Test: Nokia Lumia 630 ist billig und will ich

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Das erste Smartphone mit Windows Phone 8.1 hat wirklich was zu bieten. Für den schlappen Preis von 159 Euro macht das Budget-Gerät auch ordentlich Spaß - nur erstklassige Hardware darf man nicht erwarten. Was das Nokia Lumia 630 kann, erfährst du in diesem Test.

Wer für sein Smartphone kein Vermögen ausgibt, hat auch keine allzu hohen Ansprüche. Dieses geringe Frustpotential kann einige Kanten glätten. Wir haben herausgefunden, wie gut das beim neuen Nokia Lumia 630 klappt.

Kann alles, was es können muss

Ohne Microsoft-Konto kann man mit den meisten Apps natürlich noch nichts anfangen. Ist die Anmeldung oder Registrierung aber geschehen, bietet das Lumia 630 alle grundlegenden Funktionen, die man sich erwartet. Für die flüssige Performance sorgt dabei ein Snapdragon 400-Prozessor von Qualcomm, der sich auf vier Kerne verteilt und mit 1,2 GHz taktet. Die vier Kerne arbeiten laut Aussagen der Mitarbeiter nie gemeinsam, sondern abhängig von der erforderlichen Leistung. Werden nur kleinere Anwendungen ausgeführt, arbeiten lediglich die beiden sparsamen Kerne, um den Akku möglichst wenig zu belasten.

Der Prozessor kommuniziert mit einem 512 MByte großen Arbeitsspeicher. Das klingt nach wenig – ist es auch. Doch solange man nicht anspruchsvolle Spiele zocken möchte, sorgt die CPU für die entsprechende, zufriedenstellende Leistung. Laut ComputerBild Spiele läuft es sogar schneller als das Lumia 1020 aus dem vergangenen Jahr und erreichte im Antutu-Benchmark-Test sogar doppelt so viele Punkte wie der Vorgänger 620.

[Schlicht und dennoch auffallend. Das  zweifarbige Design hat uns gefallen.]

[Schlicht und dennoch auffallend. Das zweifarbige Design hat uns gefallen.]

Die Toucheingabe wird gut erkannt und funktioniert flüssig sowie ohne Fehler. Das Öffnen einer App geht schnell vonstatten, wenn auch nicht in der selben Windeseile wie bei einem Premiumprodukt. Bildschirmdrehen klappt ab einem gewissen Winkel und braucht etwa zwei Sekunden. Das störte aber nicht, denn bei manch anderem Smartphone passierte es mir häufig, dass sich der Bildschirm unabsichtlich drehte.

Die Synchronisation der Facebook-Inhalte und -Nachrichten war letztendlich das Einzige, das uns etwas zu lange dauerte. Mit der LTE-Variante des Nokia Lumia 630, das sich dann Nokia Lumia 635 nennt, sollte dieses Problem aber für die meisten beendet sein.

 

Die Auflösung ist absolut im Rahmen des Erträglichen

Mit 854 mal 480 Pixel löst das Nokia Lumia 630 vergleichsweise mickrig auf. Bei der Bildschirmdiagonale von 4,5 Zoll kommt man auf eine Pixeldichte von 221 ppi. Die Spitzengeräte von Samsung, Sony oder HTC haben ungefähr das Doppelte.

[Screenshot Bing Sports, das sieht gut aus.]

[Screenshot Bing Sports, das sieht gut aus.]

Da das Design des Windows Phone Betriebssystems aber traditionell sehr minimalistisch ist, stört die geringe Auflösung kaum. Einzig bei Fotos oder Videos wünschten wir uns gelegentlich etwas schärfere Bilder, die man von anderen Smartphones einfach schon gewohnt ist. Ansonsten wurde es nur gefährlich, wenn eine Schrift sowohl klein als auch dünn war. Gänzlich unleserliche Wörter liefen uns aber nicht über den Weg.

Wirklich schön fanden wir den typisch organischen Wechsel zwischen den Seiten. Beim Ziehen bewegen sich Überschriften langsamer als die anderen Elemente, beim Ende einer Seite kann man mittels Wischen die Elemente zusammenquetschen und quasi einen Rückstoß hervorrufen. Kehrt man von einer App ins Startmenü zurück, dreht sich dieses von links in den Bildschirm, während sich die einzelnen Tiles wie Blätter bewegen.

