LG G3 Präsentation: Alle Details und ein erster Eindruck

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Heute hat LG in London das LG G3 präsentiert. Dabei haben sich alle in den letzten Wochen und Tagen geleakten Gerüchte bestätigt. Und das ist gut so! Das LG G3 überflügelt seinen Vorgänger um Längen und kann locker mit den Flaggschiffen anderer Premium-Hersteller mithalten. Wir haben das Gerät in London angefasst und wollten es eigentlich gar nicht mehr loslassen.

LG G3 – Plastikbomber mit Metallhaptik

Die abnehmbare Rückseite des LG G3 besteht aus einer Plastik, die sich glücklicherweise eher nach Metall anfühlt. Es kommt in den drei Farben Grau, Weiß und Gold, wobei in unserem Ersteindruck die graue Variante am ehesten an Metall erinnert. Auch wenn hier LG mit dem G3 kräftig aufgeholt hat kommt es nicht an die Verarbeitung eines HTC One M8 heran, wirkt aber wertiger als zum Beispiel das Samsung Galaxy S5.

Das G3 liegt im Gegensatz zum klitschigen LG G2 richtig gut in der Hand. Hier muss man glücklicherweise nicht mehr befürchten, das Smartphone rutsche einem jeden Moment aus der Hand.

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Was die Größe anbelangt ist es trotz gewachsener Bildschirmdiagonale mit 146,3 mal 74,6 mal 8,9 Millimeter gleich lang, etwas breiter, dafür aber auch etwas dünner als das HTC One M8. Insgesamt wirkt es kompakter als das HTC One M8. Das erreicht das LG G3 durch einen unglaublich dünnen Rand zwischen Bildschirm und Rand. Die Vorderseite besteht praktisch nur aus Bildschirm. Sehr beeindruckend!

Display mit Rekordauflösung

Apropos Display. Das LG G3 wird mit einem 5,5 Zoll großen IPS-LC-Display mit einer QHD-Auflösung von 2.560 mal 1.440 Pixel und einer Pixeldichte von 538 ppi ausgestattet. Zum Vergleich: HTC One (M8): 440, HTC One (M7): 468 ppi, Samsung Galaxy S5: 431 ppi, Samsung Galaxy Note III: 386. Die Anzeige steht unserem ersten Vergleich dem Display des HTC One M8 und dem Display des Sony Xperia Z2 Full-HD-Bildschirmen in Sachen Helligkeit und Farbwiedergabe in nichts nach. Es ist beeindruckend! Noch dazu erzählt LG in der Präsentation, dass ihr so genanntes QHD-Display sehr energiesparend sein soll.

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Auch die Farben und Kontraste wirken hervorragend. Ob sich nun allerdings tatsächlich Vorteile bei der Lesbarkeit von Buchstaben oder der Betrachtung von Bildern durch die hohe Auflösung ergeben wie von LG behauptet, konnten wir bei unserem kurzen Hands-On nicht mit Sicherheit sagen. Auch ist noch unklar, ob sich die hohe Pixeldichte negativ auf die Performance auswirkt. Potent ist der Prozessor allemal.

Innenleben

Wie bereits im Vorfeld vermutet kommt im LG G3 der Qualcomm Snapdragon 801 mit vier Krait-400-Kernen, einer maximalen Taktrate von 2,5 GHz und der Adreno-330-GPU zum Einsatz. Schade eigentlich. An dieser Stelle hatten wir gehofft, dass die Gerüchte sich täuschen und der etwas stärkere Qualcomm Snapdragon 805 verbaut wird.

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Nichtsdestotrotz ist der 801 ein sehr potenter Chip. Ob er allerdings auch bei anspruchsvollen Anwendungen das QHD-Display ruckefrei ansteuern kann, wird erst unser ausführlicher Test zeigen. In unserem kurzen Hands-On navigierte das LG G3 pfeilschnell durch alle Menüs. Ihm stehen 3 GByte LPDDR3 RAM zur Seite. Intern soll das LG G3 32 GByte fest verbauten Speicher haben der via microSD-Kartenslot erweitert werden kann. Es soll jedoch eine etwas günstigere Version des LG G3 mit 16 GByte Speicher und 2 GByte RAM erscheinen.

