Googles neue Satelliten: Skybox oder Skynet?

Google

Vergangene Woche übernahm der Internetgigant das Satelliten Startup Skybox. Damit expandiert Google buchstäblich immer weiter in die Höhe. Big Data wächst weiter und die Übernahme sollte nicht unterschätzt werden: Mit den neuen Satelliten eröffnen sich Google neue Möglichkeiten.

Die von Skybox entwickelten Satelliten wiegen nur 100 kg und sind die kleinsten, die hochauflösende Bilder und Videos auf die Erde schicken können. Derzeit befindet sich nur ein einzelner in der Umlaufbahn. Aber es sollen bald so viele davon im All sein, um den Globus jederzeit abdecken zu können.

In erster Linie will Google „bessere Karten“ für den Dienst Maps. Früher musste das Material von anderen Anbietern gekauft werden, jetzt besitzt Google sowohl die Technologie, als auch die finanziellen Mittel, die benötigten Daten selbst bereit zu stellen. Vermutlich werden die einzigen Kunden von Skybox nur noch die jeweiligen Abteilungen von Google sein. Das Betriebssystem Android könnte im Ringen mit Apple ebenfalls profitieren. Der iOS-Kartendienst macht nämlich nach wie vor Probleme.

Allerdings bekommt Google mit den Satelliten auch etwas anderes: noch mehr Daten. Für 500 Millionen Dollar akquirierte der Konzern die Möglichkeit, weit über die Online-Welt hinaus Daten zu sammeln. Das lässt natürlich aufhorchen: Google speichert alles Mögliche im Internet, von einfachen Seiten bis zum Surfverhalten der Nutzer. Nun könnten sogar jene betroffen sein, die nicht online sind, so seltsam das im Informationszeitalter klingen mag.

Google steht ohnehin in der Kritik, zu viele Nutzerdaten zu sammeln und diese auf immer und ewig zu speichern. Selbst wenn es, wie jüngst vom Europäischen Gerichtshof, in die Schranken gewiesen wird: Das Recht auf „Vergessen werden“ ist nur wenig wert, wenn Google einen sowieso immer sehen kann.

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  1. Apple maps macht noch immer Probleme ? Auch wenn es so sein soll … ein wenig präziser mit quellen wäre das ganze auch glaubwürdig. Maps ist in meinen Augen momentan ohne Probleme nutzbar. Der Autor dieses Artikels ist eher kompromittiert beeinflusst ohne sich auszuführen/ oder zu erklären.

  2. Was ich mich dabei immer frage ist, wer oder was hält Google davon ab in die Satelliten einfach so hochauflösende Kameras einzubauen, dass diese auch zur Spionage verwendet werden können.

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