Test: Wahoo Tickr Run verbessert deinen Laufstil

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Der Wahoo Tickr Run misst deine Herzfrequenz, die Anzahl verbrauchter Kalorien, Schritte und deine Laufruhe. Damit soll das Wearable auch die Effizienz deines Laufstils analysieren und zur Verbesserung beitragen. Wir haben uns das Gadget umgeschnallt und ermittelt, wie hilfreich der Wahoo Tickr Run wirklich ist.

Der Wahoo Tickr Run ist ein kleiner Fitness-Gürtel, der beispielsweise den Puls beim Laufen misst, um auf ineffizientes Laufverhalten hinzuweisen. Lauf- sowie Gewichtsverlustziele sollen damit schneller erreicht werden. Auch die Verletzungsgefahr möchte der Hersteller mit dem Gadget verringern.

Wer es nutzen möchte braucht definitiv ein Smartphone oder Tablet, wobei sich hier kleine Mobilgeräte besonders eignen – wer will schließlich ein Teil mit 20 Zentimetern Bildschirmdiagonale beim Laufen schleppen?

Nachdem der Wahoo Tickr Run mitsamt dem Gürtel unter der Brust justiert wurde, aktiviert man die Bluetooth-Verbindung seines Smartphones und öffnet die kostenlose App “Wahoo Fitness”, die man zuvor natürlich noch herunterladen muss. Dort wird der Fitness-Tracker mit dem Smartphone verbunden und die Einstellungen gespeichert. Dieses YouTube-Video erklärt das Verbinden mit einem iOS-Gerät.

Hier werden die Android-User auf die korrekte Verbindung hingewiesen:


Da der Wahoo Tickr Run ursprünglich für das iPhone optimiert wurde, ist das Gadget nicht zu allen Android-Geräten kompatibel. Auf dieser Seite lässt sich überprüfen, ob das eigene Smartphone zu den Geräten gehört, mit denen der Wahoo Tickr Run umgehen kann. Ab Android 4.3 sollte offiziell kein Problem mehr bestehen. Wir testeten also wissentlich die abgespeckten Android-Features auf dem OS 4.4.2 und waren trotzdem enttäuscht. Das Smartphone erkannte via Bluetooth lediglich ein unbekanntes Gerät, ließ sich aber nicht damit verbinden. Auch auf Nachfrage bei Wahoo konnte das Problem trotz schneller und informativer Antwort nicht gelöst werden. Der Wahoo Tickr Run ist damit (noch) absolut ungeeignet für die überzähligen Android-Nutzer.

Mit einem iOS-Gerät klappte dagegen alles auf Anhieb.

Funktionen und Performance

Der Wahoo Tickr Run misst Puls, Dauer des Workouts, verbrauchte Kalorien sowie die zurückgelegte Strecke über das GPS des Smartphones. Vorab: Puls messen funktionierte ohne Probleme, auch die Zeitspanne, die Schrittfrequenz sowie die Kalorien erfasste die Wahoo Fitness-App auf dem iOS-Gerät sehr zuverlässig. Für die Distanzmessung benötigt das Wearable allerdings ein gepairtes Mobilgerät mit Funkverbindung.

Was in der iOS-App vor und nach dem Laufen geschieht, zeigt dir diese Galerie.

Wahoo Fitness

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Wahoo Fitness App für iOS
Zunächst gibt man Körpergröße, -gewicht und Geburtsdatum an...

Während des Laufens zeigt die App Wahoo Fitness aktuelle Herzfrequenzmessungen, Zeit, Geschwindigkeit, Strecke und Schrittfrequenz an. Bei Pausen lässt sich auch die Messung pausieren.

[So sieht die App während des Messens aus. Hier auf einem Android-Gerät, bei dem leider nur Zeit und Strecke ermittelt wurden - dafür korrekt.]

[So sieht die App während des Messens aus. Hier auf einem Android-Gerät, bei dem leider nur Zeit und Strecke ermittelt wurden – dafür aber korrekt.]

Die wirklich spannenden Daten, die Wahoo unter dem Begriff “Smoothness” handelt und die eigene Lauf-Performance auswerten und verbessern sollen, sind bislang offiziell nur für das iPhone (4S und höher) sowie den iPod Touch (5. Gen.) verfügbar. Mit dem iPad kommt man aber ebenso in den Genuss der Burn- & Burst-Programme. Eigentlich erzählt einem die App nur, dass bei Burn- und Burst-Werten bessere Ergebnisse erzielt werden. Halte ich meine Herzfrequenz bei Burn, verbrenne ich besser, bei Burst erhöhe ich meine Sprintfähigkeit.

