Kein toter Raum: Ultrakurzdistanz-Projektor Screeneo vorgestellt

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Zehn Zentimeter Abstand und trotzdem 50 Zoll Bilddiagonale - Der Screeneo mit integriertem DVB-T-Tuner fügt sich in das Marktsegment zwischen Fernseher und Beamer. Der Taschenprojektor PicoPix vereint dagegen einen Teil von Screeneos Funktionsvielfalt in einem winzigen Gehäuse.

Der Ultrakurzdistanz-Projektor Screeneo schafft auch 100 Zoll Bilddiagonale (2,5 Meter), sofern er 44 Zentimeter lotrecht vor der Projektionsfläche steht. Die Bildgröße lässt sich nicht durch ein Linsensystem, sondern lediglich durch Positionsveränderungen des Projektors variieren. Einzige Ausnahme ist die Keystone-Korrektur, bei der leichte trapezförmige Verzerrungen eines Bildes minimiert werden.

Größter Vorteil der Technik von Philips und Sagemcom ist selbstverständlich der geringe Abstand zur Projektionsfläche. Damit eliminiert man die Gefahr, dass jemand durch das Projektionslicht läuft und nervige Schatten im Bild entstehen lässt. Der tote Raum zwischen Projektor und Wand verschwindet. Somit bekommen Beamer die Möglichkeit, ernsthafte Konkurrenten von klassischen Fernsehgeräten zu werden.

Der in China gefertigte Screeneo erlaubt nicht nur Fernsehen dank des integrierten DVB-T-Tuners, sondern auch Surfen und die Nutzung von Apps aus dem Google Play Store, denn der Projektor basiert auf dem Betriebssystem Android 4.2. Ein Update auf aktuellere Android-Versionen, um eventuellen Problemen mit Video-On-Demand-Anwendungen entgegenzuwirken, sei laut Aussagen eines Mitarbeiters noch nicht vorgesehen. Spiele-Apps machen trotz Verfügbarkeit mit dem Screeneo übrigens wenig Sinn, waren aber auch nicht die Intention der Entwickler.

[Quelle: Philips]

[Quelle: Philips]

Die maximale Helligkeit des Screeneo liegt bei (nur) 700 Lumen. Aktuelle Full-HD-Heimkino-Beamer, zu einem ähnlichen oder günstigeren Preis, haben mindestens 2.000 Lumen. Wie Futurezone berichtet, ist laut Sagemcom die Helligkeitsangabe nur schwer mit der eines herkömmlichen Beamers vergleichbar, da die Messung nach der ANSI-Norm bei Kurzdistanz-Projektoren keine genauen Ergebnisse liefert. Bei den nächsten Versionen der Screeneo-Reihe soll sich aber auch die Auflösung sowie die Lumenzahl erhöhen – vielleicht sogar noch dieses Jahr.

Zusätzlich zu zahlreichen Anschlüssen wie WLAN, Bluetooth oder HDMI sorgt der Screeneo mit einem Subwoofer und zwei Lautsprechern für ordentlichen, wenn auch nicht vollends beeindruckenden Sound, der entgegen der Projektionsrichtung abgestrahlt wird. Darüber hinaus können auch 3D-Filme wiedergegeben und mittels 3D-Brille wahrgenommen werden. Hierzu kann der Screeneo auch 2D-Aufnahmen in 3D umwandeln.

Über eine Funktastatur, beispielsweise dem Logitech Harmony Keyboard mit eingebautem Touchpad, lassen sich die nötigen Eingaben relativ einfach erledigen. Eine Fernbedienung ist aber auch im Lieferumfang enthalten.

[Quelle: Philips]

[Quelle: Philips]

Technische Spezifikationen des Screeneo HDP1590TV

Display Technologie: DLP

Lichtquelle: RGB LED

Lebensdauer der LED: Mindestens 30.000 Stunden

Kontrast: 100.000:1

Helligkeit: 700 ANSI Lumen

Auflösung: 1.280 mal 800 Pixel

Projektionsverhältnis: 0,321

Bilddiagonale: 50 Zoll bis 100 Zoll

Wandabstand: 10 bis 44 Zentimeter

Bildformate: 4:3 und 16:9

Projektions-Modi: Frontal, Rück, Deckenmontage mit Rück- und Frontprojektion

Wandfarbenkorrektur: ja

Fokuseinstellung: manuell

 3D-Technologie: Umstellung von 2D auf 3D, unterstützt alle 3D-Modi

Betriebssystem: Android 4.2

Interner Speicher: 4 GByte

Lautstärke: < 25 dB(A)

Unterstützte Formate/Auflösungen: PAL (50Hz), SECAM (50Hz), NTSC (60Hz), 480i/p, 576i/p, 720p, 1080p.

