Launch now: Kickstarter lockert Regeln

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Die Crowdfunding-Plattform kickstarter.com lockert die eigenen Regeln für den Kampagnenstart und wird damit vermutlich ein Problem bekommen. Wie die Seitenbetreiber gestern mitteilten, werden einige Verbote ganz gestrichen sowie mit Launch Now ein vereinfachter Projektstart ermöglicht.

Crowdfunding-Plattformen haben ohnehin ein Problem mit sinnlosen oder gar betrügerischen Geldvernichtungsprojekten. Kickstarter, die bekannteste und größte Crowdfunding-Plattform, stellt dabei eine der wenigen Ausnahmen dar. Bislang wurden die Kampagnen von Mitarbeitern des Unternehmens geprüft.

Das wird sich nun ändern: Künftig werden mit dem Algorithmus „Launch Now“ Computer darüber entscheiden, ob ein Projekt nun eine potentielle Geldvernichtungsmaschine ist oder nicht. Grundsätzlich wird lediglich noch verlangt, keine karitativen, illegalen oder gefährlichen Cowdfunding-Projekte zu starten. Und natürlich müssen die Verantwortlichen stets „ehrlich“ sein – Nicht unbedingt eine Eigenschaft, mit der man die Gattung Mensch primär beschreiben würde.

Wie The Verge gestern feststellte, schrumpfte das Kickstarter-Regelbuch von 1000 auf 300 Wörter. Manche Vorgaben wurden komplett über den Haufen geworfen: Beispielsweise dürfen nun Designer von Sonnenbrillen mit dem Geldeinsammeln beginnen.

Vor allem auf US-amerikanischen Seiten riefen die Änderungen ein großes Echo hervor. Nicht zuletzt befürchten viele Kommentatoren, dass Betrügern nun Tür und Tor geöffnet würde. Das Geschrei war so groß, dass sich das Unternehmen noch am selben Tag zu einer Stellungnahme gezwungen sah: Selbstverständlich werde man auch neben dem „ausgefeilten Algorithmus“ weiterhin Projekte durch Mitarbeiter prüfen.

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  1. „… „ehrlich“ sein – Nicht unbedingt eine Eigenschaft, mit der man die Gattung Mensch primär beschreiben würde.“
    .
    Die überwältigende Mehrheit der Menschen ist ehrlich. Bitte überprüfen Sie Ihr Weltbild nochmal.

  2. Was bedeutet denn „bislang wurden die Kampagnen von Mitarbeitern des Unternehmens geprüft“ konkret? Wer prüft hier was? Ich habe 2011 an einer Kampane teilgenommen und auf keinen Fall den Eindruck, dass Seriösiät der Anbieter und der Produktidee von Kickstarter geprüft wurde. Denn bis Heute gibt es weder das angekündigte Produkt noch das Geld zurück. Einfach mal „crypteks“ in die Suchmaschine eingeben.

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