Leben im Weltraum sorgt für erhöhte Insulinwerte

Weltraum

Seit den ersten Weltraummissionen wissen wir, dass Raumfahrten sonderbare Dinge mit dem Körper anstellen. Eine neue Studie, die während Chris Hadfields Zeit auf der ISS durchgeführt wurde, zeigt jetzt, wie schlecht das Ganze für den Menschen wirklich ist.

Die Ergebnisse der Studie wurden von einem Team der University of Waterloo zusammengestellt und sollen nächsten Dienstag auf einer Konferenz vorgestellt werden. Zentrale Erkenntnisse sind die schlechten Auswirkungen auf die Körper von Langzeit-Weltraumreisenden, die im schlimmsten Fall Typ-2 Diabetes-Blutwerte herbeirufen können.

Während Hadfields fünf Monaten an Bord der ISS zeigten sich bei ihm und vier anderen Crewmitgliedern erhöhte Insulinlevel und andere mit Diabetes in Verbindung stehende Blutwerte, obwohl keiner von ihnen Diabetiker ist. Richard Hughson, Leiter der Studie, sieht besonders die geringe Bewegung im Astronautenalltag als den größten Faktor im Auftreten dieser Blutwerte.

Und das sind natürlich nicht die einzigen Gefahren, mit denen Astronauten konfrontiert sind. Neben Knochenschwund berichtete der kanadische Astronaut Robert Thirsk nach seinem Aufenthalt auf der ISS 2009 davon, dass seine Sehkraft durch Anschwellen seiner optischen Nerven eingeschränkt war und er temporär unter Weitsichtigkeit litt. [Globe and Mail]

Bild: MarcelClemens/Shutterstock

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  1. Was ein Wunder: Ein Organismus der (fast) vollständig unter Gravitation entstanden ist kommt nicht perfekt mit Schwerelosigkeit klar.

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