Wie Siedlungen im Weltraum wirklich aussehen könnten

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Wir sind es gewohnt, in Science-Fiction Illustrationen oder Filmen Siedlungen im Weltraum zu sehen, aber sie sind nicht realistisch. Bryan Versteeg von Spacehabs verwendet wissenschaftliche Prinzipien, um Konzepte zu entwickeln, die eines Tages Realität werden könnten. Die Kalpana „One Space Settlement“ ist eine von ihnen.

Bryan Versteeg ist ein Konzeptdesigner, der sich mit Zukunftstechnologien und Raumfahrt beschäftigt. Er beschreibt das Konzept von Kalpana One folgendermaßen:

Das Design des Kalpana One Space Settlement ist das Ergebnis der Forschung über Strukturen und Formen, die große Siedlungen im Weltraum irgendwann einnehmen könnten. Die Konzepte aus den 60er bis 80er Jahren hätten allerdings bei der Rotation Stabilitätsprobleme gehabt, einige Gebilde hingegen wären ineffizient gewesen.

Um eine Form zu finden, die den größtmöglichen Wohnraum bietet, erwies sich eine langgezogene Dosenform als sehr effektiv. Durch die Dimensionen des Designs wären nur geringe Korrekturen nötig, damit es nicht flattert.

Mit einem Radius von 250 und einer Tiefe von 325 Metern würde es sich mit einer Rate von zwei Umdrehungen pro Minute um die eigene Achse drehen, um den Bewohnern ein erdähnliches Gefühl von Gravitation zu geben. D. h. die Knochen und Muskeln der Menschen würden sich normal entwickeln.

Natürlich wäre die Physik anders, bspw. beim Treten eines Balles. Aber dennoch wären Sport und sonstige Aktivitäten in diesen Konzepten möglich.

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[via sploid.gizmodo.com]

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  1. welche Beurteilung das Konzept Wolkenkratzer bekommen hätte, wenn es zu der Zeit als alle noch in Strohütten wohnten vorgestelltworden wäre. Ich wette, Stabilitätsprobleme wäre erwähnt worden ;-)

  2. Ja schönes Konzept – wenn da nicht das Problem mit der Corioliskraft währe..
    Bei den Ausmassen und einer so hohen Drehgeschwindigkeit wird jedem sofort hundeübel sobald er nur den Kopf dreht.

  3. Diese Konzepte sind vom Prinzip her zu „technisch fragil“.
    Riesige zusammenhängende Hohlräume ohne Abschottungen in Bereiche und in Verbindung mit relativ dünnen Wänden scheinen eine Katastrophe geradezu herauszufordern.

    Deutlich robuster wäre es einen geeignet großen ca. Zylinderförmigen Asteroiden (zB dutzende Kilometer lang und 1/4 davon als Durchmesser) äusserlich etwas abzurunden und dann in Rotation über die Zylinderachse zu versetzen. Die Größe des Asteroiden und die Rotation kann man so wählen, dass im Aussenbereich zB 0,6- 0,8g Schwerkraft durch Zentrifugalkraft herrschen. Und bei ausreichendem Durchmesser sind auch die Auswirkungen der Corioliskraft sehr gering und nicht mehr spürbar.
    Man kann dann im Inneren nach Belieben Höhlen und Tunnel anlegen, die sehr gut vor Strahlung (zB durch Sonneneruptionen) und Beschädigungen geschützt sind. Im Aussenbereich können sogar quasi im Boden der Räume Fenster für die Zuführung von Sonnenlicht eingerichtet werden. Beleuchtet zB durch stationäre Spiegel neben dem Habitat.

    So etwas wäre natürlich kein toller Design-Glaspalast wie oben, aber viel praktischer und sicherer fürs tägliche Leben.

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