Smartphone: Amazon Fire Phone mit Ohren und Augen für die Welt

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Amazon hat mit dem Fire Phone das erste Smartphone des Unternehmens gezeigt. Mit 4,7 Zoll-Display und einer räumlichen Ortung des Nutzers greift es Oberklasse-Konkurrenten an. Mit Firefly kann das Fire Phone Musik, Fernsehserien aber auch Gegenstände erkennen - und man wird sie alle bei Amazon bestellen können.

Amazon-Chef Jeff Bezos hat mit dem Fire Phone ein Smartphone mit 4,7-Zoll-Bildschirm (1280 x 720 Pixel Auflösung) vorgestellt, dass mit einem Snapdragon-Quadcore-Prozessor mit 2,2 GHz bestückt ist. Es ist mit entweder 32 oder 64 GByte Speicher zu bekommen. Speicherkartenslots gibt es nicht. Ein Trend, der sich mittlerweile bei vielen Smartphones abzeichnet. Das spielt aber auch eine untergeordnete Rolle, weil Amazon den Benutzern einen unbegrenzten Speicherplatz für Fotos und Videos in seinem Cloudspeicherdienst bietet. Doch ob das so nützlich ist, hängt natürlich auch vom Datentarif ab.

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Die Kamera erreicht eine Auflösung von 13 Megapixeln und arbeitet mit einem bildstabilisierten Objektiv mit Anfangsblendenöffnung von f/2.0 zusammen. Die Kopfhörer sind magnetisch und können so aneinander geheftet werden. Das soll Kabelsalat verhindern.

Vier Infrarotkameras auf der Vorderseite erkennen den Nutzer und seine Position zum Display. Dementsprechend kann der Bildschirminhalt mit der Funktion Dynamic Perspective automatisch mitgedreht werden, wenn sich der Anwender bewegt. Echtes 3D ist das nicht, doch es dürfte schon einen Unterschied machen, ob man Tasten drücken oder Gesten ausführen muss oder ob sich der Bildschirminhalt selbst mitbewegt. Auch wenn das eine nette Spielerei ist, die Amazon sicherlich auch in seinem Onlineshop verwenden wird um beispielsweise Klamotten von allen Seiten zu zeigen – eine nette Spielerei ist es – mehr aber auch nicht.

Auch zum Umblättern von EBooks oder dem Scrollen auf Website kann man, indem man das Smartphone leicht kippt.

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Das Fire Phone von Amazon besitzt jedoch mit Firefly eine Eigenschaft, die viele verblüffen und die für noch mehr Umsatz bei Amazon sorgen dürfte. Das Fire Phone erkennt mit seiner Kamera und seinen Mikrofonen nämlich seine Umwelt. So werden wie beim Musikerkennungsdienst Shazam Songtitel und Interpreten von Musikstücken genannt, die das Gerät aufschnappt – doch es kann auch Fernsehserien erkennen, wenn man ein bisschen davon aufnimmt. Das kann Shazam und unseres Wissens auch kein anderer Dienst. Auch Gegenstände, Barcodes und ähnliches soll Firefly erkennen – und wird sie sicherlich bei Amazon zum Kauf anbieten, falls sie dort angeboten werden. Das kann kein anderes Smartphone oder Tablet. Natürlich dienen die Augen und Ohren des Smartphones nicht nur dem Verkauf sondern können auch zur Navigation dienen – einfach ein Straßenschild abfotografieren und Google sucht auf Maps nach dem Ort. Die Datenbank von Amazon soll bereits jetzt 100 Millionen Objekte beinhalten – und da dürfte Amazon noch nicht gestoppt haben.
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Das Fire Phone wird derzeit nur in den USA angeboten – zusammen mit einem Vertrag von AT&T. Das kostet dann monatlich 27 US-Dollar samt Telefon- und Datenflatrate und läuft 24 Monate. Verkaufsstart ist der 25. Juli 2014. Das Fire Phone wird je nach Speicher für 200 bis 300 US-Dollar verkauft. Im Preis enthalten ist die Prime-Mitgliedschaft für ein Jahr, die 100 US-Dollar wert ist.

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    1. Ist ja auch die Frage, ob man das abstellen kann, dann wär es am Ende eine erweiterte Funktion der bekannten Scan- und Horchprogramme – mit Amazonwerbeführung. Überflüssig (in meinen Augen), aber nicht so böse wie es erscheint.

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