Test: Lenovo Yoga Tablet 10 HD+ – Lohnt sich das Upgrade?

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Wir erinnern uns gerne an das Release des Lenovo Yoga Tablets Ende 2013 zurück. Das Tablet in den Größen 8 Zoll und 10 Zoll gefiel uns besonders auf Grund des starken Akkus, der hervorragenden Verarbeitung und des sehr nützlichen integrierten Standfußes. Weniger gut fanden wir den schwachen Prozessor und das grob auflösende Display. An diesen beiden Schräubchen will Lenovo mit seinem Yoga Tablet 10 HD+ nun gedreht haben. Wir haben uns die ganz frische HD Variante des Tablets genauer angeschaut und verraten dir, ob sich das Upgrade lohnt.

Lenovo verpasst der 10 Zoll Variante seines Yoga Tablets ein Display mit 1.920 mal 1.200 Pixel Auflösung. Es ist sehr bald zu einen Preis von etwa 350 Euro zu haben, die UMTS-Variante kostet 400 Euro. Trotzdem wird es weiterhin die 10 Zoll Variante mit dem 1.280 mal 800 Pixel auflösenden Display geben. Diese kostet derzeit im Internet dank eines ordentlichen Preisverfalls nur noch 230 Euro, beziehungsweise 285 Euro für die 3G-Variante (kein UMTS). Der 8 Zoll Variante wurde kein Update verpasst, auch sie ist nach wie vor erhältlich und kostet etwa 180 Euro.

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Yoga Tablet 10 HD+ – äußerlich äußerst ähnlich – zum Glück!



Rein äußerlich hat sich nicht viel getan. Man muss schon ganz genau hinschauen, damit einem auffällt, dass diesmal eine kleine Abdeckung auf dem microSD- und SIM-Kartenslot steckt. Einen angeblich verstärkten Standfuß können wir nicht feststellen. Aber ganz ehrlich: Der wäre auch nicht nötig. Vergleichbar mit seinen älteren Brüdern steht das Lenovo Yoga Tablet 10 HD+ wie eine Eins.

Wir unterhielten uns bereits auf dem MWC 2014 mit Lenovo über das Yoga Tablet 10 HD+

Wieder lassen sich die drei von Lenovo so agressiv vermarketeten Modi perfekt ausführen und haben ihre absolute Daseinsberechtigung. Der Batteriezylinder an einer Längsseite des Yoga Tablet 10 HD+ verlagert das Gleichgewicht und eignet sich optimal um das Tablet daran zu halten. Bei ausgeklapptem Standfuß auf den Rücken gelegt, lässt sich auf dem Yoga Tablet 10 HD+ besser schreiben als auf Tablets die einfach nur flach auf dem Tisch liegen. Im dritten Modus steht das Yoga Tablet 10 HD+ und kann stufenlos in beliebigem Winkel zum möglichst optimalen Medienkonsum positioniert werden.

Den Test zum Lenovo Yoga Tablet 10 (2013) mit vielen Details findest du hier

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Das hat sich alles im Yoga Tablet 10 HD+ verbessert …



Die auffälligste Änderung ist ohne Frage der 10,1 Zoll große kapazitive Full HD IPS 10-Punkt-Multitouchscreen mit einer Auflösung von 1.920 mal 1.200 Pixel. Tatsächlich störte uns die schwache Auflösung des Vorgängers doch sehr. Endlich lassen sich im Internet Texte komfortabel lesen. Beim Vorgänger wirkte die Schrift immer leicht unscharf und verschwommen.

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Aber wir wollen hier auch nicht vernachlässigen, dass sich viele Nutzer – besonders die ältere Generation – nicht viel um die Auflösung scheren und womöglich gar keinen Unterschied zwischen den beiden Displays sehen.

Die kleine Akkuanzeige offenbart erst bei hchstem Zoom ihre einzelnen Pixel.

Lenovo Yoga Tablet 10 HD+: Die kleine Akkuanzeige offenbart erst bei höchstem Zoom ihre einzelnen Pixel.

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Lenovo Yoga 10: Hier sind die einzelnen Pixel mit dem bloßen Auge zu erkennen.

Um der fast verdoppelten Auflösung Rechnung zu tragen verbaut Lenovo im Yoga Tablet 10 HD+ auch einen stärkeren Prozessor – setzt hier allerdings nicht auf High-End, sondern auf einen Mittelklasse-Typen des Prozessor-Primus Qualcomm.

So werkelt im Yoga Tablet 10 HD+ (WLAN) der Snapdragon 400 APQ8028 Quadcore-Prozessor mit 1,6 GHz, bei der Variante mit SIM-Karte kommt der Qualcomm Snapdragon 400 MSM8228 zum Einsatz, der zusätzlich auch UMTS beherrscht. Der im Yoga Tablet 10 verbaute MediaTek MT8125/8389 Quadcore Prozessor taktet lediglich mit 1,2 GHz. Auch beim Speicher hat sich was getan. Wurde der Prozessor im Yoga Tablet 10 von nur 1 GByte Speicher unterstützt, sind es diesmal 2 GByte RAM.

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Die Kamera kann nun Bilder mit einer maximalen Auflösung von 8 Megapixel aufnehmen. Meckerten wir in unserem Test des Yoga Tablet Ende letzten Jahres noch über die bescheidenen Ergebnisse der dort verbauten 5 Megapixel-Knipse, sind wir auch diesmal weit von Jubelausbrüchen entfernt. Der Autofokus ist lahm, die Bilder oft verwackelt (kein OIS) und die Auflösung zu körnig. Aber gut. Immerhin ist sie tatsächlich etwas besser als im Vorgänger. Nur eben immer noch nicht gut.

… und das ist alles gleich geblieben



Nach wie vor kommt das Yoga Tablet 10 HD+ mit 16 GByte integriertem Speicher, der auf Wunsch mit einer microSD-Karte erweitert werden kann. Auch WLAN 802.11 b/g/n, Bluetooth 4.0, A-GPS und die wirklich recht guten Stereo-Lautsprecher sind wieder mit dabei.

Zum Glück wurde wieder der überragende Akku verbaut. Wir konnten subjektiv keinen Abfall der Betriebszeit feststellen. Sie ist auf einem extrem hohen Niveau geblieben wofür uns nicht tief genug vor Lenovo verbeugen können.

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Performance? Naja…



Das Yoga Tablet 10 HD+ offenbart leider wie schon sein Vorgänger leichte Performance-Schwächen. Das zeigt sich schon beim Navigieren über die Oberfläche. Hier kommt es zu ganz leichte Rucklern und Verzögerungen. Auch beim schnellen Wechsel zwischen geöffneten Apps ist das spürbar. Es stört zwar nicht weiter, dass hier und da die Reaktionszeit eine zehntel Sekunde hinterher ist. Aber unsere Erfahrung hat uns gelehrt, dass diese Mini-Lags mit dem Alter des Tablets und damit der wachsenden Anzahl an installierten Apps schlimmer werden.

Für Gamer und Android-Enthusiasten ist das Yoga Tablet 10 HD+ nicht unbedingt zu empfehlen. Wir probierten das anspruchsvoll Riptide GP2 aus. Das Game ist zwar auch mit der höchsten Grafikeinstellung noch spielbar, allerdings sind leichte Einbrüche in der Framerate spürbar. Dead Trigger 2 konnten wir dagegen auch in den höchsten Grafikeinstellungen ohne Ruckler spielen. Im Antutu Benchmark reiht sich das Yoga Tablet 10 HD+ mit 19.659 Punkten zwischen das Samsung Galaxy Note 2 und dem Samsung Galaxy S3 ein.

Damit ist die Performance schon in Ordnung, einen Android-Spitzenreiter braucht man beim Lenovo Yoga Tablet 10 HD+ allerdings nicht zu erwarten.

