WhatsApp: Nutzer verschenken automatisch ihre Bildrechte [Kommentar]

WhatsApp

WhatsApp erfreut sich mittlerweile an über 450 Millionen Nutzern. Doch davon wissen die Wenigsten, dass sie die Rechte auf alle gesendeten Inhalte mit WhatsApp teilen müssen.

WhatsApp ist schnell, kostenlos und jeder unserer Freunde hat es. Gerade im Urlaub erfreut man sich daran, wenn man den Freunden daheim Bilder und Videos senden kann. Doch genau hier liegt das Problem in den AGBs verborgen. Das Handelsblatt hat mit der Hilfe eines auf Internetrecht spezialisierten Anwalts das Kleingedruckte des Instant Messaging Anbieters untersucht.

Fazit: Mit dem Schreiben von Nachrichten und dem Versenden von Bildern überträgt der Nutzer alle Rechte seiner Kommunikation an den Instant Messaging Dienst.

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WhatsApp und die freie Nutznung

Will WhatsApp also beispielsweise Bilder an eine Werbeagentur verkaufen, so nimmt das Unternehmen aus dem Silicon Valley eure Fotos. Oder sollen lustige Nachrichten bei einer Werbekampagne genutzt werden, so wird euer letzter Streit mit der Freundin in der ganzen Stadt auf Plakate zu sehen sein.

Und dabei muss WhatsApp nicht einmal nach der Erlaubnis fragen. Alle versendeten Inhalte können schlicht und einfach weiterverwendet werden. Immerhin: Eure Namen werden nicht in Verbindung gebracht. Doch was braucht es Namen, wenn etwa ein zwölfjähriges Mädchen Bilder in Unterwäsche an die Freundin schickt?

Ich selbst nutze WhatsApp noch immer – aus Bequemlichkeit. Denn ein Wechsel zu anderen Messaging-Diensten lässt es selten zu, dass ich alle Freunde beim neuen Dienst wieder finde. Doch in Zukunft werde ich es mir zweimal überlegen, ob ich das eine oder andere Selfie wirklich über WhatsApp versenden werde.

[mit Material von Handelsblatt.com]

(Titelbild via marketingfacts.nl)

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  1. Ich glaube kaum dass es so einfach ist. Was ist wenn ich einen film mit whatsapp an nen kumpel schicke, dann hat whatsapp immer noch nicht das recht ihn einfach öffentlich aufzuführen.

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    1. Die AGBs geben dir da sicher Auskunft :-) Du kannst theoretisch bis auf das Urheberrecht alle deine Rechte an einem Bild/Text/Video aufgeben.

      Gruß Mex

      1. Ich meinte jetzt einen spielfilm, wenn ich beispielsweise starwars episode 1 verschicke.

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        1. @Peter
          Die Frage ist nicht dein ernst, oder? Da du nicht die Urheberrechte an dem von dir genannten Beispiel hast, darfst du den Film auch nicht vervielfältigen. Du begehst also eine Straftat. WhatsApp hat dann natürlich auch keine Rechte an dem Film.

  2. Nix Neues, genau das war einer meiner Gründe, Whatsapp abzulehnen.
    Gleiches galt damals bspw. schon für den Messaging-Dienst ICQ!
    Und ja, das ist so einfach.
    Damals sind viele Studenten aus meinem Bekanntenkreis auf andere Dienste gewechselt, weil ICQ sogar die Rechte an ihren technischen Zeichnungen gehabt hätte, die darüber geteilt wurden! Unter Umständen hätte ICQ dann sogar das Recht gehabt, mit dem “geklauten” Wissen selbst Patente anmelden zu können.

  3. Echt nichts neues, mir ist es egal XD
    sollen die meine Daten haben zählen tut eh nur die Masse

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  4. Hmm… ich stell mir das ganze trotz der AGB´s in denen dies verankert ist nicht so ganz einfach vor. Woher soll der “neue” Rechteinhaber denn wissen, ob ich selbst überhaupt der Rechteinhaber eines Textes, bzw. eines Bildes bin?

    Ich kann ja ebenso ein Bild an einen Kollegen per WhatsApp weitergeben, welches ich von meinem Kunden/meiner Agentur bekommen habe um z.B. das weitere Vorgehen in einer Kampagne abzuklären.

  5. Schwachsinn. Abgesehen davon dass nicht jede Klausel in AGB wirksam ist, habe ich keine solche Klausel bei whatsapp gefunden. Im Gegenteil, dort wird versichert dass nur der Gesprächspartner Einblick erhält.
    Wieso veröffentlicht man eine solche Panikmache ohne jegliche Grundlage?

    1. Eine ähnliche Klausel gab es aber auch mal bei Photoshop und deren kostenlosen Online Editor. Das gab viel Ärger und kurzerhand änderte man die AGB. Im Grunde aber hatte Adobe bis dahin das Recht die Bilder seiner Nutzer zu benutzen und zu Marketingzwecken zu nutzen.

