High End 2014: Diese spektakulärsten Highlights solltest du nicht verpassen!

Aeroskull

Die Messe für anspruchsvolle Unterhaltungselektronik High End 2014 ist zu Ende und bietet mal wieder einige spektakuläre Highlights. Vom Design-Lausprecher über den Megatrend Kopfhörerverstärker bis hin zu MP3-Playern für mehrere tausend Euro – wir zeigen euch was uns auf der High End 2014 bewegt hat.

Es gibt wohl kaum eine Branche, die so wandlungsfähig ist wie die Hightech-Branche. Das gilt auch für die Hersteller der klassischen Unterhaltungselektronik. Vor einigen Jahren noch wurden Anbieter von Vinyl-Plattenspielern, Stereoverstärkern und Hi-Fi-Boxen als langsam aussterbende Spezies belächelt. Wer braucht im Zeitalter des iPod noch Plattenspieler? Wer stellt sich noch riesige Hi-Fi-Boxen ins Wohnzimmer, wo doch die jungen Leute mit ihrer MP3-Musik eh keinen Wert auf guten Klang legen? So oder so ähnlich lautete die Argumentation noch vor drei oder vier Jahren.

Doch wie erfolgreich sich die Branche an Trends anpasst, ist jedes Jahr auf der Messe “High End” zu beobachten. Längst sind Multimedia-Streaming, Wireless-Module und MP3-Mobilplayer die besten Freunde der Hi-Fi-Hersteller. So sorgten auch auf der diesjährigen High End 2014, die gestern zu Ende gegangen ist, die klassischen Highend-Ikonen wie Vinyl-Plattenspieler, Lautsprecher und Röhrenverstärker nach wie vor für sehnsüchtige Blicke der zumeist männlichen Besucher, doch aktuelle Trends kamen dabei keineswegs zu kurz.
Mobile Lautsprecher mit Design-Anspruch

Geradezu inflationär verbreiten sich mobile Kleinstlautsprecher in der Szene. In der Regel werden sie mit dem MP3-Player oder Smartphone verbunden.

Gerade bei den gut sichtbar aufgestellten Mobil-Lautsprechern ist Design angesagt. Das möglicherweise spektakulärste Design auf die High End 2014 war bei den Mobil-Lautsprechern des französischen Unternehmens Jarre Technologies zu besichtigen. Wer bei dem Namen an den französischen Elektropop-Pionier Jean Michel Jarre denkt, liegt richtig. Der Schöpfer von legendären Werken wie “Oygene” oder “Equinoxe” hat selbst an den Sound-Systemen mitgearbeitet. Dementsprechend soll auch die Klangqualität den hohen Ansprüchen des französischen Synthesizer-Pioniers genügen.

Aerotwist heißt dieser avantgardistisch gestaltete Mobillautsprecher von Jarre Technologies. Dahinter steckt der berühmte Musiker Jean Michel Jarre. Der Aerotwist verbindet sich via NFC Bluetooth mit dem Smartphone. Das hier abgebildete Modell kostet: 349 Euro. (Foto: Mehmet Toprak)

Aerotwist heißt dieser avantgardistisch gestaltete Mobillautsprecher von Jarre Technologies. Dahinter steckt der berühmte Musiker Jean Michel Jarre. Der Aerotwist verbindet sich via NFC Bluetooth mit dem Smartphone. Das hier abgebildete Modell kostet 349 Euro. (Foto: Mehmet Toprak)

Am auffallendsten war der Lautsprecher Aeroskull, dessen Äußeres im Stil eines menschlichen Schädels gar nicht makaber gemeint ist, sondern an die Cover von Jarres frühen Platten erinnern soll, auf denen ebenfalls ein menschlicher Schädel abgebildet ist.

Exklusive mobile Kopfhörer

Schon seit einigen Jahren sind besonders hochwertige mobile Kopfhörer im Trend. Ein Trend, den alle Hersteller von Kopfhörern mittlerweile bedienen. So etwa der süddeutsche Kopfhörerspezialist Ultrasone mit seinen In-Ear-Hörern Tio und IQ. Vor allem der IQ begeistert mit einem satten und doch weiträumigen feinsinnigen Klang. Dafür sind dann allerdings 649 Euro fällig.

Für Smartphone-Nutzer ist der T 51 i von Beyerdynamic konzipiert. Im Kabel ist eine Smartphone-Fernbedienung integriert. (Foto: Beyerdynamic)

Für Smartphone-Nutzer ist der T 51 i von Beyerdynamic konzipiert. Im Kabel ist eine Smartphone-Fernbedienung integriert. (Foto: Beyerdynamic)

Auch der deutsche Traditionshersteller Beyerdynamic, der auf der High End 2014 übrigens 90. Jubiläum feierte, hat highendige mobile Kopfhörer im Sortiment.

Ganz neu ist beispielsweise der T 51 i, Beyerdynamics erster mobile Kopfhörer aus der Tesla-Serie, die eine Fernbedienung für das Smartphone im Kabel integriert hat. Damit regelt der Anwender die Lautstärke, springt von Titel zu Titel oder kann eingehende Anrufe annehmen und das integrierte Mikrofon im Kabel sprechen. Ansonsten entspricht der T 51 I dem bereits bekannten T 51 p. Dieser ohraufliegende Hörer bietet einen besonders impulsstarken, kraftvollen und präzisen Klang.

