Test: Asus Transformer Pad TF103 – der günstige Netbook-Tablet-Hybrid

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Das Asus Transformer Pad TF103 will einen günstigen Einstieg in die Kategorie der Netbook-Tablet-Hybriden bieten. Für einen UVP von 299 Euro inklusive Tastaturdock scheint Asus mit der WLAN-Variante des Transformer Pad TF103 auch ein wirklich brauchbares Gesamtpaket zu bieten. Wir haben uns das Tastatur-Tablet in unserem Test genauer angeschaut und verraten dir, ob sich ein Kauf lohnt.

Ganz schön massiv!

Hält man das Asus Transformer Pad TF103 das erste Mal mit Tastatur-Dock im zugeklappten Zustand in der Hand, denkt man unwillkürlich: „Ganz schön massiv, das Teil!“ Kein Wunder, kommt der Tastatur-Dock doch mit 257,5 x 178 x 9,9 mm mit den identischen Maßen wie der Tablet-Teil. Auch das Gewicht ist mit jeweils 550 Gramm genau gleich.

Damit ist das Tablet eigentlich sogar vergleichsweise kompakt gebaut und auch nicht besonders schwer. Das Tablet mit Tastatur-Dock hat im zugeklappten Zustand jetzt aber eine maximale Dicke von etwa 2 cm und wiegt stolze 1.100 Gramm. Damit ist es sogar ein klein wenig schwerer und ordentlich dicker als ein Apple Macbook Air in der 11 Zoll Variante.

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Das Asus Transformer Pad TF103 Tastaturteil

Uns ist es ehrlich gesagt unverständlich, warum Asus den Tastatur-Teil nicht etwas dünner und auch leichter gestaltet hat. Umso mehr, da Asus entgegen anderslautender Gerüchte im Tastatur-Dock keinen zusätzlichen Akku verbaut hat. Im Gespräch verriet man uns den Grund: So sei der Zusatzakku wohl ursprünglich geplant gewesen, dann allerdings zugunsten eines günstigeren Preises wegrationalisiert worden.

Warum die Tastatur dennoch auf 550 Gramm kommt, ist uns ein Rätsel. Auf der anderen Seite wirkt der Tastaturteil sehr robust. Der Tastenanschlag ist wirklich richtig gut gelungen und sollte auch bei längeren Texten keine Probleme bereiten.

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Tastaturlayout

Wer es gewohnt ist blind zu schreiben, dem könnte die Tastatur des Asus Transformer Pad TF103 jedoch vor Herausforderungen stellen. Denn sie wurde von Asus im Vergleich zu normalgroßen Tastaturen etwa 10 Prozent in der Breite geschrumpft. Dafür finden dank der sechs Reihen alle wichtigen Tasten darauf Platz. Die Reihe über den Zahlen ist dabei für Sonderfunktionen wie Lautstärke und Bildschirmhelligkeit reserviert.

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Mousepad

Unterhalb der Tastatur befindet sich ein Mousepad. Es dürfte zwar gut und gerne noch ein klein wenig größer sein, verrichtet aber auch so mit seinen auf der Touch-Fläche integrierten mechanischen Tasten seinen Dienst sehr gut.

Etwas irritierend fanden wir übrigens, dass die Zweifingerwischgesten auf den Touchscreen immer entgegengesetzt der Wischrichtung auf dem Touchscreen funktionierten.

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Kein Bluetooth, dafür mit USB 2.0 Port

Die Tastatur selbst verbindet sich nicht wie von vielen gewohnt via Bluetooth mit dem Tablet. Hier kommt die Verbindung manuell über den Docking-Mechanismus zustande. Das hat den Vorteil, dass keine Batterien (beziehungsweise kein Akku) für die Tastatur nötig ist. Ein weiterer Vorteil ist der USB 2.0 Anschluss am der Seite der Tastatur. Damit kann nicht nur problemlos eine Maus angeschlossen werden. Auch USB-Sticks und externe Tastaturen werden sofort erkannt.

Eines ist uns noch beim Klappmechanismus aufgefallen: Aufgeklappt schafft die Tastatur im Verhältnis zum Tablet geschätzt 100 Grad. Hier wäre uns ein etwas offenerer Winkel recht gewesen.

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Aufgeraute Oberfläche

Sowohl Tablet als auch Tastatur fühlen sich von außen sehr gut an. Die matt-schwarze Oberfläche wurde leicht aufgeraut und bekommt dadurch eine gummiartige Haptik. Fingerabdrücke sind darauf sichtbar, lassen sich jedoch auch recht leicht wieder abwischen.