 

Vielseitige Kamera mit wenigen Schwächen

Die fünf Megapixel-Kamera macht zufriedenstellende Fotos, hat aber auch ihre Schwächen. Das Laden der Kamera selbst dauert nicht selten vier bis fünf Sekunden. Dunkle Flecken neigen wie gewohnt zum Rauschen, Gegenlicht wäscht häufig weite Teile des Bildes aus, gute Belichtung ermöglicht dafür aber sehr schöne Aufnahmen. Insgesamt zählt auch hier: Wer zuvor noch nie eine digitale Kamera hatte – und solche Menschen gibt es selbst in Deutschland zuhauf – wird sich an der Kamera des Lumia 630 mit Blende 2.4 sicher erfreuen können.

[Gutes Licht - gutes Foto.]

[Gutes Licht – gutes Foto.]

Allerdings sei erwähnt, dass das Nokia Lumia 630 weder über einen Blitz, noch über eine Frontkamera verfügt. Dafür bietet es individuelle Einstellungen wie bei einer digitalen Spiegelreflexkamera. Dazu gehören vier manuelle Weißabgleichsstufen, ein manueller Fokus, der allerdings nicht bezüglich der Tiefe differenzierte, sondern alles gleichmäßig scharf oder unscharf darstellte, eine ISO-Empfindlichkeit von 100-1.600 in fünf Schritten, eine Verschlusszeit von einer Sekunde bis zu 1/16.000 Sekunde sowie ein Helligkeitsintervall von -3 bis +3. Der integrierte Autofokus funktionierte einwandfrei.

[Die Unschärfe erstreckt sich leider über das komplette Bild.]

[Die Unschärfe erstreckt sich leider über das komplette Bild.]

Wer mit diesen Begriffen nichts anzufangen weiß, kann sich das Lernprogramm von Nokia ansehen, das direkt in der Kamera aufgerufen werden kann. Nach den einfachen Erklärungen lässt sich die jeweilige Kameraeinstellung auch an einem Beispielfoto testen.

[Gegenlicht - schlechtes Foto.]

[Bei Innenaufnahmen sorgte das Gegenlicht für schlechtere Resultate als bei dieser Außenaufnahme.]

Als  zusätzliche Funktion lässt sich auch eine Belichtungsreihe programmieren, die drei oder fünf Fotos in Reihe aufnimmt und dabei einen von drei wählbaren Belichtungsbereichen abdeckt.

Selbstverständlich hat man auch einen Selbstauslöser in das Nokia Lumia 630 verbaut. Er besitzt zwei, fünf oder zehn Sekunden Verzögerung. Wer des Sprachenlernens überdrüssig ist, benutzt die Foto-App Bing Scan. Sie funktioniert wie Word Lens und übersetzt Wörter, die die Kamera erkennt. Sobald der Text scharf festgehalten werden konnte, funktionierte das ganz ordentlich.

[Die Sendungsverfolgung wurde erkannt und übersetzt.]

[Die Sendungsverfolgung wurde erkannt und übersetzt.]

Die „Intelligente Sequenz“ zeichnet sieben Bilder in Folge auf und erlaubt nachträgliche Maßnahmen wie „Bewegte Objekte entfernen“, „Gesichter ändern“, „Bestes Bild“, „Action-Modus“ oder den „Bewegungsfokus“. Bei eben jenem Bewegungsfokus lassen sich mittels Streichen bewegte Objekte oder gewisse Bildbereiche in den Fokus holen. Das optische Resultat ist aber sehr ernüchternd, da immer unschöne Kanten entstehen.

Der „Action-Modus“ bietet die Möglichkeit die sieben erstellten Bilder gleichzeitig transparent aufeinanderzulegen oder einzeln abzuwählen. So lassen sich interessante Überblendungen einfach realisieren. „Bestes Bild“ zeigt das vermeintlich beste Bild (es war in der Regel wirklich das beste Bild) und gewährt auch noch einen Blick auf die anderen Fotos.

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[Hier konnten bewegte Objekte entfernt oder angezeigt werden. Allerdings ist der dadurch entstandene Farbunterschied auf der Tischplatte deutlich zu erkennen.]

„Gesichter ändern“ klang vielversprechend, war aber leider eine Enttäuschung, da mein Gesicht nie als solches erkannt wurde. Das kränkte mich auf Dauer doch sehr.

Der Modus „Bewegte Objekte entfernen“ ist selbsterklärend. Er setzte die einzelnen Bilder so zusammen, dass die bewegten Objekte am Ende nicht mehr sichtbar waren. Wirklich geklappt hat das aber nur, wenn man ein Objekt während er Aufnahmen aus dem Bild herausbewegte. Ein Vorbeihuschen vor der Kamera wurde nicht erkannt.

Das entfernte Objekte konnte man in der Bearbeitung ein- oder ausblenden, hinterließ aber meistens eine andersfarbige Fläche, da sich trotz ruhiger Kamerahaltung und Indoor-Aufnahmen kleinste Änderungen der Lichtverhältnisse ergaben.

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[So sieht das Kamera-Menü aus. Es ist etwas irritierend, dass der fehlende Blitz sogar hier aufgeführt wird.]

Unter den Einstellungen fand sich der Reiter „Foto-Apps“, in der lediglich Bing Scan und die Kamera installiert waren. Online lassen sich aber weitere interessante und kostenlose Anwendungen aquirieren. Dazu zählen Nokia Cinemagraph, Nokia Panorama, Nokia Refocus oder Mirror Cam.

nokia lumia 630 foto apps

Bild 1 von 5

Nokia Refocus
Nokia Refocus erlaubt nachträgliches Verändern des Fokus. Das gelingt sehr gut, wenn ein Objekt nahe an der Kamera ist. Mittels Pinpette lassen sich auch die Farben nachträglich verändern.

 

Bei den HD-Videoaufzeichnungen des Nokia Lumia 630 lässt sich neben dem Weißabgleich auch mit dem Fokus spielen. Allerdings nur vor der Aufnahme – schade! Wählt man den Autofokus, pulsiert das Bild häufig und etwas zu lange, um die Schärfe einzustellen. Wenn der Fokus dann gesetzt ist, lässt sich mit einem einzigen Finger der vierfache Digitalzoom benutzen. Dazu wischt man auf dem Bildschirm einfach nach oben oder unten.

[Beim Halten mit der Hand wird die Kamera nicht verdeckt.]

[Beim Halten mit der Hand wird die Kamera nicht verdeckt. (‚Diese Haltung ist natürlich nicht die Übliche.)]

Wie schon für die Fotos gilt auch für Videoaufnahmen: Bei Sonnenlicht kann man wirklich schöne Ergebnisse erzielen. Sobald man es mit schlechteren Verhältnissen zu tun hat, wird man das auch an den Resultaten bemerken. Insgesamt bietet das Nokia Lumia 630 eine hübsche Kamera, der ein LED-Blitz aber durchaus gut getan hätte.

 

Billiges Gehäuse, aber schön

Das Nokia Lumia 630 erschien in den Farben Schwarz, Weiß, Gelb, Grün und Orange. Zugegeben: Unsere orange Schale ist wahrlich keine Augenweide und erinnert viel zu sehr an Warnwesten oder Baustellen. Dafür bringen das grüne oder gelbe Cover eine willkommene Abwechslung in die vornehmen, konservativ schwarzen oder aus gebürstetem Aluminium bestehenden Premium-Smartphones. Das Plastik lässt sich einfach lösen, hält aber dennoch hervorragend und fest.

Nokia Lumia 630  all colors

Natürlich wird nicht jeder mit dieser Meinung zur Optik konform gehen. Uns machte es aber nichts, dass man dem Lumia 630 seinen Preis ansieht. Die matten, seitlich abgeschrägten Schalen liegen angenehm in der Hand und bleiben sauber. Wertigere Hüllen neigen nämlich häufig dazu, binnen weniger Minuten in Staub gehüllt zu sein. Nicht das Lumia 630, dessen Hülle sich weich und trocken anfühlt und auch nicht speckig glänzt, wenn man es mit feuchten Fingern gehalten hat.

 

Der durchschnittliche Akku

Der 1.830 mAh-Akku des Nokia Lumia 630 hält sich bezüglich der Ausdauer in durchschnittlichen Gefilden auf. Bei intensiver Nutzung muss man das Smartphone wie üblich nach etwa einem Tag an die Steckdose hängen, ansonsten sind auch zwei oder gar drei Tage möglich. Die Anwendung „Stromsparmodus“ zeigt an welche App wie viel Strom zog. Diese Transparenz ermöglicht es einzelne Anwendungen gezielt abzuschalten, wenn man sie nicht nutzt.

Der Ladevorgang dauerte zwei Stunden und 32 Minuten. Das ist für den vergleichsweise kleinen Akku trotz Qualcomm Quick Charge 1.0, das in dem Snapdragon 400-Prozessor integriert ist und bis zu 40 Prozent schnelleres Laden ermöglichen soll, eine relativ lange Ladezeit.

 

Riesiger Speichereinschub

Dass das Nokia Lumia 630 gerade einmal acht GByte internen Speicher besitzt, von dem nur die Hälfte genutzt werden kann, wird von den kostenlosen sieben GByte Cloud-Speicher bei Microsoft OneDrive und dem MicroSD-Kartenslot ausgeglichen. Das Smartphone akzeptiert Speicherkarten bis zu einer Größe von 128 GByte. Diese kosten aber – je nach Geschwindigkeit – zwischen 65 und 120 Euro, also fast so viel wie das Smartphone selbst.

[Links lassen sich die ein, beziehungsweise SIM-Karten einführen. Rechts unten sieht man den Lautsprecher.]

[Links lassen sich die ein, beziehungsweise SIM-Karten einführen. Rechts unten sieht man den Lautsprecher.]

Mit einer 128 GByte großen Speicherkarte hat man aber wirklich alles dabei, was man für gewöhnlich unterwegs brauchen könnte. Dann lassen sich auch die Apps auf der Speicherkarte installieren, um bei einem Smartphone-Wechsel seine Anwendungen nicht zu verlieren.

 

Das erste Mal Windows Phone 8.1

Das Nokia Lumia 630 ist das erste Smartphone mit dem neuen Betriebssystem Windows Phone 8.1. Und das wurde im Vergleich zum Vorgänger ordentlich verbessert. Was alles neu ist, haben wir in diesem Beitrag bereits zusammengefasst.

 

 

Die technischen Spezifikationen im Überblick

Displaygröße und -auflösung: 4,5 Zoll mit 854 mal 480 Pixel (221 ppi)

Abmessungen: 129,5 Millimeter mal 66,7 Millimeter mal 9,2 Millimeter

Gewicht: 134 Gramm

Display: ClearBlack, IPS-LCD, geschützt durch Corning Gorilla Glass 3

Kamera: 5 Megapixel, f/2.4-Blende, Videos in HD mit 30 fps

Prozessor: Snapdragon-400 Quad-Core mit 1,2 GHz

Arbeitsspeicher: 512 MByte

Betriebssystem: Windows Phone 8.1

Sensoren: Beschleunigungssensor

SIM-Kartentyp: MicroSIM (zwei MicroSIM in der Dual-SIM-Variante)

Konnektivität: UMTS, 3G, USB 2.0, Bluetooth 4.0, WLAN IEEE 802.11 b/g/n, HSPA+, A-GPS, Glonass, DLNA

Akku: 1.830 mAh,  auswechselbar

Gesprächszeiten: bis zu 13,1 Stunden (UMTS, 3G), bis zu 16,4 Stunden (GSM)

Internetnutzung: bis zu 8,8 Stunden (Mobilfunknetz), bis zu 9,4 Stunden (WLAN)

Audio: 3,5 Millimeter-Audioanschluss

Speicher: 8GByte intern, um bis zu 128 GByte erweiterbar über microSD-Speicherkarten, kostenloser 7 GByte Cloud-Speicher

Lieferumfang: Ladekabel, Handbuch

Preise: 159 Euro, 169 Euro (Dual-SIM), 179 Euro (LTE)

Das ist die 119 Euro-Alternative von Motorola.

 

Praktische Anwendungen von A bis Z

Mit einem Wisch nach Links öffnet man die alphabetische Sortierung aller vorhandenen Anwendungen. Klickt man auf einen der 26 Buchstaben, öffnet sich das Alphabet, um schneller zu den einzelnen Anwendungen zu gelangen. Dazu gehören der Adobe Reader und App Social, das einen Feed über aktuelle, beliebte Apps anzeigt und beispielsweise auch die User mit den meisten Followern oder den meisten heruntergeladenen Apps auflistet.

Mit der Brieftaschen-Anwendung lassen sich zum Beispiel Boardingkarten oder Tickets speichern. Die App „Daten übertragen“ spiegelt die Daten des alten Handys und die praktischen Karten- und Navigationsprogramme Here Drive + sowie Here Maps sind natürlich ebenfalls vertreten.

[Jawohl, ein Hotspot auf der Karte!]

[Jawohl, ein Hotspot auf der Karte! Und sogar ein Zweiter!]

Der Kalender wird mit Wetterdaten und Facebook-Events sowie -Geburtstagen synchronisiert. Über die Karten-Anwendung, die mit den Here-Apps konkurriert, kann man sich auch WLAN-Hotspots, Veranstaltungsorte oder Luftbilder anzeigen lassen. Mit dem Klingeltongenerator lassen sich Ruftöne aus den Songs, die man auf dem Smartphone hat, erstellen.

Sehr gut gefiel uns auch die Anwendung „Kochen & Genuss“. Hier kann man kostenlos aus hunderten Rezepten, Weinen und Cocktails wählen, die durch Such- und Filterfunktionen sehr einfach zu finden sind. Die Zutaten lassen sich auf eine interaktive Einkaufsliste setzen – schön!

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[Stimmige Suchfunktionen runden „Bing Kochen & Genuss“ ab.]

Über „Kontakte“ gelangt man nicht nur zu seinen Kontakten, sondern auch zu seinem persönlichen Facebook-Feed oder einem Familienbereich, der nicht nur als Gruppenchat, sondern auch als gemeinsamer Speicherort für Fotos oder einen gemeinsamen Kalender dient. Schlussendlich lassen sich auch weitere Gruppen erstellen.

Mit Nokia MixRadio lassen sich wie gewohnt drei Interpreten festlegen, anhand deren automatisch ein personalisiertes Musikradio wiedergegeben wird, das sich an den Genres der Interpreten orientiert. Das ist einfach und macht Spaß! Der einzige Haken: Man kann pro Stunde nur sechs Mal auf „Weiter“ klicken, wodurch die ebenfalls beinhalteten Newcomer auch ein wenig Gehör bekommen.

[Nokia MixRadio]

[Nokia MixRadio erstellt einen personalisierten Radio nach deinem Geschmack.]

Bing Reisen bietet Nachrichten zum Thema Reisen, Reisetipps sowie Flug- oder Hotelsuche. Aufmachung und Möglichkeiten gefielen uns auch hier sehr gut.

Überdies sind der nützliche DB Navigator, Facebook,  Office mit Word, Excel, Powerpoint, die Cloud OneDrive, OneFootball, das alle Fußballergebnisse anzeigt und die News zum Lieblingsclub hervorhebt, OneNote für Notizen und Listen, die Podcast-Suche Podcasts, Bing News, N-TV, ein Rechner, Nokia Care, Skype, Xbox Games, Bing Sports, der Windows Store, ein UKW-Radio, Xbox Video, das Serien und Filme sammelt, ein E-Mail-Postfach, ein Wecker, Bing Wetter sowie der Internet Explorer, der offene Tabs nun mit allen registrierten Geräten synchronisiert, vorinstalliert. Das ist einiges.

[Vorerst sind nur editierbare Beispieldateien in Office enthalten.]

[Vorerst sind nur editierbare Beispieldateien in Office enthalten.]

Ebenfalls aufgeführt werden die Bing Finanz App, die über Aktivitäten und Kurse an den Börsen informiert, sowie Gesundheit & Fitness. Hiermit lassen sich Workouts checken, Statistiken zur gelaufenen Strecke verfolgen, in einem medizinischen Handbuch stöbern, Beschwerden und deren Symptome überprüfen sowie die Zusammensetzung von Lebensmittel herausfinden. Ein Ernährungsplaner und eine Auswahl an passenden Artikeln zum Thema Gesundheit, Fitness und Ernährung werden ebenso angezeigt.

Zusätzliche Features sind die Kinderecke, die das Lumia 630 in einen maßgeschneiderten Kinderbereich verwandelt oder beispielsweise der Fahrzeugmodus, der je nach Belieben nur Anrufe und SMS anzeigt und dabei auf andere Benachrichtigungen verzichtet.

