„Skype Translator“ soll in Star-Trek-Manier übersetzen

Microsoft plant Echtzeit Übersetzer für Skype   ZDNet.de

Bis Ende des Jahres möchte Microsoft seinen Messaging-Dienst Skype mit einem Echtzeit-Übersetzer ausstatten. Das hat CEO Satya Nadella am Dienstag auf der Recode Code Conference im kalifornischen Palos Verdes angekündigt. In einem Video wird demonstriert, wie gut der Skype Translator in einem Deutsch-Englisch-Gespräch funktioniert.

Laut dem Statistischen Bundesamt gab es im Jahr 2010 rund 40.000 Dolmetscher und Übersetzer in Deutschland. Was deren Kompetenzen im Großen und Ganzen auszeichnet, möchte Microsoft mit dem Echtzeit-Übersetzer von Skype für jedermann möglich machen.

Skype-Chef Gurdeep Singh Pall demonstrierte die Funktion live mit einer deutschen Gesprächspartnerin. Während die Übersetzung vom Deutschen ins Englische noch recht ordentlich ausfiel, wies das Ergebnis der Übertragung vom Englischen ins Deutsche aber noch einige Schwächen auf. Ab 3:05 Minuten beginnt der Skype-Videochat.


[Quelle: Recode]

Allerdings betonte Nadella: “Es geht um die Schaffung eines lernenden Systems, dass sich mit der Anzahl der Daten verbessert.” In einem Blogeintrag führt Pall aus, dass der Skype Translator das Resultat jahrzehntelanger Forschung in den Bereichen Spracherkennung, automatisierte Übersetzung und maschinelles Lernen sei.

“Noch steht die Technik am Anfang, aber die Star-Trek-Vision eines Universalübersetzers ist nicht mehr eine Galaxie weit entfernt”, so Pall. “Skype Translator eröffnet so viele Möglichkeiten, um auf neuartige Weise bedeutsame Verbindungen in Bildung, Diplomatie, mehrsprachigen Familien und Unternehmen zu knüpfen.”

Das Feature soll dabei helfen, Sprachbarrieren zu überwinden. Es kombiniert Skypes Sprach- und Instant-Messaging-Techniken mit Microsoft Translator und auf neuronalen Netzwerken basierende Spracherkennung.

Aktuell unterstützt der Skype Translator Nadella zufolge rund 40 Sprachen. Die Funktion soll noch dieses Jahr als Beta-App für Windows 8 erscheinen und auf allen Geräten verfügbar sein.

[Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de, Bild: Screenshot Recode]

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  1. Also bei dem Video nervt nicht nur die mangelhafte Übersetzung bzw Spracherkennung, sondern vor allem ihre Achterbahn fahrenden Grimassen… Keiner spricht so! Niemand!

  2. Gefällt mir!
    Ein Beitrag zu besseren internationalen Verständigung und für mehr Weltfrieden.
    Auch wenn Schnüffler wie NSA, die Inhalte mitschneiden und auswerten wird !

    Wäre auch gut für EU-Parlament, wo der Übersetzungsdienst sehr viele Millionen kostet.
    Nebenbei sollte man die betrügerisch Reise- Spesen abzockenden EU- Parlamentarier, zu Arbeit mit Videokonferenzen verdonnern !

    Und wann wird das lästige pauken von Fremdsprachen ganz überflüssig ???

    Das Schreiben lernen ist bereits heute schon überflüssig,
    den die Diktiersoftware wie „Dragon NaturallySpeaking Pro“ funktioniert nahezu perfekt.

    Die Menschen sind aber wie nostalgische Maschinenstürmer.
    Es braucht Umgewöhnungszeit.

  3. Ich vermute mal, auch aufgrund der Übersetzungsfehler vom Deutschen ins Englische, dass die Spracherkennung im Deutschen weit weniger gut funktioniert als im Englischen. So würde sich erklären, warum die junge Frau so steif spricht. Möglicherweise bezieht die Spracherkennung auch eine optische Erkennung der Gesichtsbewegungen mit ein, was ihre Gesichtsakkrobatik erklärte. Zudem muss gesagt werden, dass die Übersetzungsfehler vom Englischen ins Deutsche doch häufig waren und der ein oder andere Satz gar nicht verständlich war. Aber grundsätzlich eine Superidee, die hoffentlich bald Marktreife erlangt. Beruflich wären für mich ja eher Sprachen wie Twi oder Arrabisch interessant. Einsatzgebiete sehe ich auf jeden Fall wie Sand am Meer.

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