Test: Awox Lampen sind smart, schwer und spielen Musik

Awox

Die Beleuchtungen der letzten Jahre wurden stetig komplexer. Ein Beispiel sind die Lampen von Awox, die sich nicht nur dimmen lassen, sondern auch Musik wiedergeben können. Wir haben sowohl Bluetooth- als auch WLAN-Variante getestet.

Du feierst Geburtstag in deiner Wohnung. Tanzmusik dringt aus dem großen Wohnzimmer, doch beim Eintreten aus dem Treppenhaus hören deine Freunde zunächst sanfte, leise Musik von der Decke, die sie warmherzig begrüßt. Aber wo sind die Lautsprecher?

Ein positiver erster Eindruck scheint mit dieser LED-Lampe bereits besiegelt. Wir haben versucht zu ermitteln, wie gut die kombinierte Deckenbeleuchtung in ihren Einzelheiten wirklich ist.

Ein dicker, schwerer Strahlemann

Und nicht nur einer. Beide Awox sind wirklich schwer und es gilt darauf zu achten, dass die gesamte Lampe auch fest an der Decke sitzt. Die Bluetooth-StriimLight und die WiFi-StriimLight (beide 680 Gramm) sind mit ihren massigen Körpern zudem nicht für jede Lampe geeignet. Wem eine der StriimLights auf die Birne fällt, der wird mindestens eine kleine Beule bekommen.

Á propos Birne: Beide Lampen leuchteten gleich hell. Diesen Wohnungseingang konnten sie gerade ausreichend mit Licht fluten, wenngleich auf dem Bild die schwächste Dimmstufe zu sehen ist. Da die Milchglasabdeckung nicht mehr auf die Lampe passte, strahlte die Awox lediglich an die Wand.

[Die schwächste Dämmstufe]

[Die schwächste Dämmstufe]

Die schwächste Dimmstufe ist – gegen eine Wand gerichtet – gerade nicht zu hell für eine angenehme Schlafzimmer-Atmosphäre. Darüber hinaus sollen laut Handbuch keine externen Dimmschalter zusammen mit den Awox StriimLight verwendet werden. Auf dem nächsten Bild werden die verhältnismäßig großen Dimensionen der Lampen deutlich.

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Der Sound aus der Lampe

Bezüglich der Klangqualität boten beide Lampen eine mittelmäßige Performance. Schwache Bässe, fade Höhen – ein insgesamt dünner, aber dennoch angenehmer Sound. Wer gute Boxen oder Kopfhörer gewohnt ist, wird natürlich nicht auf seine Kosten kommen. Im Vergleich zu den meist spärlichen Lautsprechern von Notebooks oder Smartphones haben die Awox-Lampen aber klar die Nase vorn. Definitiv empfehlen können wir sie beispielsweise für sanfte Hintergrundmusik in Wartezimmern. Aber auch für den Privatgebrauch sind sie ein nettes Gadget.

Bei der Bluetooth-Variante wird jeder Sound vom Smartphone direkt übertragen. Man kann also den eigenen Player verwenden, wohingegen für die Awox StriimLight Wi-Fi eine kostenlose App erforderlich ist. Dazu später mehr.

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Konnektivität der Awox

Am einfachsten gestaltet sich die Awox StriimLight SL-B10 mit Bluetooth-Anschluss. Zuerst schraubt man die Lampe in die Fassung und knipst das Licht an. Wenn Bluetooth am Smartphone oder Tablet aktiviert wurde, verbindet man sich mit der Lampe – fertig! Jetzt wird die Musik auf dem Player automatisch übertragen.

Etwas aufwendiger, dafür facettenreicher ist die Wi-Fi-Variante der Awox. Das Einsetzen und Anknipsen der Lampe war auch hier der erste Schritt. Anschließend drückten wir fünf Sekunden auf den WLAN-Knopf an der Unterseite der Awox-Lampe und luden die App “Awox Striim Control”, die für Android sowie iOS verfügbar ist, herunter. Dort befolgten wir die erläuterten Schritte. Dazu gehörten das Verbinden des Smartphones und der Awox StriimLight Wi-Fi per WLAN sowie das Einrichten einer Verbindung zwischen Lampe und Router.

Übrigens: Wird eine Verbindung eingerichtet oder getrennt ertönt eine laute Frauenstimme (Wi-Fi) beziehungsweise zwei Signaltöne (Bluetooth). Wer schreckhaft ist, sollte währenddessen nicht mehr auf dem Stuhl stehen.

Beide Lampen besitzen eine eigene Fernbedienung, die Ton und Licht unabhängig voneinander steuerbar machen. Im Falle der Bluetooth-Variante lässt sich damit “nur” das Licht ein- und ausdrehen sowie der Ton lauter, leiser oder Stumm schalten.

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Bei der Wi-Fi-Variante besitzt die Fernbedienung etwas mehr Möglichkeiten. Hier lässt sich das Licht stufenweise dimmen und einzelne Musikstücke in fünf Speicherslots sichern.

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Mit einem WPS-fähigen Router lässt sich die StriimLight Wi-Fi auch per Knopfdruck auf die WPS-Taste am Router und der Lampe mit dem Internet verbinden. Ohne Smartphone oder Tablet zum Auswählen der Musik oder des Radios macht die StriimLight aber wenig Sinn. Deshalb erschien die Infrarotfernbedienung, deren einziger wirklicher Vorteil gegenüber dem Smartphone die längere Batterielebensdauer ist, beinahe überflüssig. Die Fernbedienung besitzt eine mitgelieferte Knopfbatterie.