Wer zu guter Letzt im Onscreen-Menü rechts unten auf die Lupe drückt gelangt zur Bing-Suche, oder, sofern man länger auf die Lupe drückt, zur Spracheingabe. Diese funktionierte in weiten Teilen recht ordentlich.

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[Die Tiles am Startbildschirm drehen sich gelegentlich um.]

Insgesamt hat uns das Angebot und die Möglichkeiten der vorinstallierten Apps durchaus angesprochen. Auch wenn das Angebot im Windows Phone App Store nach wie vor nicht mit den Größten eines Apple Store oder Google Play Store mithalten kann – bis auf die Gizmodo-App sind alle grundlegenden Anwendungen erhältlich.

Zudem sei laut einem Mitarbeiter von Microsoft die Sicherheit bei Windows Phone ein großer Vorteil gegenüber Android. Während angeblich 98 Prozent der Schadsoftware auf Android ausgelegt ist, gäbe es für Windows Phone derzeit keine bekannte Bedrohung. Die Architektur des Programmcodes sowie die bessere Überprüfung neuer Apps im Store seien große Vorteile gegenüber Android.

 

Der Sound, den man noch kaufen muss

Für die Töne sorgt ein Lautsprecher, der an der Rückseite des Nokia Lumia 630 angebracht ist. Damit gingen auch gleich die ersten Schwierigkeiten einher, denn wer Musik hören, oder mit Lautsprecher telefonieren möchte, ohne das Lumia 630 in Händen zu halten, muss das Smartphone mit dem Display nach unten legen.

[Links die Lautsprecheröffnung]

[Links sitzt die Lautsprecheröffnung.]

Wer schon den nächsten Song suchen möchte, muss das Smartphone also jedesmal aufheben. Die Klangqualität selbst war nichts Besonderes. Der etwas blecherne Sound ließ sich zwar recht laut aufdrehen, wird aber erst durch den Kauf des entsprechenden Zubehörs wirklich satt.

Der Bluetooth-Lautsprecher MD-12 von Nokia besitzt einen Schallwandler, der auf einigen Oberflächen richtig gute Bässe produziert. Der aktuell circa 40 Euro teure Lautsprecher kommt zudem mit NFC, einem wiederaufladbaren Akku, der 15 Stunden Musikwiedergabe schafft sowie den knalligen Farben der Lumia 630-Reihe.

[Die Bluetooth-Mini-Lautsprecher MD-12 fallen nicht nur optisch auf.]

[Die Bluetooth-Mini-Lautsprecher MD-12 fallen nicht nur optisch auf.]

Kopfhörer sind übrigens nicht im Lieferumfang enthalten. Gerade Einsteiger, die vielleicht tatsächlich noch keine Eigenen besitzen, könnte das aber nerven. Sich welche zu besorgen rentiert sich aber allemal, denn der Sound über Kopfhörer ist natürlich deutlich angenehmer und balancierter.

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4,5 von 5 Sterne im Gizrank.

 

Fazit

Ein absolut ordentliches Einsteigergerät! Die eingangs erwähnten Kanten sind nur marginal und treten vor allem in punkte Bildschirm- und Kameraauflösung zu Tage. Diese Defizite sind aber nicht so dominant, als dass man sich ernsthaft an ihnen stören müsste. Das Nokia Lumia ist dank seiner Leistung, der einfachen Bedienung und dem verbesserten Windows Phone 8.1 ein gutes Gerät für Einsteiger nahezu aller Altersklassen, aber auch für Schwellenländer, in denen nur sehr wenige Personen die Kaufkraft besitzen, die zu höherwertigen Produkten verleitet. Wer bereits etwas Besseres gewohnt ist, hat aber nicht Pech – das Nokia Lumia 630 konnte schließlich auch uns überzeugen. ;) Wir empfehlen aber die LTE-Variante für 179 Euro, um nervigen Ladezeiten und auffälligen Synchronisierungen vorzubeugen.

plus Flüssige Leistung ohne Ruckler.

plus Verbessertes und sicheres Betriebssystem mit Windows Phone 8.1

plus Vielseitige Kamera

plus Zahlreiche praktische Anwendungen

plus Günstiger Preis

 

minus Ungünstige Lautsprecheröffnung

minus Verhältnismäßig geringe Bildschirmauflösung

minus Ladekabel dient nur als solches und nicht als USB-Kabel

minus Fehlender Kamerablitz

 

Tags :
  1. – mittelmäßiges Display
    – schwache Kamera ohne Blitz
    – keine front Kamera
    – kein LTE
    – …

    Überall muss man abstriche machen und ihr von gizmodo vergebt 4,5 von 5 Sternen.

