6 Facebook-Tipps für deine Privatsphäre

(Bild: Shutterstock)

Was mit einem leichtfertigen Umgang des sozialen Netzwerks Facebooks passieren kann, ist hinlänglich bekannt. Jüngst wurden deshalb sogar 145 mutmaßliche Kriminelle in New York festgenommen. Das IT-Sicherheitsunternehmen Sophos listete nun die sechs wichtigsten Privatsphäre-Einstellungen für Facebook auf. Wir hoffen aber, dass ihr diese längst kennt und nutzt.

Angesichts der bevorstehenden Sommerferien sowie der Fußball-Weltmeisterschaft wittert man bei Sophos eine ganze Welle von Glücks- und Unglücksmomenten, die auf Facebook leichtfertig mit aller Welt geteilt werden. Schließlich will laut Internetworld nur jeder siebte Deutsche während der Ferienzeit auch Urlaub vom Internet nehmen. 60 Prozent der im Rahmen einer Studie befragten Privatpersonen nehmen ein oder mehrere internetfähige Geräte mit in den Urlaub und 80 Prozent von ihnen haben die Nutzung des Geräts bereits fest eingeplant.

All das passiert in Facebook binnen einer Minute.

Facebook ist bekannt dafür, seine Einstellungen in regelmäßigen Abständen zu verändern. Häufig erfolgen Updates in so kurzer Abfolge, dass die Nutzer entstandene Schwachstellen erst spät oder gar nicht bemerken und die daraus entstehenden Konsequenzen womöglich auch gar nicht absehen können.

Im Falle der jüngsten Facebook-Pläne, die den Zugang auch für Kinder unter 13 Jahren erlauben sollen, wären die Geschädigten noch jünger als bisher. Für die Sicherheit in sozialen Netzwerken ist es ratsam, die Einstellungen und Updates im Auge zu behalten – sei es für den eigenen Account oder auch den der Kinder.

Die einfachen, aber effektiven Tipps der SophosLabs-Experten helfen dabei, im Rahmen der begrenzten Facebook-Möglichkeiten die größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten.

1. Wer kann dich sehen?

Gleich vorab: Hier hat Facebook kürzlich gute Arbeit geleistet und die Standard-Einstellung für neue Mitglieder zugunsten der Privatsphäre verbessert. Das heißt, dass nur noch Freunde die eigenen Posts sehen können. Zudem weist der Privatsphäre-Dino für Nutzer mit geringen Privatsphäre-Einstellungen daraufhin, nicht öffentlich zu posten, sondern die Reichweite auf seine Freunde zu beschränken. Wer dennoch etwas ändern möchte oder muss, erhält hier die Anleitung:

Klick auf das kleine Schloss-Symbol rechts oben (die Privatsphäre-Einstellungen) und wähle „Wer kann meine Inhalte sehen?“. Unter der Rubrik „Wer kann meine zukünftigen Inhalte sehen“ kann man „Öffentlich“, „Freunde“, „Nur ich“ oder „Benutzerdefiniert“ auswählen. Empfehlenswert ist hier alles außer „Öffentlich“. In diesem Fall ist jeder neue Eintrag für die gesamte Facebook-Gemeinde sichtbar.

Wenn Bedarf an großer Aufmerksamkeit besteht, weil man zum Beispiel ein soziales Projekt fördert, können spezielle Beiträge einfach manuell auf „Öffentlich“ gestellt werden. Der Button befindet sich direkt über dem Eingabefeld.

Auch die Leserschaft der bereits geposteten Mitteilungen sollte man nach Sophos Meinung eingrenzen. Klick dazu auf den kleinen Pfeil rechts oben und wähle im Pop-up-Fenster „Einstellungen“ aus. Anschließend in den Privatsphäre-Bereich auf der linken Seite gehen und bei „Wer kann meine Inhalte sehen“ die Option „Vergangene Beiträge einschränken“ wählen. Anschließend kann man über die Schaltfläche „Alte Beiträge beschränken“ sicherstellen, dass diese nur noch von Freunden gelesen werden können.

Zusätzlich kann es auch nicht schaden, zu prüfen, wie offenherzig die „Über mich“-Rubrik geraten ist. Gehe hierzu auf „Seiteninfo aktualisieren“ unter dem Coverbild und wähle den Bereich aus, der bearbeitet werden soll. Auch hier kann man selbst entscheiden, was sichtbar sein soll.

