Wie ein gefrorenes Ameisenfloß neue Erkenntnisse für das Design von Robotern liefern kann [Video]

Ameisen

Ein durchs Wasser treibendes Gebilde aus Feuerameisen ist furchteinflößend und faszinierend, könnte uns aber auch neue Inspirationen für die Entwicklung von Robotern liefern. Wie untersucht man aber die Architektur von Ameisenflößen, wenn die Tiere nie stillstehen?

In der Natur ist das Phänomen beobachtbar, dass Feuerameisen bei starkem Regen ihr Nest verlassen, ein Floß bilden und sich so durch Gewässer bewegen. Die – wie Nature es ausdrückt – große Leistung in Sachen sozialer Kooperation und Biophysik wurde jetzt von David Hu und seinem Team des Georgia Institute of Technology untersucht.

Hierfür füllten die Wissenschaftler einige Ameisen in einen kleinen Behälter und schüttelten diesen. Mit Flüssigstickstoff und Kleber wurden die Ameisen permanent fixiert und die von ihnen gebildete Struktur 3D-gescannt.

Die Struktur eines Ameisenfloßes ist dabei äußerst beeindruckend: Jede Ameise berührt durchschnittlich 14 anderen Ameisen, manche sogar bis zu 20 Artgenossen. 99% der Beine sind dabei mit einer anderen Ameise verbunden, so Hu. Die Ameisen formieren sich dabei lotrecht zueinander und bilden so ein Gebilde, dass Wasser nur schwer durchlässt und leicht genug zum Schwimmen ist.

Forscher könnten dieses Prinzip auch für die Entwicklung von Robotern nutzen. Denkbar wären hier Radhika Nagpal von der Harvard University zufolge statt klassisch Geometrisch geformte Maschinen Kolonien einfacher Roboter, die ihre Körper verbinden und so neue Strukturen bilden. [Journal of Experimental Biology via Nature]


Tags :
  1. „Denkbar wären hier Radhika Nagpal von der Harvard University zufolge statt klassisch Geometrisch geformte Maschinen Kolonien einfacher Roboter, die ihre Körper verbinden und so neue Strukturen bilden.“

    Stargates Replikatoren lassen grüßen…

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising