Amazon vs Buchverlag geht in die zweite Runde

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Der Streit zwischen Amazon und Buch-Verlegern geht weiter. Dieses mal legt Amazon in den USA nach.

Bereits vergangene Woche berichteten wir von den etwas merkwürdigen Verhandlungsmethoden zwischen Amazon und dem Buchverlag Bonnier auf deutschem Boden. Diese Woche richten sich die Augen wieder in die USA. Denn auch dort führt Amazon Verhandlungen über neue Rabatte von dem Buchverlag Hachette.

„Amazon missbraucht seine Macht, um die eigene Dominanz auszubauen

Während der Verlag mittlerweile von mafiösen Methoden spricht, hat Amazon bereits einen neuen Trick parat, um die Verhandlungen voranzutreiben. So wurden nun einige Titel von Hachette als „nicht verfügbar“ deklariert. Demnach kann Hachette seine Bücher auf Amazon also auch nicht mehr verkaufen.

Laut der Times wären unter den betroffenen Titeln JK Rowlings “The Silkworm“ und Adam Brookes “Night Heron“ gewesen, aber auch ein Buch mit negativen Äußerungen über Amazon-CEO Jeff Bezos. Darin wäre ein Zitat von Bezos enthalten gewesen, welches Amazon als Gepard im Kampf mit schwachen Gazellen darstelle.

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Unserer Recherchen zufolge hat Amazon den „Bann“ auf die genannten Titel bereits wieder aufgehoben. Demnach kam es entweder zu einer Einigung oder Amazon wollte vorerst seine Macht demonstrieren. Ein Sprecher von Hachette äußerte sich zur aktuellen Lage:

Wir hoffen, dass diese schwierige Situation nicht lange anhalten wird, aber wir sparen keine Mühen und erforschen alle (unsere) Optionen.“

Bereits 2010 hatte Amazon erstmals seine Tricks bei dem US-Verlag Macmillan angewandt. Und schon damals gewann Amazon die Verhandlungen. Es wird sich also zeigen, ob die Verlage diesmal Glück haben werden oder nicht.

[via NYTimes und derStandard]

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  1. Wer das nicht will muss doch auch nicht auf amazon verkaufen und hat halt Pech gehabt, verstehe das Drama der verläger nicht. Ein eBook ist eben nicht so viel wert.

  2. Steht den fest das die ihren Gewinn pushen wollen? Hatte das Gefühl das ein Teil auch an den Kunden durchgegeben wird … sollte es jedenfalls. Finde das man für ein eBook weniger zahlen sollte da man kein Buch erhält … oder Amazon führt ein AutoCopy für Bücher ein. Das wäre quch top!

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