Glas mit Anti-Fett-Beschichtung

Auf der Glasoberfläche des Tablets soll sich laut Asus diesmal eine fingerabdruck- und fettabweisende Beschichtung befinden. Tatsächlich störten sich in der Vergangenheit viele an der hohen Schmutzempfindlichkeit der günstigen Asus-Tablets. Dieses Fett ließ sich dann auch nur recht schwer wieder von der Scheibe entfernen.

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An den Seiten kommen der obligatorische Power-Button, die Lautstärkewippe, der Audiostecker und ein microSD-Kartenslot für Karten mit bis zu 64 GByte zum Einsatz. Der microSD-Karten-Slot hat übrigens keine Abdeckung. Auf der Rückseite befinden sich zwei Aussparungen für die Stereo-Lautsprecher, die einen ganz ordentlichen, aber bei weitem nicht überragenden Sound liefern. Insgesamt bevorzugen wir es auch, wenn die Lautsprecher an der Vorderseite verbaut werden.

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Display

Das 10,1 Zoll große IPS-Display löst mit maximal 1.280 mal 800 Pixel auf. Das ist für die Größe vergleichsweise wenig. Das Asus Transformer Pad TF103 kommt damit auf eine Pixeldichte von knapp 150 ppi. Das fällt besonders beim Lesen von kleinen Schriften auf, die schwammig und unscharf wirken. In den Punkten Helligkeit und Farbwiedergabe liegt das Panel subjektiv betrachtet jedoch recht weit vorn.

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Kamera

Die Kamera auf der Vorderseite kommt mit einer maximalen Auflösung von 0,3 Megapixel. Damit sind Skype-Konferenzen durchaus möglich. Von Selfies raten wir ab denn die Qualität lässt sehr zu wünschen übrig. Auch die rückseitige Kamera mit ihrem 2 Megapixel-Sensor kann uns kaum zu Begeisterungsstürmen hinreißen. Zu matschig und farblos sind ihre Ergebnisse.

Immerhin ist die Kamera-App ganz nett. Mit ihr lassen sich zum Beispiel auch GIF-Animationen aufnehmen und speichern. Nette Spielerei.

Es soll an dieser Stelle auch nicht verheimlicht werden, dass sich das Asus Transformer Pad TF103 während des Testens der Kamera-Funktionen einmal mächtig aufhing und erst nach viel gutem Zureden und einem Kaltstart den Betrieb wieder aufnahm.

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Prozessor

Im Inneren werkelt der Intel Atom Prozessor Z2560. Der Quad-Core-Prozessor wird mit 1,6 GHz getaktet und hatte mit keiner von ungetesteten Anwendung ein Problem. Alle Apps starteten schnell und liefen ruckelfrei. Das Manövrieren durch die in Android versteckten Untermenüs verlief ohne Ruckler, genauso wie das Surfen im Netz.

Das Asus Transformer Pad TF103 hat definitiv kein Geschwindigkeitsproblem, was aber auch an der recht geringen Auflösung des Displays liegen kann. Im Antutu Benchmark kommt das Asus Transformer Pad TF103 auf einen respektablen Wert von 33.223 Punkten. Damit liegt es weit von anderen Vertretern in seiner Preisklasse.

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Dem Prozessor steht 1 GByte RAM zu Seite. An festen internen Speicher wurden 16 GByte verbaut von denen nach allen nötigen Updates noch etwa 11 zur freien Nutzung zur Verfügung stehen. Wie oben bereits erwähnt kann der Speicher mit microSD-Karten um bis zu 64 GByte erweitert werden.

Akkuleistung

Der Lithium Polymer Akku kommt mit einer maximalen Kapazität von 5.070 mAh. Das soll laut Asus für bis zu 9 Stunden Akkulaufzeit sorgen. Ohne genau nachgemessen zu haben, kommt uns subjektiv die Akkulaufzeit deutlich kürzer vor als bei vergleichbaren 10 Zoll Tablets. Das zeigt sich auch in den reinen Zahlen. So kommt zum Beispiel unser Akku-Primus Lenovo Yoga Tablet 10 HD+ (hier gehts zu Test) mit einem 9.000 mAh Akku. Auch im aktuellen 10 Zoll Apple iPad Air wurde ein 8.820 mAh Akku verbaut. Das macht die Entscheidung, im Tastaturteil keinen Zusatzakku zu verbauen, nochmal etwas schmerzlicher.

