Oculus Rift soll so offen sein wie Google Android

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Als Facebook Oculus schluckte war der klagende Aufschrei des Internets schmerzhaft laut. Danach ist es ziemlich ruhig geworden um das ambitionierte VR-Projekt. Jetzt hat sich Brendan Iribe, der CEO von Oculus VR, in einem Interview zur Strategie seiner Firma geäußert. Das was er sagte, war äußerst interessant. So will er sich zum Beispiel im Punkt Expansionsstrategie an Googles Android orientieren. Sicherlich nicht das schlechteste Vorbild.

Oculus VR mit Sitz in Irvine (Kalifornien) stellt eine Virtual-Reality-Brille her. Facebook war das 2 Milliarden Dollar Kaufpreis wert. Der Oculus-CEO teilte nun Bloomberg mit: “Selbst wenn wir eine Milliarde Nutzer von Virtual Reality wollen, was unser Ziel ist, werden wir dafür nicht selbst eine Milliarde Brillen verkaufen. Wir sind offen für Gespräche mit Partnern aller Art, die sich auf VR einlassen wollen, und gerade jetzt gibt es zahlreiche Interessenten.”

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Damit imitiere man Google, sagte Iribe, das Android nicht für sich behalten habe wie Apple sein iOS, sondern es für Partner und sogar Konkurrenten freigegeben habe. Nicht nur habe es so Top-Hersteller wie Samsung und HTC auf seine Seite geholt, Amazon konnte sogar einen Fork erstellen. Laut IDC läuft Android derzeit auf 81 Prozent der Geräte weltweit.

Oculus stellt derzeit nur einen Prototypen seiner Brille Rift her. Die zweite Generation verkauft es an Entwickler – ein Endanwender-Modell steht weiter aus. Offenbar geht das Unternehmen eher vorsichtig bei der Markteinführung seiner Technik vor.

Project Morpheus: Sony zeigt Prototyp seiner VR-Brille für Playstation 4

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Zu den von Iribe genannten Gesprächspartnern gehört immerhin auch Sony, das selbst ein Virtual-Reality-Projekt namens Morpheus verfolgt und also als direkter Konkurrent gelten kann. Die Technik für die Konsole Playstation 4 wurde auf der Game Developers Conference im März vorgestellt und war auch vergangenen Monat auf der E3 präsent. In gewisser Weise ist Morpheus der genaue Gegensatz von Rift: eine proprietäre Technik nur für die eigene Plattform.

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Dennoch ist Iribe zufolge eine Art Arbeitsbeziehung zwischen Oculus und Sony möglich: “Wir haben ihren Top-Managern unsere Prototypen gezeigt und ihnen gesagt, wenn Ihr mit uns zusammenarbeiten wollt, bringen wir uns gerne und freundschaftlich ein. Darüber ging es nicht hinaus, aber immerhin sind sie gekommen und wir haben uns ihnen geöffnet.”

Obwohl Oculus Hardware-Partnerschaften anstrebt, steckt es auch weiter Geld und Energie in die eigene Hardware-Entwicklung. Gerade erst hat es eine Übernahme der Carbon Design Group angekündigt, die etwa für die Produktentwicklung des Bewegungssensors Kinect für Microsofts Xbox 360 zuständig war. Der Preis wurde nicht genannt.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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