Fazit – Lenovo Yoga Tablet 10 HD+



Das Yoga Tablet 10 HD+ ist nach wie vor ein hervorragendes Tablet, welches ganz besonders in den Disziplinen Verarbeitung, Produktdesign und Akkuleistung aus der Masse hervorsticht. Das Yoga Tablet 10 HD+ schafft es dabei einen der Hauptkritikpunkte am Vorgänger deutlich zu verbessern: Das Display. Ansonsten hat sich außer ein paar Kleinigkeiten nicht viel getan.

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Kaufentscheidung Yoga Tablet 10 vs. Yoga Tablet 10 HD+



Die Frage, ob man sich nun die SD oder die HD Variante kaufen soll, können wir nicht universell beantworten. Das Display des Yoga Tablet 10 HD+ ist schöner. Dafür schlägt es aber auch für die WLAN-Variante mit 350 Euro zu Buche. Die Variante ohne HD+ kostet derzeit nur 230 Euro. Am besten einfach mal in den Laden gehen und die beiden Displays direkt miteinander vergleichen. Wer mit SD leben kann spart sich eine Menge Kohle.

plusplusIntegrierter Standfuß

plusWertige Verarbeitung

plusSchönes Display

plusÜberragende Akkuleistung

plusDetailverbesserungen (UMTS, 8 Megapixelkamera, Snapdragon 400)

minusDeutlich teurer als SD Variante

minusLeichte Performanceschwächen

Den Test zum Lenovo Yoga Tablet 10 (2013) findest du hier

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Tags :
  1. Lenovo bringt in den letzten Monaten, praktisch jede Woche ein neues Gerät der Art Tablett / Notebook / Konvertible .
    (Unter Lenovo oder unter Medion Label)
    Und das mit guten Preis / Leistungs- Verhältnis.
    Das dürfte den allgemeinen Preistrend nach unten beeiflussen.

    Lenovo besitzt Medion + IBM Notebook + Motorola Handysparte.
    Wenn Lenovo die neuerworbene Motorola Smartphone-Sparte verdaut und integriert hat,
    ist wahrscheinlich Ähnliches im Smartphone- Sektor zu erwarten…
    Der Konsumenten wird es erfreuen, zum Nachteil der Label die Viel nur für den Namen kassieren.

    Die Chinesen darf man nicht unterschätzen !

  2. Und schon wieder die doofe Pixel-Hetze. Und dann noch: “die SD(!) oder die HD Variante”.
    Oder: “Beim Vorgänger wirkte die Schrift immer leicht unscharf und verschwommen.”. Einfach die Schriftgroesse ändern: gross –> normal.
    Man kauft sich doch kein Tablet um da nach Pixeln zu suchen, odrrr!

  3. Die ruckelnde GUI kann man durch den Nova Launcher aus dem Google Play Store ersetzen und schon läuft’s – auch auf den Vorgängermodellen – flüssig und man hat auch endlich einen App Drawer auf dem Gerät (keine Ahnung, was Lenovo dazu getrieben hat, diesen in seinem GUI-Aufsatz zu entfernen).

    P.S.: Den Satz “Die Frage, ob man sich nun die SD oder die HD Variante kaufen soll,…” sollte der Autor noch einmal überdenken. Die “alten” Lenovo Yoga Tablets mit 8″ und 10″ haben bereits in etwa HD- (1200 x 800 Pixel; HD = 1280 x 720)), das neue 10″-Modell hat Full HD-Auflösung

  4. Finde das gizrank ja niedlich in den Bildern. Mir ist es zum ersten Mal aufgefallen ;)

    Zum Tablet muss ich aber sagen … kann mich einfach mit der Form, also dem Zylinder anfreunden … Sonst ist es ein schönes Teil … Aber stell sich mal jemand vor, man würde bei Autos den Tank sichtbar als Beule außen anbringen, wie man es hier mit dem Akku gemacht hat …

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