Integrierte Lautsprecher: Zwei Lautsprecher + Subwoofer

Output: 26 Watt

Sound System: Dolby Digital 2.1

Unterstützte Audioformate: MP3, WAV

Unterstützte Bildformate: JPEG, BMP, PNG, GIF

Unterstützte Videoformate: AVI, MOV, MP4, MKV, FLV, TS, M2TS, 3GP

Wi-Fi: WLAN IEEE 802.11 b/g/n, Dualband 2.4 GHz und 5 GHz, DLNA, Miracast, Kabelloser Media-Player zur Verbindung mit anderen Geräten

Bluetooth: Musikstreaming von Smartphone oder Tablet auf Screeneo

Anschlüsse: 3 mal HDMI (2 hinten, 1 vorne), VGA, Composite, 3 mal USB (2 hinten, 1 vorne), Kopfhörer, Standard SD-Karte, Audioausgang

DVB-T Tuner: Digital TV: DVB-T, EPG, Kindersicherung

Stromverbrauch: maximal 150 Watt im Betrieb, etwa 1 Watt im Eco-Modus und < 0,5 Watt im ausgeschalteten Zustand

Stromversorgung: Netzteil: 90 Volt – 264 Volt, 47 – 63 Hz

Abmessungen: 339 Millimeter mal 287 Millimeter mal 148 Millimeter (L x B x H)

Gewicht: 5,3 Kilogramm

Temperaturbereich im Betrieb: 5 – 35°C

Relative Luftfeuchtigkeit im Betrieb: 15 – 85 Prozent RH

Lieferumfang: Netzteil, HDMI-Kabel, 2 x AAA-Batterien, Fernbedienung, DLP Link 3D-Brille, Tasche, Garantiekarte, Quick Start Guide, Bedienungsanleitung im internen Speicher

[Quelle: Philips]

[Quelle: Philips]

Philips und Sagemcom lancierten neben dem schwarzen Screeneo auch eine weiße Variante ohne WLAN und Bluetooth, dafür mit LAN-Anschluss, genannt HDP1550TV. Beide Versionen sind auch ohne Free-To-Air DVB-T-Receiver erhältlich. Dann fehlt der Typbezeichnung HDP1550TV oder HDP1590TV schlicht der Namenszusatz „TV“.

Der Phillips Screeneo HDP 1590TV ist seit März für 1.599 Euro (UVP) erhältlich. Jeder, der im Aktionszeitraum zwischen 12.5.2014 und 12.7.2014 in einem deutschen Elektrofachhandel einen PHILIPS Screeneo HDP 1590TV kauft, erhält 200 Euro zurück. Dazu muss bis einschließlich 19.7.2014 das Online-Registrierungsformular auf www.philips.de/screeneocashback ausgefüllt und ein gut lesbarer Scan der Rechnung eingereicht werden.

Die Screeneos ohne DVB-T-Receiver oder WLAN sind rund 100 Euro günstiger, wobei die Preise der Anbieter merklich schwanken.

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PicoPix – Der Projektor zum Mitnehmen

Mit dem PicoPix demonstrierte man uns auch einen kleinen Taschenprojektor mit großer Funktionalität. Der PPX 3610TV, das am besten ausgestattete Modell, hat Ausmaße von nur 10,5 mal 10,5 mal 3,15 Zentimeter. Er projiziert Videos und Bilder auf Flächen bis zu einer Diagonale von 120 Zoll (3,05 Meter). Dabei kann er, wie der Screeneo, dank einer beiliegenden Antenne überall frei empfangbares Digitalfernsehen zeigen.

Der LED-Projektor mit 60 ANSI Lumen spielt auch Videos direkt von der SD-Karte, dem USB-Stick oder dem Internet ab – solange der Akku noch Saft hat. Der 1.800 mAh Lithium-Ionen-Akku soll im Standard-Modus bis zu zwei Stunden schaffen. Der PicoPix lässt sich aber natürlich auch an der direkten Stromversorgung betreiben. Dann erreicht er eine Helligkeit von 100 ANSI Lumen.

Anders als bei den Screeneo-Projektoren lässt sich der PicoPix auch per Android- oder iOS-App steuern. Zusätzlich besitzt der PicoPix einen integrierten Touchscreen zur einfachen Handhabung. Außerdem gibt er als Office Viewer auch PDF, PPT/PPTX, XLS/XLSX, DOC/DOCX wieder.

