20.000 Bomben pro Jahr: Krieg und Idylle im Ocala National Forest in Florida

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Eine knapp 1.750 Quadratkilometer große Waldfläche mit einem riesigen Loch in der Mitte: Der Ocala National Forest im US-Bundesstaat Florida ist die einzige natürliche Übungsstelle für Bombenabwürfe an der Ostküste der Vereinigten Staaten – und wird dementsprechend häufig benutzt: Etwa 20.000 Bomben werden hier pro Jahr abgeworfen.

Das Zwitschern von Vögeln, das Rascheln von Laub im Wind, dann ein ohrenbetäubendes Rauschen, gefolgt von einem kräftigen Knall und vibrierendem Boden. Der Ocala National Forest ist für Camper und Wanderer frei zugänglich, Bombenabwurf inklusive. Die „Pinecastle Impact Range“ in der Mitte des Waldes misst etwa 20 Quadratkilometer, die eigentliche Abwurfzone knapp 2 Quadratkilometer. Im zweiten Weltkrieg diente das Übungsgelände für die Vorbereitung des Kampfes gegen die Japaner, sogar eine japanische Kleinstadt mit Fabriken wurde damals auf dem Gelände errichtet. Heute dienen Container als Zielscheiben für die Piloten, die für Ihren Einsatz im Mittleren Osten trainieren.

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Wer also einen Natururlaub mit den Nachwehen des Krieges verbinden möchte, fliegt nach Florida. Reisetipp: Nicht weiter wandern als bis zu dem Schild, auf dem geschrieben steht: „Do not enter: live bombing range.“

[Daily Overview via Gizmodo.com, Bilder: Google Maps]

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