Wasserlautsprecher: Der Schreibtisch-Springbrunnen [Test]

GetDigital Wasserlautsprecher Gizrank

Musik am Computer zu visualisieren kann jeder. Viel interessanter und bei diesen Temperaturen erfrischender ist es, wenn bunte Wasserfontänen im Rhythmus der Musik tanzen. Der Wasserlautsprecher von GetDigital vereint so zwei Dinge, die man für gewöhnlich voneinander fern halten sollte: Wasser und Elektronik. Was die Aquashow für den Schreibtisch taugt, haben wir uns genauer angesehen.

Nicht nur durch Lichtorgeln lässt sich Musik sichtbar machen. Gerade, wer einen Partykeller sein Eigen nennt, dürfte etwa mit Lichtorgeln hinreichend ausgestattet sein. Ein besonderer Hingucker hingegen sind Wasserlautsprecher, welche gerade auf kleinen Tischen gut wirken. In einem Kunststoffzylinder werden mit Pumpen kleine Fontänen im Rhythmus der Musik in die Luft gespritzt. Im Fall des uns vorliegenden Modells von GetDigital wird dies zusätzlich durch sechs LEDs in drei Farben (Grün, Blau, Rot) untermalt.

Das Tütensuppenprinzip: Wasser rein und fertig

Etwa 25 Euro kostet der Wasserlautsprecher von GetDigital und lässt sich auf vielerlei Arten mit dem Abspielgerät eurer Wahl verbinden. Das circa 23 cm große Gerät in Sanduhr-Form spielt Musik als MP3 und MP4 von MicroSD-Karten, USB-Sticks und via Bluetooth und AUX-Eingang. Auch Kopfhörer lassen sich verwenden. Geladen wird via Mini-USB. Außerdem im Lieferumfang enthalten sind ein kombiniertes AUX- und Ladekabel, ein halbherziger „Messbecher“ aus Verpackungskunststoff, sowie eine kurze Bedienungsanleitung. Nach drei bis vier Stunden Ladezeit reicht der eingebaute Akku für etwa zwei bis drei Stunden audiovisuellen Hörgenuss – je nach Lautstärke und Bluetooth-Nutzung.

GetDigital Wasserlautsprecher

Mit vier Tasten lässt sich die Wiedergabe Steuern. Leider ist nicht ersichtlich, welchen Eingang ihr gerade ansteuert.

Mit geladenem Akku werden vor der Inbetriebnahme 15 ml Wasser in den Zylinder eingefüllt und der Deckel wieder aufgeschraubt. Empfehlenswert ist es natürlich, gefiltertes Wasser zu verwenden. Wer den beiliegenden Messbecher aus Versehen mit dem Verpackungsmaterial gleicher Stärke entsorgt haben sollte. kann auch in etwa die Menge einer oder zwei Esslöffel einfüllen. Anschließend wird der Schalter an der Unterseite aktiviert. Hier befindet sich im Übrigen auch der Lautsprecher selbst. Ein kurzer Licht-, Ton- und Wasserimpuls signalisiert die Bereitschaft des Geräts. An der Vorderseite befinden sich vier Tasten, mit denen durch die Musik auf der SD-Karte oder dem MP3-Player navigiert werden kann. Ein Play-/ Pause-Knopf, eine Taste für den Moduswechsel und zwei Skip-Buttons, welche bei längerem Druck ebenfalls die Lautstärke regulieren. Die Machart macht es schwierig, nur geringe Änderungen vorzunehmen, ohne oftmals vor oder zurück zu spulen. Mit dem Modus-Knopf wird zwischen den Eingängen hin und her geschaltet. Dabei ist durch die Spalten ein Blinken in Blau und/ oder Grün zu sehen (Rot signalisiert den Ladezustand). Leider erschließt sich nicht, ob und wenn vorhanden, welche Bedeutung diese Lichter haben. In der Anleitung findet sich hierzu keinerlei Hinweis. Daher muss blindlings durch die Modi geschaltet werden, bis der richtige gefunden ist.

Las Vegas für Arme

Habt ihr euch erfolgreich mit einem Wiedergabegerät verbinden können, geht das Wasserspektakel los. Den besten Effekt erzeugt freilich Musik mit kräftigen Bässen oder Schlagzeugen. Außerdem beeinflusst die Lautstärke die Höhe der Fontänen. Gelegentlich kommt es zu verschiedenen Verbindungsfehlern, die den Wasserlautsprecher entweder keinen Ton wiedergeben lassen, aber dennoch das Wasser in rhythmische Bewegung versetzen oder umgekehrt. Das ist etwas leidig, wenn zum Glück auch die Ausnahme. Wie so oft hilft es auch in diesem Fall einfach das Gerät aus- und erneut einzuschalten. Sehr positiv fällt auf, dass die Pumpen äußerst leise laufen, ja, selbst bei geringer Lautstärke kaum hörbar sind. Etwas schade ist, dass mit jedem Taktschlag alle LEDs und Pumpen gleichsam aktiviert werden und sich im Gesamtbild des Wasserspiels wenig Abwechslung zeigt. Aber für diesen Preis kann man nicht alles haben. ;)

GetDigital Wasserlautsprecher

Die Wasser“show“ ist schön anzusehen und vor allem im Dunkeln effektvoll, wenn auch wenig abwechslungsreich.

Sound

Nun zum – eigentlich – wichtigsten Aspekt eines Lautsprechers: dem Sound. Eigentlich, weil klar ist, dass bei dem GetDigital Wasserlautsprecher der Fokus auf dem spielerischen Effekt liegt. Für ein Gerät dieses Preissegments liefert es einen überdurchschnittlichen Gesamtklang ab. Auch die maximale Lautstärke reicht aus, eine kleinere Wohnung zu beschallen, ohne zu klirren. Nichtsdestotrotz wird der Sound in den Höhen dünn, die Bässe sind etwas flach. Für Audiophile definitiv kein Leckerbissen. Wer dafür ein paar Freunde zu sich einlädt und lediglich für ein bisschen Hintergrundatmosphäre mit Hingucker-Potenzial sucht, getrost zugreifen.

Fazit

gizrank 30 Sterne

Der Wasserlautsprecher von GetDigital ist ein nettes Gadget für alle, die Ausgefallenes mögen – wenn es eben nicht nur ein schnöder Kasten sein soll. Das Gerät ist anschlussfreudig und unkompliziert in der Nutzung. Es macht wirklich Spaß, das Wasser zu seinen Lieblingstiteln tanzen zu sehen. Weniger gefallen die gelegentlichen Verbindungsprobleme, das nach gewisser Zeit eintönige Plätschern und die geringe Akkulaufzeit. Dafür gibt es aber auch den Netzbetrieb. Der kann natürlich nicht mit HiFi-Geräten mithalten, wird aber immerhin nicht von lauten Pumpgeräuschen beeinträchtigt. Mir hat das Gerät, seinen Schwächen zum Trotz, gefallen.

plusEchter Hingucker

plusViele Verbindungsmöglichkeiten

plusEinfache Bedienung…

minus…im Falle der Moduswahl ZU simpel, da es keine Orientierung gibt

minusAkkuleistung

+/-      Guter Sound für diese Preiskategorie, allerdings kein Überflieger

Tags :Quellen:Kaufen bei GetDigital

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