Kartellamt gegen Adidas: Artikel dürfen jetzt bei eBay verkauft werden

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Es gibt immer wieder Hersteller, die es selbst ihren Vertragshändlern untersagen wollen, ihre Waren auf eBay oder Amazon Marketplace zu verkaufen. Auch Adidas gehörte dazu. Doch zum Glück gibt es das Kartellamt.

Das Bundeskartellamt hat sein Verfahren gegen adidas eingestellt, nachdem das Unternehmen seine Internet-Vertriebsbedingungen geändert hat – und zwar so, wie es das Kartellrecht vorschreibt.

Adidas betreibt ein Vertriebssystem, in dem adidas-Produkte nur über autorisierte Händler an Endkunden verkauft werden dürfen. Die im Jahr 2012 eingeführten e-Commerce Bedingungen enthielten u.a. ein weitreichendes Verkaufsverbot über die großen Online-Marktplätze eBay und Amazon Marketplace, aber auch andere Plattformen wie Rakuten.de, Yatego.de, Hitmeister.de und meinPaket.de. Das Bundeskartellamt hatte nach Eingang einer ganzen Reihe an Beschwerden von Sportfachhändlern, die das so nicht akzeptieren wollten, ein Verfahren eingeleitet.

„Nach europäischem wie deutschem Kartellrecht ist es aber nicht erlaubt, wesentliche Vertriebskanäle wie den Online-Handel weitgehend auszuschalten. Unser Verfahren gegen adidas sowie auch das noch nicht abgeschlossene Verfahren gegen ASICS sind Pilotverfahren, da derzeit viele Markenhersteller vergleichbare Maßnahmen erwägen“, so Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes

Nachdem Adidas mit den Fakten konfrontiert wurde, gab das Unternehmen seine Verkaufsverbote über Online-Marktplätze komplett auf. Übrigens: Autorisierte Händler dürfen nun auch adidas Markenbegriffe als Suchwort bei der Suchmaschinenwerbung wie Google AdWords verwenden.

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  1. Da gibt es aber noch viele andere Firmen wie zum Beispiel Rimova. Die verbieten sogar den Online Händlern Rabatte zu geben. Bei Nichteinhaltung wird mit nicht Belieferung gedroht. Fachhändler bekommen Verträge, die Online Handel von Grund auf verbieten. Das ist glaube ich auch nicht zulässig.

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