      Am besten gar nicht mehr online gehen ;-)

    2. Was Du herausfindest und was ein Anwalt herausliest kann sehr verschieden sein. ;-)
      Einblick erhalten und Einblick nehmen ist auch unterschiedlich.
      “Wir haben zu keiner Zeit unserem Lieblingsgeheimdienst Zugriff auf unsere Server gewährt”
      wirst Du dann als wahres Zitat lesen können.
      Glaubst Du wirklich, ich meine total wirklich ehrlich, dass WhatsApp umsonst ist oder nur an Deinem einem Euro pro Jahr interessiert ist?

      1. Darum geht es aber gar nicht. es geht darum, dass in den Nutzungsbedingungen das oben genannte enthalten wäre, was offensichtlich nicht der Fall ist. AGB müssen übrigens für einen Verbraucher klar formuliert sein, damit sie wirksam bleiben. Was da X reininterpretieren könnte ist also ohne belang.

        Natürlich ist es eine Sache was ein Unternehmen versichert und eine andere, was es wirklich tut. Aber auch darum geht es, wie gesagt, nicht. Sonst könnte ich auch wilde Behauptungen über die Deutsche Post aufstellen.

        1. darum geht es wirklich nicht. Es geht darum, dass ein Anwalt sagt, im Falle einer Verwertung der Inhalte der durch WhatsApp übermittelten Daten, diese Verwertung durch die AGBs legitimiert ist.

      2. abgesehen davon, dass ein anwalt nicht entscheidet was rechtens ist oder nicht, bliebe noch die frage, welcher anwalt das sagt, sodass sich dieser artikel auf dessen aussage stützen könnte.

        die frage ist doch eine ganz einfache: auf welche tatsachen stützt sich dieser artikel? tatsachen sind nicht vermutungen oder theorien über etwas, was vielleicht sein könnte oder gesagt werden würde

        1. ok, der anwalt ist im handelsblatt artikel zitiert. die entsprechende nutzungsbedingun wird aber auch dort nicht genannt – ich habe sie jedenfalls nicht gefunden, ebensowenig wie ein kommentator auf der handelsblatt seite. nichtsdestotrotz ist der hiesige artikel irreführend. denn der herr rechtsanwalt räumt selbst ein, dass die wirksamkeit dieser AGB (woher er diese auch immer haben mag) eine ganz andere frage ist.

    3. Vielleicht sollte man mal richtig suchen anstatt einfach nur ‘Schwachsinn’ zu schreiben. Nur, weil >>DU<< etwas nicht findest, heisst das nicht, dass es nicht da ist.

      Und 2 Sekunden Google Suche, hätten Dir gesagt, wo man den Abschnitt in den WhatsApp AGB findet, der für diese 'grundlagenlose Panikmache' verantwortlich ist.

      WhatsApp Terms of Service, Abschnitt: 5 / B / ii ab 'To be clear', sollte das eigentlich für jeden verständlich sein.

      Source:
      http://www.whatsapp.com/legal/

      1. vielleicht solltest du erst mal lesen lernen, bevor du hier rummotzt. denn der von dir genannte abschnitt betrifft ganz offensichtlich die STATUSNACHRICHTEN und PROFILBILDER. wie man darauf kommt, dass private inhalte, wie in diesem artikel suggeriert, davon umfasst sein sollen erschließt sich offensichtlich nur dem, der dumm genug ist blind den medien zu vertrauen.

  6. WhatsApp geht es weniger drum ein Bildche oder einen Text zu verwerten. Es würde schon reichen, zu wissen, was gerade so läuft und geplant wird, hauptsächlich in Unternehmen. Diese Daten sind verwertbar.

  7. WhatsApp dürfte weniger an der Verwertung eines Bildchens oder eines Textes interessiert sein, als vielmehr daran, was in Unternehmen so läuft oder gerade geplant wird. Diese Daten sind verwertbar.

  8. Schreibt einfach bei jedem Bild ein Wasserzeichen rein mit “WhatsApp ist scheisse!” und schon werden sie eure Fotos nicht mehr verwenden! Da gibts doch sicher ne App für, what?

  9. Da kann WA reinschreiben was sie wollen. AGB-Klauseln sind unwirksam wenn sie gegen geltendes Recht verstoßen. Unterwäschebilder einer Minderjährigen gespeichert, veröffentlicht bzw genutzt? Wer immer das macht ist in Deutschland gearscht (gute theoretische Möglichkeit jemanden los zu werden).

    Und wie ein Bekannter/Freund von mir die Rechte an meinem Bild veräußern möchte muss mir auch erst einmal erklärt werden. Dann kommt noch dazu das Urheber nicht pauschal alle Rechte für immer veräußern können. Das ist ein rechtliches Minenfeld in dem auch WA aufläuft wenn es hart auf hart geht.

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