    Absolut unglaubwürdig !!!

    Bekommt ihr Geld für so eine Bewertung?

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    1. Es ist ein E I N S T E I G E R G E R Ä T, welches in S E I N E R K L A S S E überzeugt! Ist das wirklich so schwer nachvollziehbar?

    2. Was einige Leute für 160€ erwarten.
      Außerdem kann LTE für 10€ mehr dazu gebucht werden was wohl Niemanden der LTE haben will daran hindert wird.

    3. Puh, ist ja fast als hätte ich behauptet Köln wäre als Zweitligameister genauso gut wie der FC Bayern. Ich denke die anderen Kommentare haben schon erklärt, weshalb die 4,5 Sterne gerechtfertigt sind.

  2. Lassen sich inzwischen die Here+ Karten sowie Soptify Playlisten (offline) auf der SD-Karte speichern? Das ging ja beim 620er nicht, und war der Grund das ich das Gerät seinerzeit zurück gab, obwohl es mir als billige Navi/Player Lösung im Urlaub ideal erschien.

    1. Hi, Here+-Karten lassen sich herunterladen und speichern. Bin mir zwar nicht zu 100% sicher, aber ich glaube nur die Karten von Deutschland und ein paar anderen europäischen Ländern.

    2. Karten kannst du auf der Speicherkarte ablegen. Geht bei den Lumia schon seit letztem Frühjahr, wenn auch anfangs nur per separater Nokia-App. Mit WP 8.1 klappt das auf allen Windows Phones und ohne separate App. Und du kannst auch Apps auf Speicherkarte installieren (so der App-Entwickler das nicht explizit unterbunden hat).

  3. IPhone 5C lässt grüßen. Haben die anderen Hersteller keine eigenen Ideen mehr????

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    1. uaah manchmal… der Vorgänger des 630, das 620, wurde Ende 2012 vorgestellt und ist seit Anfang 2013 zu kaufen. Optisch ähnlich wie das 630. Es kam in den Farben cyan, magenta, gelb und grün (und schwarz und weiß).
      Das iPhone 5c wurde September 2013 vorgestellt, in den Farben – na? cyan, magenta, gelb und grün (und silber)! Optisch dem Lumia 620 gar nicht mal so unähnlich.
      Haben die anderen Hersteller keine eigenen Ideen mehr???? /s

  4. hat ein wenig etwas von einem Tamagochi. Man trägt es überall mit sich herum, pflegt es und hegt es mit regelmässigen Updates für die Apps. Hat es lieb und spricht mit ihm, streicht liebevoll übers Display, achtet darauf, dass es keinen Schaden im Leben erfährt. Verteidigt es gegen andere stolze Eltern, die behaupten ihr Kindchen könne mehr. Versorgt es über kleine Nabelschnüre, sorry, Kabelschnüre, sorry, Ladeschnüre, sorry, Ladekabel mit Nahrung. Ich bin schon auf den Begriff gespannt, den nachfolgende Generationen für unser Verhalten und unser Verhältnis zu kleinen Taschencomputern mit Telefonfunktion finden werden. Die Krankenkassen werden jedenfalls die Bezahlung der Behandlung ablehnen.

    1. Statt nach „schnellen Antwort“ zu verlangen könnte man den Artikel auch einfach selber lesen:

      „Allerdings sei erwähnt, dass das Nokia Lumia 630 weder über einen Blitz, noch über eine Frontkamera verfügt.“

  5. Hallo. Ich habe seit Anfang Oktober das Lumia 635. In der Einstellung „Stromsparmodus“ und weiter unter „Nutzung“ habe ich den mit Abstand höchsten (vollen) Balkenausschlag beim „Telefon Symbol“ wobei ich wirklich wenig Telefonierer bin. Alles Andere hat kaum einen Ausschlag… Woher kommt der Hohe Balkenausschlag????

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