Google Self Driving Car – Fluch oder Segen?

Google-Auto-boese

Google hat letzte Woche einen Prototypen ihres lenkradloses, komplett autonom fahrenden Google-Gefährts vorgestellt. Die Insassen können nicht in das Fahrverhalten des Autos eingreifen. Das gleichzeitig gelaunchte Image-Video soll zeigen: Hey wenn sogar diese Omi dem fahrenden Roboter vertraut, dann kannst du das auch. Aber können wir das wirklich? Ich bin skeptisch.

Zugegen: Ich finde den Gedanken in einem Auto die Kontrolle zu 100 Prozent an einen Computer abzugeben beunruhigend. Schließich gibt es in dem Google-Auto nicht einmal ein Lenkrad, um im Zweifelsfall eingreifen zu können. Kann man einer Software wirklich soweit vertrauen, dass sie keine Fehler macht, im Notfall gar moralische Entscheidungen trifft?

Google Almighty

Oder auch weniger philosophisch: Was passiert wenn sich das ganze System bei 140 km/h auf der Autobahn aufhängt? Auch steht die Frage im Raum ob mich das autonome Auto wirklich immer an mein gewünschtes Ziel bringt. Denkbar sind beispielsweise Hacker (Regierungen?), welche die Kontrolle über das Gefährt erlangen und im schlimmsten Fall unliebsame Mitmenschen frontal gegen einen Laster steuern.

Die im Video gezeigten Senioren, Kinder und sogar ein Sehbehinderter scheinen keinerlei derartige Bedenken zu haben. Ganz im Gegenteil: Diese untypischen Test-Fahrer haben in dem lustigen Auto wahrhaft ihren Spaß.

  • Würdest du dich in einem 100 Prozent autonom fahrenden Auto sicher fühlen?
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Selbstredend, dass es sich hier lediglich um ein Image-Video handelt. Die Technik ist noch viele Jahre von einer Serienreife entfernt. Auch eine rechtliche Grundlage um die mobilen Roboter auf die öffentliche Straße loszulassen muss erst gegeben sein.

Alle Details zu Googles selbstfahrendem Auto

Google-Auto-Titel

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  1. wieso bitte soll man der software nicht vertrauen ?!
    es gibt soviele bereiche in denen wir computersystemen blind vertrauen (müssen).
    von so wichtigen sachen wie atomkaftwerke bis hın zu autopiloten bei flugzeugen.
    der mensch stellt doch statistisch gesehen die viel grössere gefahr dar.

    1. Abgesehen davon, dass bereits jeder einer Software vertraut. Oder glaubt noch irgendjemand, dass Ampeln nicht über eine Software gesteuert werden? Sollte die Software da mal spinnen und beiden Kreuzungsstraßen grün geben, wäre das vermutlich nicht weniger schlimm wie ein ausfallendes autonomes Fahrzeug..

    2. Eine Ampel ist eine recht simple Software im Vergleich zu einem autonomen Fahrzeug im täglichen Straßenverkehr.
      Eine Ampel kann und konnte schon gehackt werden und hat erhebliches Chaos verursacht.

      Wie oft hängt sich mein Android auf?
      Wie oft wird sich ein Auto bei voller Fahrt aufhängen? 1 Mal reicht doch schon.
      Dann wäre es doch sehr fatal, wenn man es nicht selber steuern könnte.

      Nimm doch einmal das Beispiel aus dem Film „I, Robot“. Da kommt er in eine gefährliche Situation und muss selbst steuern. Was wäre passiert, wenn er dies hätte nicht tun können?

  2. Weniger Unfälle.
    Weniger Kosten für Taxi / Transport.
    Weniger Jobs.
    Und mehr Komfort,
    bzw. mehr Zeit für sinnvollere Tätigkeit als lenken.

    Führerscheine werden überflüssig.
    Radarfallen auch überflüssig.
    Punkte in Flensburg werden auch überflüssig.
    Aber auch weniger Knollen für die abzockende Kommunen, Länder und Bund !

    Vom mir aus so schnell wie möglich einführen !

