OnePlus One Review: Darum lieben wir dieses Smartphone

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Das OnePlus One soll es mit unserer verwöhnten westlichen Welt aufnehmen können. Nicht umsonst nennt sich das Smartphone aus China daher auch "Flagship Killer". Das alles klingt nach großen Sprüchen, doch nach allem was wir gesehen haben, können wir eigentlich nur zustimmen.

Was war das OnePlus One nochmal?

Das OnePlus One stammt vom chinesischen Hersteller OnePlus. Für 269 Euro erhält man ein qualitativ sehr hochwertiges Smartphone mit 16 Gigabyte Speicher und Cyanogenmod. Die Hardware setzt sich aus einem 2,5 Gigahertz Snapdragon 801 Prozessor, drei Gigabyte Arbeitsspeicher, einem ~400 PPI Display mit 5,5 Zoll und einer Batterie mit 3100 mAh zusammen.

Mit genau dieser Hardware kommt eine neue Number „One“ oder The „One“ auf den Markt. Und eigentlich fällt uns dazu nur eines ein: Für 269 Euro diese Hardware? Wir haben eine neue Number „One“!

Warum ist das OnePlus One so günstig?

Für Jahre konnte Google den Markt mit günstigen, vertragsfreien und entsperrten Flaggschiffen beherrschen. Doch für Verkaufspreise um die 300 Euro stellt sich dann die Frage, wie man etwa die Entwicklung finanzieren kann. Oder warum andere Hersteller ihre Preise nicht senken können oder wollen.

Darauf einzugehen würde hier jetzt zu viel Zeit in Anspruch nehmen. Google kann es, da die Kalifornier am Markt breit aufgestellt sind und ihre Preise auf andere Geschäftsfelder umlegen können. Kleine Unternehmen mit geringerer Reichweite stehen dafür aber meist nicht die nötigen Ressourcen zur Verfügung. Doch One Plus scheint mit dem One eben jenen Weg gefunden zu haben, hochwertige Smartphones, wie Google, zu geringen Preisen verkaufen zu können. Zwar greift OnePlus auf viele kostenfreie Anwendungen von Google (Gmail, Hangouts, Android, etc.) zurück, kann sich dabei aber durch den Cyanogenmod und die eigene Produktion von Hardware von Google absetzen. Dass dabei die Gewinnmarge für OnePlus gering sein dürfte, ist klar. Zusätzlich verzichtet OnePlus aber auf jegliche Distributionswege beim One und verkauft das Smartphone nur von der eigenen Website, sodass auch hier Kosten gespart werden können.

Das Design des OnePlus One

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Beim ersten Kontakt mit den Fingern und den Augen spürt man die Hochwertigkeit des OnePlus One. Es wirkt gut verarbeitet und sieht edel aus. Das Displayglas liegt dabei etwas höher als der silberne Rahmen, was einen schönen Bedienkomfort für die Finger bedeutet.

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Auf der Rückseite vermissen wir im ersten Moment aber tatsächlich etwas. Denn die Rückseite besteht aus Plastik. Doch es handelt sich um kein billig wirkendes Plastik wie an meinem Samsung Galaxy S4 oder anderen hochklassigen Smartphones, sondern um eine harte Variante die sich äußerst robust anfühlt. Angst, dass die Rückseite bald zerkratzt, muss man also nicht haben. Und auch die farbliche Komposition der Rückseite erfreut uns durch gewagtere Farbnuancen.

Das Display löst mit 1080 mal 1920 Pixel auf und ist ein IPS LCD. Damit kann es so ziemlich in jeder Hinsicht scharfe Details anbieten. Auch der Kontrast und tiefe Schwarztöne sind OnePlus bei dem LCD gelungen, sodass wir im ersten Augenblick eher ein AMOLED vermutet hätten.

Die Anordnung der Touch-Buttons des OnePlus One entspricht der von den gewöhnlichen Android Smartphones. Von links nach rechts haben wir also die „Einstellungen“, „Home“ und „Zurück“. Die Neuerung soll hier aber beim Button für die Einstellungen liegen. So lässt sich dieser als Multitasking-Knopf nutzen und kann beispielsweise einen direkten Zugriff auf beliebte Apps gewähren.