[Quelle: Philips]

[Quelle: Philips]

Technische Spezifikationen

Display Technologie: DLP

Lichtquelle: RGB LED

Lebensdauer der LED: Über 30.000 Stunden

Helligkeit: Bis zu 100 ANSI Lumen mit Stromversorgung und bis zu 60 ANSI Lumen im Akkubetrieb

Auflösung: 854 mal 480 Pixel

Betriebssystem: Android 2.3.1

Kontrast: 1.000:1

Bilddiagonale: 30,5 bis 305 Zentimeter (12 Zoll bis 120 Zoll)

Betrachtungsabstand: 0,5 bis 5 Meter

Projektions-Modi: Frontal, Rück, Deckenmontage mit Rück-/Frontprojektion

Fernbedienungs-App: iOS-Version, Android-Version

Integrierter Speicher: 4 GByte

Frequenzband beim DVB/T Digitalfernsehen: VHF/UHF

Empfangsfrequenz: 48,25 bis 863,25 MHz

Videoformat: MPG-2 Main Profi Ie & Mail Level / H.264 MPAG4 AVC

Audioformat: MPG-2 Audio Layer I & II

VHF/UHF TV-Dongleantenne und Adapter für externe Antenne

Wi-Fi: WLAN IEEE 802.11 b/g/n, DLNA, Kabelloser Media-Player zur Verbindung mit anderen Geräten über WLAN, Bildschirmprojektion über WLAN-Streaming

Unterstützte Videostandards: PAL (50Hz), SECAM (50Hz), NTSC (60Hz), 480i/p, 576 i/p, 720 i/p, 1080 i/p

Unterstützte Videoformate bis zu 1080p: AVI/MKV: MPEG4, Xvid, H.264; MOV/MP4: MPEG4, Xvid, H.263, H.264; FLV: Sorenson spark; 3PG: MJPEG, MPEG4, Xvid, H.263, H.264; WEBM: VP8

Unterstützte Bildformate: JPEG, BMP, PNG, GIF

Unterstützte Audioformate: MP3, WAV, OGG, FLAC

Unterstützte Dateiformate: PDF, PPT/PPTX, XLS/XLSX, DOC/DOCX

Sound: Integrierte 1 Watt Sound Bar

Anschlüsse: USB 2.0, MiniUSB, DC Buchse, Audio- & Videoeingänge, HDMI mit HDCP, VGA, Component YPbPr (bis zu 1080p), Composite CVBS & Audio, 3,5 Millimeter Audio-Out-Buchse

Externer Speicher: SD, SDHC, SDXC

Netzgerät: 110-240 Volt AC, 50-60 Hz, 12V@2A für EU und UK

Integrierter Akku: 7.4 Volt @ 1.800 mAh (Lithium-Ionen)

Akkulebensdauer: Bis zu 2 Stunden im Standard-Modus und bis zu 1,5 Stunden im Hell-Modus

Abmessungen: 105 Millimeter mal 105 Millimeter mal 31,5 Millimeter (L x B x H)

Gewicht: 284 Gramm

Temperaturbereich im Betrieb: 5 – 35°C

Relative Luftfeuchtigkeit im Betrieb: 15 – 85 Prozent

Lieferumfang: Fernbedienung, PicoPix TV-Dongleantenne mit VHF/UHF, Bedienungsanleitung im internen Speicher, Quick Start Guide, Garantiekarte, Netzgerät, Standard-MiniUSB-Kabel, Tasche, HDMI-Kabel

Optionales Zubehör: Komponentenkabel, VGA-Kabel, Composite Audio/Video Adapterkabel, iPhone-Kabel, MHL-HDMI + MiniUSB-Kabel, PicoPix TV-Station, PicoPix Soundstation

Den PicoPix von Philips gibt es auch noch in vier anderen, abgespeckten Ausführungen, die die folgende Tabelle genauer erläutert.

[Quelle: Philips, Zum Vergrößern auf das Bild klicken]

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Der Philips PicoPix PPX 3610TV ist seit etwa einem Jahr in den Farben schwarz, weiß und bronze verfügbar und kostet anstelle der anfänglichen 500 Euro aktuell noch 400 Euro. Die anderen Modelle sind bis zu 200 Euro günstiger.

[Quelle: Philips]

[Quelle: Philips]

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  1. warum sollte der „HD“ können, wenn die Auflösung mickrige 1280×800 kann ? Diese Auflösung will wirklich niemand auf 50″ verteilt sehen…

    1. Das hängt dann von dem Betrachtungsabstand der Leute ab. Wenn du weit genug weg sitzt, ist es wieder HD.

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