Im Bereich der Kommunikation gibt es wie üblich UMTS samt Datenturbo HSPA+, NFC, Bluetooth 4.0 (ANT+), USB 2.0 sowie voraussichtlich auch aGPS und Glonass. WLAN 802.11ac und LTE Cat 4 sind ebenfalls mit an Bord.

Kamera

Auf die Kamera legte LG bei der Präsentation besonders viel Wert. Die 13 Megapixelkamera verfügt nicht nur über einen optischen Bildstabilisator. Neben einer Doppel-LED-Leuchte kommt sie auch erstmalig für den Smartphone-Markt mit einem Lasersystem für das schnellere und präzisere Fokussieren auch bei schwachen Lichtverhältnissen. Diese Technik ist bereits aus dem hochpreisigerem Kamerabereich bekannt.

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Beim Ausprobieren fokussierte die Kamera des LG G3 tatsächlich unglaublich schnell. Allerdings kommt die Technik mit einem bitteren Wermutstropfen. Der Laserfokus greift nur auf Entfernungen bis maximal 40 Zentimeter. Alles darüber wird konventionell fokussiert und dauert wie von anderen Smartphones gewohnt etwas länger.

Sehr gut hat uns die Kamera-Software gefallen. So vereinfacht LG das Fotografieren indem das Tippen auf den Bildschirm neben dem Fokussieren gleichzeit ein Bild knipst. Selfies können per Handbewegung ausgelöst werden.

Akku

Der Akku ist mit seinen 3.000 mAh Kapazität zwar deutlich größer als bei den direkten Mitkonkurrenten. Allerdings weist sie die gleiche Kapazität auf wie der direkte Vorgänger, das LG G2. Das LG G2 hatte jedoch ein etwas kleineres und damit potenziell energiesparenderes Display. Dafür soll der 801 noch energieeffizienter sein. Klarer Vorteil des G3: Die Batterie kann dank abnehmbarer Rückseite gewechselt und über den wireless Ladestandard Qi geladen werden.

Software

Als OS kommt Android 4.4.2 zum Einsatz, dem LG eine überarbeitete Version seiner hauseigenen Oberfläche Optimus UI samt flacheren Icons überstülpt. Das wirkt erstmals dezent und entfernt sich weiter vom früheren Plastiklook.
LG hat in das G3 ihren bereits seit der CES bekannten Knock Code zum Entsperren des Bildschirms integriert. Auch mit dabei sind zahlreiche Anpassungsmöglickeiten und clevere Automatismen für die Tastatur. Die Sicherheitsfeatures gehen von einem einfachen Orten des G3, über das Löschen der eigenen Daten, bis hin zum kompletten unnutzbar machen das G3.

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Zubehör

Neben dem QuickCircle Cover, von dem wir bereits berichteten soll das LG G3 außerdem eine zusammenklappbare Qi Ladestation erhalten. Neu ist auch ein Bluetooth Headset, welches man sich wie ein Haarband um den Hals legt. Die Ohrstöpsel können nun an den Enden herausgezogen und auch wieder eingefahren werden. Die LG G Watch gehört übrigens auch zu diesem optionalen Zubehör. Gezeigt hat sie LG auf dem Event jedoch nicht.

Ersteindruck

Das LG G3 kann was! In den einzelnen Disziplinen übertrumpft es die meisten Mitbewerber auf dem Papier. Ob dieses vielversprechende Konzept jedoch tatsächlich aufgeht kann erst ein ausführlicher Test zeigen. Besonders gespannt sind wir auf die Kameraleistung, Akkudauer und Displayvergleich. Bei unserem ersten Anfassen sind wir auf jeden Fall sehr angetan und wiederholen uns gerne: Am liebsten würden wir das LG G3 gar nicht mehr loslassen.

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