Über den Aspekt, dass es überhaupt noch „Knöpfe“ gibt, lässt sich natürlich streiten. Traditionelle Nutzer werden sie lieben, User von HTCs M8 oder Googles Nexus werden sich aber wohl eher fragen „warum“.

Doch nicht nur das Smartphone an sich kann in puncto Design und Nutzerfreundlichkeit überzeugen. Denn auch das USB-Ladekabel hat seine Besonderheiten. So ist es mit Stoff überzogen und damit deutlich hochwertiger und hochpreisiger als die Ladekabel der Konkurrenz. Die eigentliche Besonderheit stellt jedoch der Aspekt dar, dass dieses Ladekabel sich nicht verheddern kann. Egal wie ihr es also zusammenrollt, es ist in weniger als einer Sekunde wieder einsatzbereit.

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Genug der Oberflächlichkeit, jetzt benutzen wir das OnePlus One

Cyanogenmod: Das Betriebssystem
Das Betriebssystem basiert, wie anfangs erwähnt, auf Android und wurde durch den Cyanogenmod modifiziert. Diese Modifizierung kennen wir etwa von Amazons Fire OS oder Samsungs TouchWiz. Allerdings wird dieser Mod von der Cyanogenmod Company entwickelt und nicht von Google, sodass die Updates etwas langsamer als beim herkömmlichen Android erfolgen.

Der Aufbau des modifizierten Betriebssystems entspricht jedoch dem von Android. Einige nicht sofort einsehbare Änderungen wurden zwar vorgenommen, doch diese lernen sich relativ schnell. Beispiel: Ihr werdet überall Sechsecke finden – wirklich überall.

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Anders als bei Fire OS kommt der Cyanogenmod auf dem OnePlus One aber mit allen beliebten Google Apps. Zukünftige Versionen könnten diese nicht beinhalten, allerdings nur, wenn die Cyanogenmod Company Googles Segen verliert.

Also wo liegt dann der Unterschied zum herkömmlichen Android? Nun, der Cyanogenmod nutzt einige nützliche Features, die es bisweilen einfach noch nicht unter Android gibt. Eines der hilfreichsten Features ist dabei „Profiles“. Hier können dann tatsächlich Profile angelegt werden, die sich eurer Umgebung anpassen. Seid ihr also beispielsweise gerade zu Hause, schaltet das OnePlus One auf „Home“, verbindet sich mit dem WiFi, stellt den Ton auf leise und schaltet das GPS aus – wenn ihr es denn so eingestellt habt.

Andere nennenswerte Features wären etwa App-Shortcuts vom Lockscreen oder nette Optionen wie die Personalisierung von Apps oder des Pull-Down-Menüs. Ihr könnt aber natürlich auch eure eigene Animation beim Hochfahren des Smartphones einstellen.

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Die Performance des OnePlus One

Bei einem solch personalisiertem OS wie dem Cyanogenmod kommt kein Smartphone mehr mit handelsüblicher Hardware klar. Deshalb wurden in das Smartphone ein 2,5 GigaHertz Snapdragon 801 Prozessor und drei Gigabyte RAM verbaut. Der Snapdragon 801 von Qualcomm ist übrigens der schnellste aktuell erhältliche Prozessor.

Das Ergebnis ist ein Smartphone, welches zu keinem Zeitpunkt anfängt zu ruckeln. Egal ob ihr in hochauflösende Bilder zoomt oder Hitman Go spielt.

Doch bei all der hervorragenden Performance haben nun so manche bedenken mit einer Akkuladung durch den Tag zu kommen. Glücklicherweise verfügt das OnePlus One aber über einen 3100 mAh Akku, der genug Saft für einen vollen Tag liefert. Im Test hat das Smartphone daher einiges erleiden müssen. Doch selbst nach unendlichem surfen durch Twitter, anhören von Podcasts, dem schreiben von simplen Textnachrichten oder beim spielen von verschiedenen Games hatte das OnePlus One noch gegen Mitternacht durchschnittlich 25 Prozent des Akkus voll.

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Das einzige Problem beim Akku kann allerdings das Ladegerät sein. Wenn daher nicht das mitgelieferte Ladekabel (und Adapter) genutzt wird, schafft es das OnePlus One gerade einmal auf etwa 75 Prozent in sechs Stunden. Also, benutzt das mitgeliefert Kabel, es sieht sowieso besser aus.