Kopfhörerverstärker für optimalen Sound

Daneben gibt es auch einen mobilen Kopfhörerverstärker von Beyerdynamic. Der A 200 p kostet 299 Euro und ist mit Abmessungen von 55 x 55 x 13 mm sehr kompakt. Er passt also problemlos noch zum iPod oder MP3-Player anderer Hersteller in die Jackentasche. Angeschlossen wird er an iPod oder iPhone über die Lightning-Buchse. Bei Android-Smartphones (ab Android 4.1) wird er an den USB-Ausgang angeschlossen. Da bei beiden Varianten der Sound nicht von der Kopfhörerbuchse abgenommen wird, umgeht der A 200 p die interne Verstärkerelektronik des Mobilgeräts. Nur die reinen digitalen Audiosignale wandern in den Kopfhörerverstärker.

Der mobile Kopfhörerverstärker A 200 p von Beyerdynamic für 299 Euro. (Foto: Beyerdynamic).

Der mobile Kopfhörerverstärker A 200 p von Beyerdynamic für 299 Euro. (Foto: Beyerdynamic)

Die Verbesserung des Klangs auf diese Weise ist verblüffend. Der Sound ist auf einen Schlag voluminöser und zugleich transparenter, impulsstärker und detailreicher. Vorausgesetzt, es hängt ein entsprechend hochwertiger Kopfhörer dran.

Wer seinen iPod oder die Musikbibliothek im Smartphone einmal über einen Kopfhörerverstärker gehört hat, wird nicht mehr darauf verzichten wollen. Und der A 200 p ist nur ein Beispiel dafür.

Megatrend Kopfhörerverstärker

Kopfhörerverstärker gehörten auf die High End 2014 überhaupt zu den Megatrends der mobilen Hi-Fi-Szene. Neben Beyerdynamic stellten unter anderem auch die Hersteller AvinityAlpha Design Labs und Fiio Electronicsihre Kopfhörerverstärker auf der Messe aus.

Noch einen Schritt weiter gehen Hersteller, die einen hochwertigen Verstärker mit einem Player in einem Gehäuse kombinieren. Diese exklusiven Mediaplayer haben mit der Wiedergabe von MP3 nicht mehr viel am Hut. Sie beherrschen zwar noch das Dateiformat, spielen ihre Qualitäten aber erst dann aus, wenn man komprimierte Musikdateien oder sogar Musik im hochauflösenden Datenformat wiedergibt. Einige dieser Player beherrschen hochauflösende Musikformate bis zu 192 kHz/24 Bit oder sogar 384 kHz/32 Bit.

Experten bezeichnen die hochauflösenden Audioformate als “Studio Masterqualität”. Zu kaufen gibt es die Musik natürlich nicht auf CD, sondern nur als Internet-Download beispielsweise bei Musik-Portalen wie Highresaudio.

Ein Kopfhörerverstärker von Avinity für 99 Euro. Aufgeladen wird das Gerät über die USB-Buchse des PCs oder Notebooks. (Foto: Mehmet Toprak)

Ein Kopfhörerverstärker von Avinity für 99 Euro. Aufgeladen wird das Gerät über die USB-Buchse des PCs oder Notebooks. (Foto: Mehmet Toprak)

Gespeichert wird die Musikbibliothek auf Micro-SD-Karten, was möglicherweise auch ein gewisser Nachteil sein kann. Je nach Speicherkapazität der Micro-SD-Karte passen oft nur 128 Gigabyte darauf. Da hochauflösende Musikdateien auch wesentlich mehr Speicherplatz benötigen, dürfte die Musikbibliothek eines gut gefüllten iPod Classic mit 120 Gigabyte nicht auf die Speicherkarte für einen Highend-Player passen. Behelfen kann man sich nur, indem man mehrere Speicherkarten mit sich führt.

Der Kopfhörerverstärker X1 von Alpha Design Labs kostet 449 Euro und ist für den Einsatz mit Apples iPod oder iPhone optimiert. Für Nutzer von Android-Smartphones gibt es ebenfalls ein passendes Modell, den A1 für 499 Euro. (Foto: Mehmet Toprak)

Der Kopfhörerverstärker X1 von Alpha Design Labs kostet 449 Euro und ist für den Einsatz mit Apples iPod oder iPhone optimiert. Für Nutzer von Android-Smartphones gibt es ebenfalls ein passendes Modell, den A1 für 499 Euro. (Foto: Mehmet Toprak)

Hi-Fi-Enthusiasten wird das nicht stören, denn die Gerät versprechen eine Qualität, die in Sachen Auflösung und Feinzeichnung die Audio-CD weit in den Schatten stellt. Im Verbund mit einem hochwertigen Kopfhörer sind diese mobilen Player vermutlich den allermeisten Stereoanlagen im Wohnzimmer deutlich überlegen.

Der Musikplayer Suzanne von Consonance wird im Sommer 2014 in den Handel kommen. (Foto: Mehmet Toprak)

Der Musikplayer Suzanne von Consonance wird im Sommer 2014 in den Handel kommen. (Foto: Mehmet Toprak)

Ein Beispiel hierfür wäre der Suzanne des chinesischen Hi-Fi-Herstellers Consonance (Opera Audio). Der Player soll im Sommer 2014 in den Handel kommen, der Preis steht noch nicht fest. Auch der Hifiman HM-901 soll den anspruchsvollen Musikliebhaber mit exzellentem Sound verwöhnen.

Über den König der mobilen Player, 24-Verstärker in einem Auto und noch einige weitere Highlights der High End 2014 lest ihr auf CNET.de.

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