Millionen Deutsche brauchen neuen Fernseh-Decoder für DVB-T2

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Zur Fußball-Europameisterschaft 2016 sollen Millionen Großstädter hochauflösendes Fernsehen via DVB-T2 bekommen. Wie das Nachrichtenmagazin Focus berichtet, haben sich Experten der Koalitionsfraktionen im Bundestag darauf in einen gemeinsamen Antrag zum Breitbandausbau geeinigt.

Um ganz Deutschland bis 2018 mit schnellem Internet (50 Mbits/s) zu versorgen, werden bisherige DVB-T-Frequenzen in zwei Jahren für mobile Breitbandanschlüsse genutzt. Millionen Alt-Geräte-Besitzer müssen sich wegen des Frequenzwechsels zu DVB-T2 dann einen neuen Decoder kaufen.

Infrastrukturexperte Ulrich Lange (CSU) sagte dem Focus: „Ab Mitte 2016 sollte den Bürgern zur Fußball Europameisterschaft mit DVB-T2 hochauflösendes terrestrisches Fernsehen mindestens in den Ballungsräumen zur Verfügung gestellt werden.

HD-Empfang war bislang über das digitale erdgebundene Fernsehen (DVB-T) nicht möglich. Ländliche Räume könnten dann ab 2017 die dadurch frei werdenden Frequenzen für mobiles Breitband nutzen, so Lange. Besonders der Norden und der Osten sowie Bayern würden dabei vom schnelleren Internet profitieren.

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  1. Internet über Funk sollte immer nur eine Notlösung sein!
    Ich habe nix gegen neue Frequenzen für mobiles Internet, aber als Festnetzersatz ist es ungeeignet.
    Aber klar das die Regierung das liebend gerne als heiligen Gral verkauft, die Breitbandstatistik kann man so super aufpeppen, aber echtes Breitband kommt immernoch über ein Kabel ins Haus.
    Sollten lieber mal echte Glasfaseranschlüsse forcieren und nicht auf solche Lösungen setzen.

  2. Das finde ich nicht lustig. Wenn Sie heute ein Fernsehgerät kaufen, ist häufig ein DVB-T-Tuner enthalten, und in kaum 2 Jahren können Sie damit nichts mehr empfangen, damit die Jugend auf den freiwerdenden Frequenzen irgendeinen mobilen Blödsinn empfangen kann. Ebenso könne Sie die 5 Millionen Tuner wegwerfen.
    Und ob das mit der nötigen Bandbreite von satten 50 MHz mobil klappen wird (derzeit 7 oder 8 MHz) sehe ich nicht. Und wie viele Sender wird es geben? Fast nichts!
    Unterm Strich für alle ein Verlust (außer für die Industrie). Und das ist ein Einstieg ins Bezahlfernsehen.
    Experten der Koalitionsfraktionen habe sich geeinigt: Hauptsache, die Bevölkertung wird nicht gefragt. Und im Jahr darauf kommt DVB-T3, also wieder neue Geräte kaufen? (Und von all den Geräten ist kein einziges in Deutschland produziert!)

    1. Bei den vorherigen Entwicklungen wurde auch niemand gefrag, trotzdem hat kaum noch jemand einen S/W-Röhrenfernseher. Bei einigen Geräten kann man den Tuner auswechseln alle anderen werden dann wohl eine Settop-Box benötigen, die kann ggf. auch sehr klein sein und wenig Strom verbrauchen und vom USB-Anschluss den die meisten neueren Geräte haben versorgt werden.

      Mobiles Internet scheitert zur Zeit meistens an den Kosten, fast alle Flatrates haben ein kleines Volumen und eignen sich deswegen kaum zum Fernsehen.

  3. Wenn sich mit der Zeit Breitband Internet ohne Volumenbegrenzung durchsetzt, egal ob per Kabel oder Funk, dann wird die Nachfrage nach DVB-T egal ob Version 1, 2 oder vielleicht sogar 3 sowieso abnehmen. Meiner Meinung nach ist es eh sinvoller, wenn man überein Gerät bzw. eine Verbindung alle Services wie Fernsehen, Internet und Telefon bezieht. natürlich sollte diese Verbindung dann nicht anfällig für Ausfälle sein :-)

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