Nicht zu vergessen seien noch die Geschwindigkeits- und Distanzmessung für Home-Trainer sowie ein Schrittzähler, die ebenfalls zu den iOS-Vorzügen gehören.

Design und Halt

Der Fitness-Tracker ist 6,7 mal 3,8 Zentimeter groß und an der dicksten Stelle 1,3 Zentimeter tief. Der weiße Plastik-Sensor, der bezüglich seiner Ausmaße und Anbringung gut mit einer Gürtelschnalle verglichen werden kann, ist vorderseitig abgerundet und drückt nicht gegen den Körper.

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Das liegt unter anderem am Gürtel selbst, einen 0,9 Meter langen und 2,9 Zentimeter breiten Gummiband, dessen Länge sich aber noch strecken lässt. Er wird unterhalb der Brust – nicht am Bauch – angebracht und sollte deshalb bei den meisten, wenn auch nicht absolut jedem Umfang problemlos getragen werden können.

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Der federleichte Sensor wird mit den beiden Druckknöpfen an den Gürtel geschnallt, der – sofern man ihn nicht zu eng, beziehungsweise weit zieht – für sicheren Halt sorgt ohne schmerzend zu drücken. Rückseitig lässt sich die Knopfbatterie wechseln. Darüber hinaus muss der Wahoo Tickr Run richtig herum angebracht werden. Mit den Links-Rechts-Kennzeichnungen an den Druckknöpfen gibt es hierbei aber keinerlei Probleme.

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Batterie, App und Kompatiblität

Jede Dauer braucht auch Power. Der Wahoo Tickr Run arbeitet mit einer Lithium-Knopfzelle, die bis zu zwölf Monate halten soll. Die App “Wahoo Fitness”, auf der man sämtliche Statistiken erhält und Eingaben machen kann ist für iOS und offiziell auch für Android erhältlich. Auf beiden Systemen funktioniert sie intuitiv, vollends entfalten kann sie sich aber – wie bereits erläutert wurde – nur auf Geräten mit iOS.

Garmin GPS-Golfuhr Approach S6 mit Schwunganalyse

Der Wahoo Tickr Run funktioniert übrigens auch mit über 50 anderen Apps , beispielsweise Strava oder Runkeeper. Die Daten lassen sich auch an ein beliebiges ANT+-Gerät, wie eine Garmin-Uhr senden. Smartwatches können per Bluetooth angesteuert werden. Gerade mit einer Smartwatch macht der Wahoo Tickr Run Sinn, schließlich lassen sich die eigenen Daten hier einfach und blitzschnell im Auge behalten.

Technische Spezifikationen

Verbindungen: Bluetooth 4.0, ANT+ (Anzeige über LED)

Sensoren: Bewegungssensor, Accelerometer

Batterie: CR2032 3 Volt Lithium-Knopfzelle

Gurt: 90 Zentimeter Länge (ungedehnt), elastisch, 2,9 Zentimeter breit, waschbar

Wasser- und schweißfest: Bis zu einem Meter Tiefe

App: Wahoo Fitness (kostenlos) inklusive achtwöchigen Wahoo Fitness Burn & Burst Trainingsprogramm

Ausmaße: 6,7 x 3,8 x 1,3 Zentimeter (L x B x H)

Gewicht: 45 Gramm

Preis & Verfügbarkeit: Seit März 2014 für 60 Euro im Apple Store

gizrank 35 Sterne

3,5 von 5 Sterne in unserem Gizrank

Fazit

Der Wahoo Tickr Run ist ein praktisches Gadget für Personen mit iPhone, iPad oder iPod Touch. Wer mit Laufen oder Radfahren gezielt Abnehmen oder die Ausdauer trainieren möchte, könnte im Tickr Run das passende Gadget gefunden haben. Erfahrene Läufer werden dem Fitness-Tracker zwar interessante Statistiken abgewinnen, Pulsmesser und Schrittzähler gibt es allerdings auch günstiger. Wer also  zu der genannten optimalen Zielgruppe gehört, wird die intuitive App sicher gerne verwenden. Ob man sich dann auf das GPS-Tracking, die Gleichmäßigkeitszahl oder einen langfristigen Erfolg verlassen kann, können wir nicht zu 100 Prozent gewährleisten. Daher: 3,5 von 5 Sterne.

plus Gut passender Gurt

plus Spannende Möglichkeiten dank Burn- und Burst-Programme

minus Absolut ungeeignet für Android

UPDATE:

Wie uns der Hersteller mitteilte, werden ab Herbst 2014 auch Android-Geräte den vollen Funktionsumfang des Wahoo Tickr Run unterstützen. Super!

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