,- Euro UVP exklusiv bei Saturn und Mediamarkt.

plusplusguter Sound
pluspraktische Clipping-Funktion
minusinstabile App
minusminuszu schwache Bluetooth-Verbindung

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  1. Ihr seid mit Sicherheit auch Dr. Dre Kopfhörer Träger, denn sonst würdet ihr den Sound nicht so bewerten…

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    1. Das sehe ich genau so, hinzu kommt was bringt mir der Müll wenn die Bluetooth-Verbindung schwach ist.
      Fazit: Hauptsache was im Ohr stecken.

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