145 mutmaßliche Kriminelle wegen Social-Media-Postings festgenommen.

2. Wer kann mich kontaktieren?

Wer nicht von Fremden angeschrieben werden möchte, geht erneut auf das Schloss-Symbol rechts oben und klickt auf „Wer kann mich kontaktieren?“. Standardmäßig ist hier „Einfaches Filtern“ ausgewählt. Das bedeutet, dass sowohl Freunde, aber auch Leute, die einen potenziell kennen könnten, eine Nachricht schicken können. Und die Anzahl dieser potenziellen „Bekannten“ kann ganz schön groß sein.

Wer es nur Freunden ermöglichen möchte, Nachrichten zu schicken, wählt einfach die Option „Strenges Filtern“ aus. In diesem Bereich kann man bei Bedarf auch limitieren, wer Freundschaftsanfragen senden darf.

3. Wer kann mich finden?

Das Internet macht das Auffinden von privaten Profilen auf Basis von Namen oder Kontaktdaten sehr einfach. Entsprechend kann natürlich auch ein Facebook-Account mit Hilfe der E-Mail oder Telefonnummer, die man zum Anmelden nutzt, gefunden werden.

Um das zu verhindern, wählt man das Pop-up-Fenster mit dem Pfeil links oben aus und wählt „Einstellungen“. Anschließend klickt man im Privatsphärenbereich auf der linken Seite „Wer kann nach mir suchen?“. Standardmäßig hat Facebook hier „Alle“ eingetragen. Das sollte man ändern und entsprechend eine der anderen Optionen bei E-Mail und Telefonnummer wählen.

4. Lass dich benachrichtigen.

Es kann für die Sicherheit des Accounts hilfreich sein zu erfahren, ob von einem unbekannten Computer oder einem anderen Gerät auf deine Facebook-Seite zugegriffen wurde. Um dem Zugriff einen Riegel vorzuschieben, muss man wieder in die „Einstellungen“ gehen. Wähle dann den Bereich „Sicherheit“ auf der linken Seite aus und klick auf „Anmeldebenachrichtigungen bearbeiten“. Jetzt kann man sich aussuchen, ob man im Fall der Fälle per E-Mail oder SMS informiert werden möchte. „Änderungen speichern“ nicht vergessen, um das Feature zu aktivieren!

5. Aktiviere die Log-in-Berechtigungen.

Last but not least kann man ein weiteres Sicherheitslevel auf Facebook aktivieren, wenn der Facebook-Account von einem unbekannten Browser aufgerufen werden soll. Wenn man diesen Service nutzen will, schickt Facebook einen Code auf das Telefon, den man zum Log-in eingeben müssen. Dazu geht man erneut in Einstellungen und aktiviert im Bereich „Sicherheit“ die Option „Anmeldebestätigungen“.

Ab sofort muss man einen Code eingeben, wenn man Facebook von einem Gerät nutzt, das man nicht standardmäßig verwendet. Dafür macht es dieses Feature Hackern auch sehr viel schwerer, einen Account zu kapern. Zu beachten ist hier allerdings, dass die Code-Eingabe auch dann notwendig ist, wenn man bei seinem Browser automatisch die History löschen lässt oder einen Privatmodus aktiviert.

6. Nutze unterwegs ein sicheres WLAN

Dieser Tipp ist zwar nicht Facebook-spezifisch, angesichts der kriminellen Möglichkeiten, wie hier beschrieben, aber nicht zu unterschätzen. Deaktiviere die automatische Einwahl deines Gerätes in verfügbare Netze und misstraue kostenlosen Hotspots. Häufig sind diese Netze völlig ohne Schutz. Verwende, wann immer möglich, sichere Verbindungen. Man erkennt sie in der Regel an einem Schloss oder dem „https“ vor der URL, wobei auch solche SSL-Zertifikate schon in die Hände von Kriminellen gelangten.

Schalte automatische Verbindungen von Apps oder Lokalisierungsdiensten aus. Logge dich vollständig aus verwendeten Konten aus, wenn diese von einem fremden Rechner im Hotel oder Café aus aufgerufen wurden.

Wem das Privatsphäre-Gejaule um Facebook auf die Nerven geht, der sollte sich einfach dieses Video ansehen.
mqczs1mtrba5h6b2pdwjAch ja, ansonsten gilt natürlich: Folge uns auf Facebook!

[Via Sophos, Bild: Shutterstock]

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