Toyota stellt Serienfahrzeug mit Brennstoffzellen-Antrieb vor

Toyota

Wieder einmal zeigt Hybrid-Pionier Toyota der Konkurrenz, wie der Aufbruch in die automobile Zukunft aussieht: Heute hat das japanische Unternehmen das weltweit erste Serienmodell mit Brennstoffzellen-Antrieb vorgestellt.

Schon ab kommendem Frühjahr soll das Auto namens FCV (Fuel Cell Vehicle) in Japan erhältlich sein, zu einem Preis von umgerechnet 50.000 Euro, wenig später dann auch in Europa. “Geht man vom Preis für das Auto in Japan aus, würde der Wagen in Deutschland inklusive Mehrwertsteuer und Transportkosten etwa 65.000 Euro kosten”, rechnet Spiegel Online vor.

Bei Brennstoffzellenfahrzeugen wird aus Wasserstoff elektrische Energie erzeugt und dann zum Antreiben eines Elektromotors verwendet. Dazu muss das Auto mit Wasserstoff betankt werden, und genau hier liegt noch das Problem der Technologie: es fehlt an entsprechenden Tankstellen.

Einmal mit 6 Kilogramm Wasserstoff betankt, soll der neue Toyota eine Reichweite von 500 Kilometern erreichen können – weit mehr, als heute normale Elektroautos schaffen. Der Wirkungsgrad von Brennstoffzellenantrieben liegt allerdings weit unter dem von direkt elektrisch angetriebenen Autos.

Deutsche Hersteller setzen bislang kaum auf Brennstoffzellen-Antrieb, als erster hiesiger Autobauer will Mercedes im Jahr 2017 serienreife Modelle vorstellen. Gut möglich, dass die deutsche Industrie mal wieder einen Trend verschläft – wie es bei der ebenfalls von Toyata mit dem Prius populär gemachten Hybrid-Technik schon einmal der Fall war.

[via Spiegel Online; Foto: Toyota]

Tags :
  1. korrigiert mich wenn ich falsch liege, aber gab es nicht vor Jahren schon einen BMW 7er mit BRennstoffzellen-Antrieb? Serienreif usw?

    1. Kann es sein, dass du den http://de.wikipedia.org/wiki/BMW_Hydrogen_7 meinst? Die haben ein Projekt bei dem Wasserstoff als Brennstoff genutzt wird. Quasi ist das Auto auf Wasserstoff umgerüstet wie andere sonst auf Autogas umgestellt sind. Also nix mit E-Motor. Wobei ich das Konzept nach wie vor für gut halte (grad im Übergang, man kann den aktuellen Wagen nämlich wahlweise betanken).
      Was ich nicht ganz verstehe:
      “Der Wirkungsgrad von Brennstoffzellenantrieben liegt allerdings weit unter dem von direkt elektrisch angetriebenen Autos.”
      Ihr meint den Wirkungsgrad der Brennstoffzelle gegenüber einem Batteriepack? Weil direkt elektrisch angetrieben sind beide… ;P

  2. die b klasse von mercedes gibt es auch schon ewig, sie ist momentna nur in kleinserie gefertigt, allerdings wird sie heute schon wie in der grossserie gefertigt, mercedes wartet nur auf einen ausbau der tankstellen. das auto ist fertig.

  3. die Deutsche Automobilindustrie verschläft keine Trends. Aber sie arbeiten mit Profit ;-)
    Es ist nur so, dass dieser Markt sehr konservativ ist und die Vorlaufzeiten bis zur Produktreife extrem lang sind.
    Fast alle Hersteller haben Pläne und Studien zu fast allem in der Schublade. Und ganz bestimmt zur Brennstoffzelle,
    die – 32 Jahre nach ihrer Erfindung durch Christian Schönbein – von Jules Verne im Jahre 1870 so beschrieben wurde :
    „Das Wasser ist die Kohle der Zukunft. Die Energie von morgen ist Wasser, das durch elektrischen Strom zerlegt worden ist. Die so zerlegten Elemente des Wassers, Wasserstoff und Sauerstoff, werden auf unabsehbare Zeit hinaus die Energieversorgung der Erde sichern.“

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising