So erhältst du weiterhin Updates für Windows XP

windows xp

Mit einem simplen Registry-Hack erhält dein Windows XP die Updates, die bis 2019 an Automaten ausgeliefert werden. Inwiefern er tatsächlich für langfristige und umfassende Sicherheit sorgt, ist aber noch nicht abzusehen. So funktioniert´s.

Wer trotz des seit achten April verhängten Support-Stopps nach wie vor Windows XP mit Service Pack 3 nutzt, kann sich durch eine Änderung der Windows-Systemdatenbank als Embedded POSReady 2009 ausgeben. Dann erhält man die Updates, die über die nächsten fünf Jahre hinweg allen Automaten, beispielsweise Geldautomaten zugute kommen.

Entdeckt hat den Trick der Betreiber des Forums Sebijk.com. Er wollte zunächst Sicherheits-Updates für Embedded POSReady 2009 direkt unter XP installieren. Der Versuch wurde jedoch mit einer Fehlermeldung quittiert, wonach die Updates nicht für das verwendete Betriebssystem gedacht seien. Die Untersuchung der in den Updates enthaltenen Konfigurationsdatei update_SP3QFE.inf ergab, dass die Installationsroutine folgende Embedded-Versionen überprüft: POSReady, WES und WEPOS.

Um das Standard-XP als Embedded-Version auszugeben, ergänzt man die XP-Registry mit folgendem Eintrag:

Windows Registry Editor Version 5.00

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\WPA\PosReady]
“Installed”=dword:00000001

Hierfür kopiert man diesen in einen Editor und speichert ihn als .reg-Datei ab. Ein Doppelklick auf Datei sorgt dafür, dass sich Windows XP als Embedded POSReady 2009 ausgibt. Anschließend lassen sich die Updates für das Automaten-XP auch unter der Standard-Variante installieren. Und auch die in XP integrierte Funktion Automatische Updates listet nach dieser Maßnahme wieder Aktualisierungen auf. Ein manuelles Installieren von Updates entfällt damit.

[Bildquelle: ZDNet.de]

[Bildquelle: ZDNet.de]

Unter Windows XP 64-Bit funktioniert der Trick leider nicht für Automatische Updates. Hier muss man die Aktualisierungen manuell installieren und zuvor eine Konfigurationsdatei editieren.

Unsere Kollegen von ZDNet.de haben den Registry-Hack überprüft und können bestätigen, dass Windows XP nach dem Eingriff tatsächlich wieder Updates erhält. Allerdings sollte man ihnen zufolge in Betracht ziehen, dass womöglich nicht jede Aktualisierung so tadellos funktioniert wie in ihrem Test.

Daher ist es ratsam, die im Betriebssystem integrierte Funktion Systemwiederherstellung zu aktivieren und gegebenenfalls einen Wiederherstellungspunkt vor den jeweiligen Updates manuell mit dem Programm Systemwiederherstellung in Zubehör/Systemprogramm zu erstellen. Zudem gibt der Forenleiter zu bedenken, dass der Eingriff womöglich nicht im Einklang mit den Endbenutzer-Lizenzbestimmungen (EULA) steht.

Windows XP läuft immer noch auf jedem vierten Rechner.

Microsoft möchte, dass Anwender auf Windows 7 oder Windows 8 wechseln. In diesem Zusammenhang verweist man auf die verbesserten Sicherheitsstandards der neueren Windows-Betriebssysteme. Allerdings lassen sich diese teilweise auch in Windows XP aktivieren, sodass man das fast 13 Jahre alte Betriebssystem durchaus sicher betreiben kann. Außerdem gelten die von Microsoft beschworenen Gefahr-Szenarien auch für neuere Windows-Versionen.

Im Jahr 2019 dürfte Microsoft sicher schon zwei, drei neue Generationen seines Betriebssystems veröffentlicht haben. Vielleicht ja auch eine Version, auf die man gerne von Windows XP umsteigt. Wir glauben aber nicht, dass Microsoft den hier beschriebenen Registry Hack so lange möglich macht.

Das Geheimnis des Desktophintergrunds von Windows XP ist gelöst.

[Mit Material von Kai Schmerer, ZDNet.de, Bildquelle: Screenshot YouTube]

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  1. schön dank für solche dummen news.
    unterstüzt die verblödeten projektleiter die noch immer eine windows ie8 kompatibilität wünschen und untergrabt mein argument, dass xp nicht mehr supported wird

    1. Bleib mal ruhig, das war absehbar, es gibt ja auch Updates für Behörden usw., trotzdem wird XP nicht mehr lange im großen Stil existent sein. Und dein Argument sollte eher sein, dass der IE8 schon ewig alles andere als sicher ist.

    1. Hier gehen die Meinungen etwas auseinander. Fakt ist: es hat funktioniert das Update zu installieren. Ob es umfassenden Schutz bietet wissen wir nicht (steht ja auch ganz oben). Das weiß man übrigens auch bei Heise nicht – man ist auf jeden Fall skeptisch.

      1. Es geht aber nicht nur um Schutz sondern um fortbestehende Funktionalität und Stabilität.
        Und die wird bei dem „Embedded POSReady XP“, welches für Automaten und Terminals konzipiert und ausgelegt ist, mit diesen Updates gewährleistet.
        Diese Funktionalität ist aber eine andere als bei dem Desktop-XP und gefährdet daher solche und dessen Stabilität, abgesehen davon das dementsprechend weniger sicherheitsrelevantere Lücken vorliegen als bei einem „vollgestopften“ XP.

  2. Ich bin mal gespannt, wie lange diese „Lücke“ offen bleibt. Jedoch sollte sich jedes Unternehmen bzw. jeder Anweder, der immernoch auf XP rumgurkt mal ernsthaft Gedanken machen und mal auf 7 oder 8 upgraden. Safety first ;)

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