Die Kamera
Zugegeben, hier hätte OnePlus etwas mehr rausholen können. Die Kamera des One stellt zwar keinen totalen Misserfolg dar, allerdings auch kein wirklich hochwertiges Werkzeug zum Schießen von Fotos.

Mit 13 Megapixel lassen sich bei Tag schöne Aufnahmen machen. Wenn es jedoch dunkel wird, erkennt man ein deutliches Rauschen auf den Bildern. Und auch die Bildstabilisierung und die Schnelligkeit des Autofokus lassen zu wünschen übrig.

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Bei der Nutzung von downloadbaren Apps kann die Kamera des OnePlus One allerdings etwas bessere Ergebnisse erzielen. Dennoch, bei einem Smartphone für 269 Euro kann man sich einfach schlecht über so ein Detail beschweren – auch wenn es für viele wichtig ist.

Das spricht für das OnePlus One

Mit dem Cyanogenmod täglich zu arbeiten ist großartig. Die Änderungen am herkömmlichen Android unterscheiden sich in puncto Bedienbarkeit kaum. Der Mehrwert durch verschiedene Features ist allerdings ausschlaggebend für erfahrenere Nutzer. Hier kann man sich im Bereich Personalisierung richtig gut austoben, denn der Cyanogenmod ist eben nicht einfach nur eine veränderte Oberfläche sondern ein (anderes) Betriebssystem.

Dass man die Navigations-Buttons mit eigenen Befehlen belegen kann, ist äußerst hilfreich. Zudem erfreut es uns, dass sich auch bei abgedunkeltem Display Touchgesten ausführen lassen. Das sind so gewisse Spezifikationen, die wir bei Android vermissen.

Auch das Design des OnePlus One kann als gelungen bezeichnet werden. Die verwendeten Materialien wirken allesamt hochwertig und lassen eine lange Haltbarkeit vermuten. Das Display leuchtet in allen Farben und kann mit der hochauflösenden Konkurrenz gut mithalten.

Und was sollen wir noch groß zur Hardware sagen. Mit so viel Performance unter dem Gehäuse bietet allein die Hardware einen ausschlaggebenden Kaufgrund.

Dabei verzeichnen wir auch den Preis als absoluten Pluspunkt. Die Version mit 16 Gigabyte für 269 Euro und die Version mit 64 Gigabyte für 299 Euro? Wow, HTC, Samsung, LG und Co. – schaut euch mal das OnePlus One an.

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Das spricht gegen das OnePlus One

Manchmal können die Touchgesten bei ausgeschaltetem Display auch in die Hose gehen. Ein Beispiel mit der Hose: Euer OnePlus One steckt in der Hosentasche. Wenn ihr aus Versehen ein „V“ mit eurem Bein auf dem Display zeichnet, geht aber die Taschenlampe an. Diese und andere Gesten können aus Versehen aktiviert werden und das nervt. Gegebenenfalls könnt ihr die Funktion aber abschalten.

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Die Kamera stellt einfach keinen großen Nutzen dar. Gute Bilder bei Tag sind schön, aber bei nicht optimalen Lichtverhältnissen kann man auch gleich auf Fotos verzichten. Wer das OnePlus One also trotzdem kaufen will, sollte doch mal wieder seine Digicam auskramen und mit sich führen – wie old-fashioned.

Das Smartphone ist für unseren Geschmack etwas zu groß geraten. Aber bitte, für unseren Geschmack. So können auch große Finger nicht immer jeden Winkel des Displays erreichen. Zwei Hände sollten also schon am One sein. Wir hätten uns daher eine OnePlus One mit eher fünf Zoll gewünscht.

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Die Kaufentscheidung

Solltet ihr einen Kauf in Erwägung ziehen? Entscheidet das natürlich selbst. Wir machen es aber. Die nächste Einladung wird schamlos ausgenutzt. Ein Smartphone mit Cyanogenmod, dieser Hardware, toller Verarbeitung und schickem Design für 269 Euro lässt wenig Spielräume zu den Geräten der Konkurrenz offen.

Ach ja, die Einladung. Ihr könnt das OnePlus One nur erwerben, wenn ihr eine Einladung ins E-Mail Postfach bekommt. Aber keine Angst, die Einladungen breiten sich viral aus. Zur Zeit können nur wenige das OnePlus One bestellen, denn nur wenige haben Einladungen. Doch wer eine hat, kann diese auch weiter verschicken und sich selbst ein OnePlus One zulegen.