    Also alles Easy, bis auf die arbeitslosen Fahrer und Fahrlehrer…

    1. Ähnliches wird bei Bahnen und Flugzeugen folgen.
      Dann können die Piloten und Zugführer nicht mehr mit exorbitanten Lohnforderungen die Gesellschaft erpressen…

  3. Grundsätzlich freue ich mich auch schon auf das selbstfahrende Auto.
    Keine Parkplatzsuche mehr, mehr Zeit für andere Dinge, weniger Unfälle und weniger Staus, durch bessere Fahrweisen und Fahrzeugen, die miteinander Kommunizieren.

    Dagegen stehen natürlich die Negative Folgen: Taxi-Fahrer, LKW-Fahrer … halt jeder der ein Fahrzeug als Arbeitsplatz hat, wird früher oder später seinen Job verlieren. z.B. sagt eine Statistik, dass es allein in Deutschland 2,6mio Nutzfahrzeuge gibt. Also Autos, die für den Transport von Personen oder Gütern gedacht sind. Die Anzahl der Kraftfahrer, die damit ihren Job verlieren wird vermutlich deutlich höher ausfallen.

    Die großen Gewinner werden CarSharing-Unternehmen wie Car2Go und Co sein. Da die Autos vermutlich unerschwinglich sein werden, werden Sie Anfangs hauptsächlich bei solchen Unternehmen anzutreffen sein. Und Wer braucht noch ein eigenes Auto vor der Tür, wenn per Klick das CarSharing-Auto direkt an der Tür vorfährt. Egal wo man gerade ist.

    Die Idee und die Technik ist schon genial, aber die Folgen werden mit Arbeitslosigkeit und nochmehr Abhängigkeit bestraft.

  4. Wie stellen Sie sich denn das „ins Fahrverhalten eingreifen“ vor?
    Wenn das Auto selber fährt werden die wenigsten den Straßenverkehr so aufmerksam folgen wie sie es aktuell tun. Das erfassen einer potentiell gefährlichen Situation dauert schon mal länger, das reagieren darauf sowieso. Bevor da jemand eingreifen kann klebt das Auto schon am Hindernis oder es steht bereits.

  5. Also ich würd mich in so ne Kiste auf ner öffentlichen Strasse nicht 1 sec reinsetzen..
    aber nicht weil ich der Software nicht vertraue.. oder ich Angst vor nem Hacker etc hätte..
    sondern aus nem viel einfacheren Grund..

    Die Leute die sowas entwerfen.. denken da immer an ne heile Traumwelt..

    Das größte Problem sind die unvorhersehbaren Sachen…
    – Ein normaler Autofahrer, fremd in der Stadt, der plötzlich ne Vollbremsung macht weil er noch schnell rechts abbiegen will
    – Ein Ball der von Spielenden Kindern auf die Strasse gekickt wurde..
    – Eine Person, die von ner andern auf die Strasse geschubst wird..
    – Gegenstände, die von ner Brücke geworfen werden..
    – Betrunkener Autofahrer..

    Sicher… ein Computer kann auf solche Sachen schneller reagieren als nen Mensch..
    aber ich glaube nicht das ein Computer jetzt schon in der Lage ist z.b. Personen am Strassenrand richtig zu beurteilen und sich auf mögliche Szenarien vorzubereiten

    oder anders gesagt.. so nen System kann nicht sicher funktionieren solange nicht ein Großteil der Fahrzeuge selbstfahrend sind..

    Linienbusse etc vollständige zu automatisieren halte ich auch für nen Fehler..
    z.b. wegen Frauen mit Kinderwagen und Älteren Personen, die nur recht langsam ein/aussteigen können

    1. -bei dem typ der schnell rechts abbiegt kann ein computer schneller reagieren.
      -die spielenden kinder und der geschubste typ.. nunja ein mensch kann vorausahnend langsemer fahren. pragmatisch gesehen sterben mehr spielende kinder dafür überleben andere leute die durch den risikofaktor mensch gesorben wären. laut statistik ein punkt fürs selbstfahrende auto.
      -gegenstände von ner brücke.. denke da wird ein mensch am steuer wohl die besseren karten haben
      -bei betrunkenen autofahrern wird das wohl glückssache sein ob man noch ausweichen kann. sehr situationsbezogen.. wenn, wie du schon sagtest, die mehrheit so ein system nutzt können die ruhig betrunken sein wenn sie im selbstfahrenden auto sitzen :P

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