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Software

Im Asus Transformer PadTF103 kommt Android in der Version 4.4 mit den Asus-eigenen User Interface ZenUI in der aktuellsten Version zum Einsatz. Diesmal bewegt sich die Nutzeroberfläche im Gegensatz zu dem bisher bekannten ZenUI etwas von Stock Android weg. Das kann man jetzt mögen, oder auch nicht. Alles in allem wirkt das Theme trotzdem nicht überladen, sondern hält sich selbst weiterhin angenehm zurück.

Verfügbarkeit

Das Asus Transformer Pad TF103 kommt in vier Ausführungen ab Juli in den deutschen Handel. Das WLAN-Tablet ohne Tastatur soll mit einer UVP von 229 Euro kommen, mit Tastur-Dock müssen dafür 299 Euro auf den Tisch gelegt werden. Die 3G-Variante ohne Tastatur soll 279 Euro kosten, mit Tastatur 349 Euro.

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Fazit

Ja, das Asus Transformer Pad TF103 ist ein günstiger Einstieg in die Kategorie der Android-Tablets mit Tastatur-Dock. Allerdings müssen Interessenten mit einigen Nachteilen gegenüber der Konkurrenz leben. Dazu gehört zum Beispiel das nicht sehr hoch auflösende Display. Auch der recht schwache Akku könnte den ein oder anderen stören. Richtig unverständlich finden wir das hohe Gewicht des Tastaturteils. 550 Gramm nur für die Tastatur ist bei weitem zu schwer, das wäre mit der Hälfte des Gewichts möglich gewesen! Positiv hervorzuheben ist die hohe Verarbeitungsqualität, tolle Tastatur, der flotte Prozessor und das, abgesehen von der Auflösung, sehr schöne Display.

Wer das Asus Transformer Pad TF103 als günstige Schreibmaschine nutzen will, könnte mit dem Hybriden glücklich werden.

gizrank 35 Sterne

Alternative

Das Lenovo Yoga Tablet 10 kostet in der SD Version derzeit nur noch 200 Euro. Zwar ist der Prozessor hier etwas langsamer, dafür kommt es mit einem richtig potenten Akku. Das Bluetooth Tastatur Cover kostet zusätzlich 55 Euro.

Test: Lenovo Yoga Tablet 10

Pro / Con

plusgünstig

plusgute Verarbeitung

plusgute Tastatur

plusflott

minusschwacher Akku

minusschwere Tastatur

minusschwache Auflösung des Displays

Spezifikationen Asus Transformer Pad TF103

Display: 25,7 cm (10,1 Zoll) – IPS Touch Panel
Aufl­ösung: 1.280 x 800
Touch: 10-Finger-Touch Display (Kapazitiv)
Betriebssystem Android 4.4
Prozessor Intel® Atom™ Prozessor Z2560
Arbeitsspeicher 1GB (1066MHz)
Grafik SGX544MP2 (400MHz)
Festplatte 16GByte (eMMC + Webstorage (16GByte für 1 Jahr))
Audio integrierte Lautsprecher – integriertes Mikrofon
Modem 3G/WCDMA: 850/900/1900/2100 – 2G: EDGE/GSM : 850/900/1800/1900
WCDMA HSPA+ UL: 5.76 Mbps / DL: 42 Mbps
WLAN 802.11 b/g/n
Schnittstellen 1 x Micro USB – 1 x Kopfhörer/Mikrophon in – SD Kartenleser bis 64GB – Bluetooth 4.0 – Miracast Unterstützung – Micro SIM Karte
Kamera Vorderseite 0.3 Megapixel / Rückseite 2 Megapixel
Akku/Netzteil Lithium Polymer Akku (5070mAh) bis zu 9 Stunden Akkulaufzeit / 7W
GPS/Glonass ja/ja
Sensor G-Sensor – E-Compass – Hall Sensor
Abmessungen 257,5 x 178 x 9,9mm (Tablet) / 257,5 x 178 x 9,9mm (Mobile Dock)
Gewicht Tablet: 550g (Akku 120g) / Mobile Dock: 550g
Lieferumfang Netzadapter, USB Kabel, Handbuch, Garantiekarte, Eject PIN
Service 24-Monate Garantie mit Pick-Up & Return Service innerhalb Deutschland & Österreich
Zubehör Original ASUS MagSmart Cover, KFZ Ladegerät, Miracast Dongle

 

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