US-Unternehmen kämpfen um Nutzerdaten

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Schon vergangene Woche wurde bekannt, dass sich Microsoft juristisch gegen die US-Regierung zur Wehr setzen will. Diese verlangt die Herausgabe von Nutzerdaten, die sich auf den Servern des Unternehmens in Irland befinden. Auch die anderen großen Player haben ein Problem und kämpfen um das Vertrauen ihrer Nutzer.

Bei den großen, eben mehrheitlich us-amerikanischen Internetkonzernen geht derzeit die Angst um. Schon zu Beginn der NSA-Enthüllungen war die Entrüstung groß. Sie alle fürchten, das Vertrauen ihrer Nutzer zu verlieren.

Immer seltener speichern die großen amerikanischen Internetkonzerne ihre Daten auf dem Hoheitsgebiet der USA. Insbesondere Microsoft tut sich dabei hervor. Schon Anfang des Jahres kündigte deren Chefjurist Brad Smith an, die Daten von ausländischen Bürgen auf Servern außerhalb der USA zu speichern.

Microsoft, Google, Yahoo & Co. wehren sich zunehmend gegen den Zugriff von US-Behörden auf die Daten von Internetnutzern. Letzte Woche berichtete die Washington Post, dass Microsoft gegen eine entsprechende Anordnung vor Gericht ziehe. Es ging konkret um einen „search warrant“ im Zusammenhang mit Drogenschmuggel. In dem von der US-Regierung eingeleiteten Verfahren argumentierte das Gericht, dass sich der Beschluss gegen Microsoft richte, einem amerikanischen Unternehmen. Dabei sei unerheblich, wo sich die Daten befänden.

Apple eilt dem Konkurrenten in dieser Prinzipienfrage nun zu Hilfe. Zusammen mit Cisco wollen sie die „unhaltbare Situation“ klären. US-amerikanische Internetanbieter könnten sich demnach nicht einfach zwischen US-amerikanischem und ausländischem Recht bewegen. Die Entscheidung des Gerichts könne „Anbieter evtl. zwingen, Gesetze des einen Landes zu brechen, um jenes eines anderen zu erfüllen“. Auch amerikanische Netzbetreiber unterstützen die Bestrebungen für mehr Datenschutz.

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    1. So wie sich Microsoft nun gebärdet, so hat´s unsere Kanslerin mit dem Handyabhören auch getan….nach dem Motto…”Tun wir mal alle ganz überrascht und regen uns uff und versprechen der Sache nach zu gehen”…..

      Das Microsoft mit den Vereinen ihre Software Windoof entwickeln, “Sicherer” machen, dass muss ja keiner wissen^^

  1. Die USA Firmen haben Angst um Kunden und Umsatz der ausgespähten Kunden in DE / EU / Asien / … !

    Und das zu RECHT!

    Den warum sollten Kunden bei Lieferanten; Produkte / Datendienstleistungen / Software kaufen,
    die Daten dieser Kunden ausspähen / klauen, und diese geklauten Daten bei Bedarf auch zum Nachteil dieser Kunden verwenden ?
    Jeder vernünftig denkender Kunde müsste sofort „NEIN danke“ zu Made in USA sagen, und es auch umsetzen.

    Meiner Ansicht nach, ist es der EINZIGER Weg, die USA (NSA) von solche feindlichen und schädigenden Verhalten abzuhalten. (U.a. Manipulation von Währungen und Kursen / Wirtschaftsspionage / Erpressbarkeit der Politiker / usw., mit den ausgespähten Informationen)

    Z.B. die Chinesen haben bereits Windows 8 und Nutzung IBM Server und USA-Beratungsfirmen stark eingeschränkt bzw. sogar verboten. Andere werden folgen.

    Und das durch USA diktierte Freihandelsabkommen (TTIP),
    soll diese feindliche und schädigende Ausspäh- Praxis der USA (NSA) zementieren,
    und verhindern das zukünftig stärkere Datenschutzgesetze verabschiedet werden können.

    Das Freihandelsabkommen ist ein Freibrief für uneingeschränkte Export von USA- / NSA- Spionagetechnik gegen EU, in die EU.

    Den wenn EU oder einzelne EU Staaten, stärkere Datenschutzgesetze verschieden, und Produkte der USA (NSA) verbieten die gegen verstoßen verbieten, wird USA versuchen mit Milliarden Klagen EU zu erpressen und auszuplündern !
    Freihandelsabkommen (TTIP) ist für EU und Datenschutz ein absolutes NO GO !

  2. Ob die sich wirklich wehren? Die werden Ihre Summen bekommen und dann rücken sie die Daten raus. Die ganze Öffentlichkeitsarbeit wird doch jetzt nur gemacht, falls es dann doch irgendwie raus kommt. Ich glaube da nicht dran…

    VG,
    Johannes

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