Ear Force XO Four: Guter Klang kann so unbequem sein [Test]

Turtle Beach Ear Force XO Four

Das Ear Force XO Four von Turtle Beach ist ein speziell für Xbox One entwickeltes Gaming-Headset, eignet sich aber auch für PC und PlayStation 4. Besitzer von Microsofts aktueller Konsole haben bisher noch eine recht geringe Auswahl hochwertiger Headsets. Das Ear Force XO Four könnte das weitestgehend ändern.

Online-Gamer wissen sie zu schätzen: Headsets. Sie erlauben die volle Konzentration auf das Spielgeschehen, während ihr unkompliziert mit euren Teammitgliedern kommunizieren könnt. Im Folgenden haben wir uns das neueste Gerät von Turtle Beach mit dem Kostenpunkt von rund 110 Euro am PC genauer angesehen.

Lies hier, was es sonst noch von Turtle Beach gibt!

Ear Force XO Four: Klang

Das wichtigste gleich zu Beginn: Für optimalen Sound beim Zocken ist vor allen Dingen Folgendes wichtig: Satte Bässe und darin klare Mitten. Sie machen sich beim Spielen als Schritte, Schüsse oder ähnlichem bemerkbar. Guter Sound kann im Eifer des Gefechts schon einmal über Erfolg und Misserfolg entscheiden. An dieser Stelle kommen wir zum Ear Force XO Four. Es bietet genau das: Die kräftigen Bässe, die das Headset liefert, eignen sich vor allem für actiongeladene Spiele. In den Mitten liefert das Headset ordentlich ab. Verlangt ihr dem Ear Force XO Four jedoch etwas mehr ab, und das beginnt bei etwa epischen Cutscenes mit Musikuntermalung, wird es nach oben hin dünn: Denn in den Höhen wird der Ton hörbar abgedreht und schmälert den sonst durchweg guten Eindruck des Sounds etwas. Für Musikliebhaber ist das Gerät definitiv keine Kopfhöreralternative mit Mikrofon. Für den Großteil der Spiele und Spieler sollte der Ear Force XO Four aber den Klang liefern, den sie beim Zocken brauchen und erwarten. Höchstens malerische Rollenspiele mit entsprechendem Soundtrack dürften die Schwächen des Gerätes deutlich machen.

Das Mikro übermittelt eure Stimme mit hoher Qualität. Allerdings lässt es sich kaum verstellen und stört somit im Blickfeld.

Das Mikrofon ist von guter Qualität und übermittelt eure Stimme glasklar. Ein Windschutz ist aber leider nicht im Lieferumfang enthalten, was auch schon mal zu Störgeräuschen bei stark schnaufenden Gesellen führen kann.

Lieferumfang, Verarbeitung und Design

Das Headset befindet sich in einer recht großen und etwas umständlich verpackten Box, in welcher nicht mit Plastikmüll gespart wurde. Denn der tatsächliche Inhalt ist überschaubar: Das Kopfhörerpaar mit separatem Mikrofonteil, ein USB-Kabel für den im Ear Force XO Four nicht austauschbaren Akku sowie ein mit Tasten besetzter Adapter für den Controller. Das war es auch schon.

Turtle Beach Ear Force XO Four

Der Adapter wird an den Controller angeschlossen und erweitert ihn um nützliche Funktionen. Seine Tasten haben perfekte Druckpunkte.

Die Verarbeitung des Headsets ist durchweg solide, auch wenn es nicht übermäßig hochwertig wirkt. Aufgerauter Kunststoff bildet dabei die Hauptkomponente. Der Bügel ist von einem weichen, mit Kunstleder überzogenen Polster umhüllt, welcher den Tragekomfort insgesamt aber nur geringfügig bessert – hierzu später mehr. Die an Gelenken befestigten Ohrhörermuscheln ziert ein hellgrüner Ring, welcher schließlich den Übergang zu den Polstern bildet. Ihre Flexibilität hat Luft nach oben und auch das eher raue Überzugsmaterial schmeichelt nicht unbedingt den Ohren. In die linke Muschel wird das Mikrofon eingesteckt, welches circa 17 cm lang und ziemlich starr ist. Insgesamt zeichnet sich das Ear Force XO Four durch eine eher zweckmäßige Gestaltung aus, was keineswegs negativ gemeint ist.

Wie bereits angesprochen verfügt das Headset über eine eigene Stromversorgung. Im Test hielt der eingebaute Akku für etwa sieben Stunden durch, danach ging es wieder an die Steckdose. Natürlich lässt sich das Gerät auch im Netzbetrieb verwenden, dafür ist das beiliegende Kabel allerdings etwas zu kurz geraten. Angesichts der akzeptablen Akkulaufzeit aber sicherlich zu verschmerzen.

Ear Force XO Four

Die beweglichen Ohrhörermuscheln umschließen das Ohr perfekt. Das Überzugsmaterial ist dafür etwas kratzig.

Tragekomfort

So sehr der Sound beim Spielen gefallen hat, so unbequem war das Turtle Beach-Headset leider auch. Und dies bezeugten mehrere Personen unterschiedlichen Kopfumfangs. Doch eines nach dem anderen: Zwar schmiegt sich das Gerät aufgrund seiner dreh- und schwenkbaren Ohrhörermuscheln gut an und umschließt die Ohren vollends, dafür übt der Bügel einen recht hohen Druck auf den Kopf aus, was nach einiger Zeit sehr unangenehm ist. Dies bessert sich geringfügig mit unterschiedlichen Längeneinstellungen, welche ab einem gewissen Grad wiederum den sicheren Sitz verschlechtern. So viel allgemein zum Tragekomfort. Persönlich empfand ich die Ohrpolsterung als etwas kratzig. Das ist aber Gewohnheitssache. Schlussendlich störte das recht starre Mikrophon im peripheren Blickfeld.

Fazit

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Eigentlich schade: Das Turtle Beach Ear Force XO Four wäre so ein gutes Headset. Klang- und Mikroqualität sind ohne Zweifel absolut zockerfreundlich. Super ist auch, dass es, dem Verpackungshinweis zum Trotz, auf vielen Plattformen nutzbar ist. Leider störte das auf Dauer zunehmend schmerzende Druckgefühl und das ständig vor den Augen sitzende Mikrofon so sehr, dass der rein von technischer Seite gute Eindruck das Gesamtnutzungserlebnis deutlich beeinträchtigt. Das Zünglein an der Waage ist schließlich die in Anbetracht des Preises von 110 Euro recht wenig wertig wirkende Kunststoffverarbeitung.

plusMit vielen aktuellen Plattformen kompatibel

plusEigene Stromversorgung für etwa sieben Stunden

plusZum Zocken auf Action optimierter Sound…

minus…allerdings mit Schwächen in den Höhen

minusAuf Dauer unangenehmes Tragegefühl und störende Mikrofonpositionierung

minusRobuster aber nicht sonderlich hochwertiger Eindruck (Materialien/ Verarbeitung)

 

 

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  1. Ich frage mich, welchen Akku sie beim Test geladen haben? Das Headset besitzt dich gar keinen Akku, es bezieht den Strom vom Controller. Habe es selbst hier und es ist kein anschluss für ein USB kabel vorhanden. Also das verstehe ich nicht ganz.

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