Google-Gegner feiern Löschpflichten der Suchmaschine

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Max Mosley begrüßt Google-Urteil: Nun könnten 'auch normale Menschen gegen Google kämpfen', sagte er gegenüber dem Focus. Seine Prozesse gegen den Suchmaschinen-Konzern kosteten ihn bislang rund eine Million Euro.

Der frühere Chef des Automobil-Weltverbandes FIA, Max Mosley, der seit Jahren um die Löschung von Fotos gegen Google prozessiert, hat das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) gegen den Suchmaschinen-Konzern begrüßt.

„Mit diesem Urteil können jetzt aber auch normale Menschen gegen Google kämpfen – ohne Haus und Hof zu riskieren“, sagte der 74-Jährige im Interview des Nachrichtenmagazins Focus.

„Jedermann ist nun in der Position, seine Persönlichkeits-Rechte durchzusetzen. Ein Brief an Google reicht.“ Wenn der Konzern nicht reagiere, könne der Datenschutzbeauftragte ihn zwingen. Mosleys Ansicht nach muss Google jetzt lernen, dass Anarchie nicht der richtige Weg ist. „In Europa viel Geld zu verdienen, aber sich nicht um hiesiges Recht scheren – diese Zeiten sind vorbei“, sagte Mosley dem Focus.

Für seine seit sieben Jahren dauernden Prozesse gegen Google musste Mosley viel investieren. „Ich rechnete das noch nie genau zusammen, weil ich mich sonst ärgern müsste. Aber etwa eine Millionen Euro dürften meine Prozesse gegen Google bereits gekostet haben.“

2008 waren heimlich aufgenommene Fotos veröffentlich worden, die Mosley bei einer Sado-Maso-Party zeigen. Das Landgericht Hamburg untersagte Google, sechs dieser Bilder bei den Suchergebnissen anzuzeigen Der Konzern legte Berufung ein. Mosley kündigte im Focus an, er werde notfalls bis vor den Bundesgerichtshof ziehen.

Bild: Raimund Kommer/ CC BY-SA 3.0

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  1. Da War halt jemand der sich für verdammt wichtig hällt persönlich angepisst und steckte mal eben eine Million Euro in Prozesse. NA UND?

  2. Und wieder einer der die Tragweite des Urteils nicht verstanden hat.
    Es betrifft ja nicht nur Google. Klar, in den einem Prozess ging es gegen Google, letztendlich kann aber jeder betroffen sein der etwas verlinkt (vor allem Suchmachinen).
    Mal ganz davon abgesehen werden ja nur die Links entfernt. Die Informationen bleiben erhalten.

  3. Als ob das irgendwelche Auswirkungen hätte… der Pleitegeier ist noch immer in den Suchmaschinen zu finden und das wird so lange bleiben bis die Zeitung des Artikel entfernt.

    Streisand sage ich da nur… JETZT weiss wirklich die ganze Welt, dass der Typ ein unseriöser Pleitegeier ist.

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