Könnte die Luftverschmutzung auf Exoplaneten bei der Suche nach anderen Zivilisationen helfen?

Lebensformen

Die ozonzerstörenden Fluorchlorkohlenwasserstoffe bleiben über tausende von Jahren bestehen und wurden fast ausschließlich vom Menschen produziert. Sollten uns ferne Lebensformen ähnlich sein, könnte FCKW Astrophysikern von Harvard zufolge bei der Aliensuche behilflich sein.

Grundlage für diesen Gedanken ist der in einigen Jahren anstehende Start des James Webb Weltraumteleskops, mit dem das durch die Atmosphäre von Exoplaneten gefilterte Licht von Sternen betrachtet wird. Vergleicht man so das Lichtspektrum vor und nach dem Weg durch eine Atmosphäre, können hierin enthaltene Gase bestimmt werden.

Bisher bedeutet eine Suche nach Leben im All die Suche nach Sauerstoff, als neue Methode könnte man damit aber nach Industrieabgasen Ausschau halten. Ein Astrophysiker-Trio der Harvard University hat nun berechnet, dass mit dem James Webb Weltraumteleskop auf einem Planeten, der um einen Weißen Zwerg kreist, tatsächlich FCKW, Methan oder Distickstoffoxid – die auf menschliches oder Alienleben hinweisen – entdeckt werden könnten.

Natürlich müssten hierfür die Bewohner anderer Welten mit ihrem Heimatplaneten ebenso sorglos umgehen, wie wir. Da FCKW bis zu 100.000 Jahre nachhält, könnten wir womöglich fremde Zivilisationen und ihren Nachlass der Verschmutzung noch lange nach ihrer Zeit entdecken.

Bild: NASA Ames/JPL-Caltech

Tags :Quellen:ArXivVia:New Scientist

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising