Erfinder der Computerpasswörter: Sie sind ein Albtraum

Passwort

Vor etwa einem halben Jahrhundert half Fernando Corbató bei der Entwicklung des ersten Computerpassworts und beeinflusste damit nicht nur unser Technologienutzungsverhalten, sondern auch unser Denken über Sicherheit. Im Zeitalter des Internets hält der ehemalige MIT-Professor Passwörter allerdings für einen Albtraum.

Das Wall Street Journal hat kürzlich ein Interview mit Corbató geführt, in dem er darüber redet, wie wenig sich digitale Sicherheit eigentlich weiterentwickelt hat. Als er noch am MIT lehrte, teilte man sich gemeinsam einen Großrechner und benötigte ein Passwort, um anderen den Zugang zu eigenen Dateien zu verwehren, so Corbató. Passwörter dienten als Schutz davor, verhinderten aber auch eine zu lange Computernutzung (Damals gab es ein Limit von vier Stunden).

Corbató entwickelte damit eine Sicherheitslösung, die seitdem Bestand hat, aber seiner Meinung nach bei weitem nicht perfekt ist: Leider wurde sie im World Wide Web zum Albtraum. Ich glaube nicht, dass sich irgendjemand an alle seine ausgegeben oder eingerichteten Passwörter erinnert. Damit bleiben nur zwei Möglichkeiten. Entweder man fertigt einen Spickzettel an – eigentlich ein Tabu – oder nutzt ein Programm wie einen Passwort-Manager. Ich muss zugeben, dass ich einen Spickzettel benutzt habe. Mehr vom Interview gibt es hier beim WSJ. [Wall Street Journal]

Bild: Computer History Museum

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  1. sind ‘Ehrlichkeit’ und ‘Respekt’. Wenn wir alle uns nur an diese beiden erinnern könnten, wäre die Sache geritzt.

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