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OnePlus One Specs

Netz: Unlocked, GSM (T-Mobile and ATT in the U.S.)
OS: CyanogenMod 11S
CPU: 2.5 GHz quad-core Snapdragon 801
Bildschirm: 5,5 Zoll 1920 mal1080 IPS-LCD (401 PPI)
RAM: 3GB
Speicher: 16GB oder 64GB
Kamera: 13MP RÜckkamera / 5MP Front
Batterie: 3100 mAh Li-Po
Maße: 15,29 mal 7,59 mal 0,89 in
Gewicht: 161,88 Gramm
Preis: 269 Euro (16GB) 299 Euro (64GB)

Tags :Via:Gizmodo.com
  1. Schönes Review. Sehr informativ. Kaum zu glauben für diesen Preis. Also ich fände es toll wenn ihr eine Einladung für mich hättet.

  2. Hey Leute,
    tolles Review …und top Smartphone
    Leider warte ich auch immer noch auf meine Einladung :(
    Fals jemand noch eine übrig hat, sendet sie doch bitte an Leojuecker@googlemail.com .
    Ich kann dann auch noch andere weiterleiten wenn ihr wollt. Könnt mich ja einfach anschreiben :)

    Vielen Dank

    1. Hi Leute!
      Echt tolles review.
      Solch eine geniale Hardware zu einem so günstigen Preis ist der Hammer! Ich suche auch schon etwas länger nach einer Einladung. Wenn jemand eine über hat dann schickt diese bitte an bigmutantslp@gmail.com
      Ach ja Toast hättest du vielleicht eine Einladung über. Brauche nähmlich dringend ein neues Handy. Hab im Moment eins mit 600mhz und 200 mb Ram! Danke im Voraus
      Big_Mutants

  3. LASST EUCH MAL ALLE EINLADEN ZU EINEM PRODUKT AUS KOMMUNISTISCHER FERTIGUNG OHNE UMWELTSCHUTZ, ARBEITERSCHUTZ, MENSCHENRECHTE UND STAATLICH ORGANISIERTEM ORGANRAUB AN POLITISCHEN GEFANGEN. WENN WIR WAS BILLIGER KRIEGEN KÖNNEN, SCHAUEN WIR DOCH ALLE GERNE WEG, GELL.

    1. Grundlegend geb ich dir ja Recht, allerdings sollten wir dann auch die Finger von den meisten anderen Gerätschaften (Handys, PCs, Elektronikzeug) lassen, denn die kommen auch daher. Womit hast du denn deinen Kommentar geschrieben, nur mal so zur Überlegung, es dürfte kaum einen PC geben, der ganz chinafrei ist. Das Argument „Kommunstisch“ allerdings stört mich jetzt weniger – sollte man aus solchen Argumentationsketten eher weglassen.

    2. chinamann bist nicht ganz auf n laufenden, was? LOL
      die fertigung läuft nach kapitalistischem vorbild. wenn patriotismus die denkprozesse blockiert, dann passiert sowas :D

  4. Ich finde das Ding einfach super!!!
    Würde mich sehr über eine Einladung freuen und natürlich eine Einladung nach dem Kauf weiter senden!

    Grüße
    Nico

  5. Telefon schön und gut! Was ist mit dem Kundendienst? Wie wird reguliert im Fall eines Defektes? Hatte mal zu Anfang das Huawei Tablet und war froh nach paar Monaten das Teil wieder zu Amazon zurückschicken zu können mit Kaufpreiserstattung. Akku fiel von 100% nach Abzug des Ladekabels in wenigen Minuten auf 10%, Support der Android Version war eigentlich nicht vorhanden und Kundenservice in Europa? Eher ein Fremdwort bei Consumergeräten-

  6. Ich habe gerade meinen Invite erhalten und auch sofort das gute Stück geordert. Bin mal gespannt wie Lange die Versanddauer sein wird. Aufjeden Fall freue ich mich schon wie verrückt auf mein opo. :D

  7. Hi verkaufe das Handy sandstone black originalverpackt mit paypal käuferschutz (aufpreis) oder überweisung. bei interesse mail @ petersongohan@yahoo.de 370 Euro

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