Als überaus praktisch empfinden wir dagegen die Reichweitenexpanderfunktion der StriimLight Wi-Fi. Sie vergrößert die Reichweite des WLAN, das dann mit dem Namenszusatz “-EXT” in den Netzwerken markiert ist.

[So sieht die Lampe aus, wenn das Licht aus, der Strom aber noch an ist.]

[So sieht die Lampe aus, wenn das Licht aus, der Strom aber noch an ist.]

Die App zur Lampe

Sie wird nur bei der Awox StriimLight Wi-Fi angeboten, ist kostenlos und dient zunächst zur Installation. Aber auch das Dimmen des Lichts sowie die Lautstärkeregelung sind damit möglich und funktionieren sehr geschmeidig. Musik lässt sich entweder aus der eigenen Ordnerstruktur in den Player einfügen oder über den Musik-Streamingdienst Deezer, beziehungsweise das Internetradio samt 15.000 Sender und Podcasts hören. Dort lassen sich auch Genre- sowie Sprachfilter anwenden.

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Das funktionierte alles gut – einzig der automatische Wechsel zwischen den einzelnen Songs meiner Playlist dauerte bis zu 15 Sekunden. Das verunsicherte uns etwas. Wählt man selbst den nächsten Song aus, vollstreckt sich der Wechsel aber binnen einer, maximal zwei Sekunden. Ansonsten gewährt der Player Standard-Funktionen wie “Nächster Song”, “Vorheriger Song”, “Random” oder “Endlosschleife”.

Das Hinzufügen der einzelnen Songs zur Playlist geschah im Reiter “Find Music” unter “Local Music”. Hier musste man innerhalb der Smartphone-Verzeichnisse jeden Song einzeln anwählen und entweder direkt abspielen oder zur Liste hinzufügen – etwas nervig. Dafür lässt sich in der App beispielsweise auch einstellen, ob die Lampe bei einem eingehenden Anruf stummschalten soll.

Diese LED-Lampe sieht aus wie eine klassische Glühbirne.

Spezifikationen zu beiden Lampen

Lichtstärke: 40 Watt Glühlampe, 8 Watt vertikale LED, 475 Lumen vertikal

Lichttemperatur: 3.000 Kelvin (warm, weiß)

Chip LED: 35-36 pcs (maximal 6,7 Watt)

Lichtkontrolle: Unabhängig zum Sound über Infrarotfernbedienung hinzu- oder abschaltbar

Abstrahlwinkel: 120 Grad

Lautsprecher: 10 Watt, 2 Zoll Durchmesser, 8 Ohm Impedanz, 0,2 kHz bis 20 kHz Bandbreite

Fassung: Standard E27 Sockel

Stromversorgung: 110 bis 240 Volt, 21 Watt

Abmessungen: 111,5 Millimeter mal 95 Millimeter mal 95 Millimeter (Höhe mal Breie mal Länge)

Gewicht: 680 Gramm

Lieferumfang: Infrarotfernbedienung, Mini-CD-ROM mit Awox StriimServer Software für PC und Mac (Wi-Fi-Variante), Handbuch

[Innerhalb des leuchtenden LED-Rings liegt der Lautsprecher.]

[Innerhalb des leuchtenden LED-Rings liegt der Lautsprecher.]

Spezifikationen zur Bluetooth-Lampe SL-B10

Übertragungs-Protokoll: A2DP

Bluetooth-Profil: AVRCP

Preis: Circa 73 Euro auf Amazon

 

Spezifikationen zur WLAN-Lampe SL-W10

WLAN-Anzeige: Blaue Lampe (Blinkt: Starten, Konstantes Leuchten: Bereit)

WPS-Taste: Kurzer Tastendruck (Autokonfiguration), langer Tastendruck (Reset)

Preis: Circa 124 Euro auf Amazon

Integriertes Musikangebot: Internetradio, Deezer

Software: DLNA 1.5 DMR zertifiziert, DMS

Codecs-Unterstützung: MP3, AAC, WMA, WAV, LPCM

 

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4 von 5 Sterne im Gizrank

 

Gesamtfazit

Die Awox StriimLight können sowohl in der Bluetooth- als auch in der WLAN-Variante mit ihren Funktionen und der einfachen Bedienung überzeugen. Eine teure Stereo-Anlage ersetzen die Lampen zwar keineswegs, für angenehme Hintergrundmusik im Flur oder dem Wartezimmer eines Arztes eignen sich die LED-Lampen aber umso besser. Hierfür empfehlen wir dann die StriimLight Wi-Fi, bei der das integrierte Internetradio automatisch für durchgehende Beschallung sorgt. Nur schade, dass die WLAN-Version um ganze 50 Euro teurer ist, als die Bluetooth-Lampe.

 

plus Einfache Installation

plus Praktisches Internetradio

plus Reichweitenexpander fürs WLAN

plus Einfache Bedienung

plus Angenehme Dimmfunktion

plus Überraschungsmoment bei Gästen, die den Lautsprecher suchen

minus Mittelmäßiger Sound

minus Passt aufgrund des Gewichts und der Größe trotz Standard-Fassung nicht in jede Lampe

minus Hoher Preis. Je eine Bluetooth- und WLAN-Lampe kosten zusammen fast 200 Euro.

IWY leuchten die toll – steuerbare LED-Lampen eingeschraubt.

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