Test: ZTE Blade Q Maxi – Einsteigerklasse mit Masse

zte blade q maxi

Der chinesische Hersteller ZTE fischt mit dem Blade Q Maxi nun auch in Deutschland im rentablen Gewässer der Einsteigersmartphones. Mit einem Preis von 130 Euro und einem 5-Zoll-Bildschirm dürfte das Gerät seine Kunden finden. Wie sich das Blade Q Maxi im Alltag macht, lest ihr im Test.Verarbeitung und Design

Nicht jeder benötigt Smartphone-Boliden jenseits der 600 Euro. Vielen sogar ist –  nicht zuletzt aus finanzieller Sicht – ein Mittelklassesmartphone zu viel. Der Markt der Einsteiger-Smartphones gewinnt daher an Zuwachs. Das Ende letzten Jahres angekündigte ZTE Blade Q Maxi zählt zu dieser Klasse und erinnert optisch stark an einige Samsung-Geräte.

Was daneben sofort auffällt, ist das sehr hohe Gewicht, mit welchem der Chinese in der Hand oder Hosentasche liegt. 170 Gramm bringt das Blade Q Maxi auf die Waage, so viel, wie Smartphones bestenfalls noch vor einigen Jahren wogen. Dieses „Hüftgold“ ist in einem mit 9,1 Millimetern vergleichsweise dicken Gerät verpackt. In Sachen Design ist man keine Experimente eingegangen, das ZTE-Phone ist optisch eher schlicht. Vorder- und Rückseite sind weiß, den Rand ziert ein ebenfalls aus Kunststoff bestehender, silberner Rahmen.

ZTE Blade Q Maxi

Auf der Rückseite befindet sich der Lautsprecher des ZTE. Leider knarzt die Kunststoffabdeckung bei Druck.

Durch seine abgerundete Formgebung liegt es für einen 5-Zöller gut in der Hand und macht einen soliden ersten Eindruck. Die Spaltmaße sind gleichmäßig und ausreichend schmal, allerdings gibt der Kunststoffdeckel, welcher den austauschbaren Akku verdeckt, bei Druck knarzende Geräusche von sich. Das mindert die empfundene Robustheit etwas.

Display und Performance

Auf dem 5-Zoll-Display finden 854 x 480 Pixel Platz was sich in einer sichtbar geringen Auflösung bemerkbar macht. Wir behalten im Hinterkopf, dass es sich um ein günstiges Modell für eine gewisse Zielgruppe handelt, daher ist die geringe Pixeldichte akzeptabel. Selbes Urteil fällt dem Betrachtungswinkel zu. Eine Verdunklung tritt schon bei geringer Änderung der Perspektive auf. Ein Indikator für das günstige Display.

Der 2 x 1 GHz MT6572 Dual-Core-Prozessor von Mediatek macht seine Arbeit in Zusammenhang mit 1 GB RAM in weiten Teilen vernünftig – die meisten Apps laufen flüssig und ohne Probleme – auch wenn es gerade beim Browsen oder auf YouTube öfters zu enormen Verzögerungen beim Scrollen kommt. Aufwendigere Spiele sind freilich nicht drin. Dem ernsthaften Smartphone-Einsteiger dürfte dies aber weniger ins Gewicht fallen.

ZTE Blade Q Maxi

Das Blade Q Maxi erinnert optisch an Samsung-Smartphones. Die Android 4.2.2-Version wurde recht wenig verändert.

Das ZTE Blade Q Maxi wird mit einer nur geringfügig angepassten Version von Android 4.2.2 ausgeliefert. Hier gehen die Geschmäcker oftmals auseinander. Das Telefon bringt darüber hinaus eine eigene Tastatur (TouchPal X) mit, welche einigen Gewohnheiten widerspricht, dagegen aber Tasten eigens belegen lässt.

Kamera, Sound und Akku

Viel erwarten sollten Käufer von der 5-MP-Kamera nicht, denn den Bildern fehlt es an Schärfe und Kontrast  und sie wirken insgesamt etwas leblos. Vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen macht sich starkes Rauschen bemerkbar. Wer Fotos aber lediglich in sozialen Medien teilen oder Schnappschüsse festhalten möchte, wird mit den Resultaten zufrieden sein. Standards wie Gesichtserkennung, Panoramaaufnahme, HDR, LED-Blitz, etc. sind mit an Bord.

ZTE Blade Q Maxi

Ein Foto aufgenommen mit dem ZTE Blade Q Maxi. Das Bild wirkt wenig lebendig und etwas unscharf. Für Schnappschüsse reicht es jedoch.

Wenig wird es verwundern, dass sich der Sound des Gerätes in eine vergleichbare Kategorie einordnen lässt. Persönlich überzeugte er mich, angesichts des Preises, dennoch. Musikliebhaber werden freilich keine Freude an dem etwas dünnen Sound aus dem Lautsprecher auf der Rückseite finden. Wer das Blade Q Maxi zum Musikhören verwendet wird ohnehin schnell die beiliegenden Kopfhörer beiseite legen und das am Smartphone gesparte Geld in besseren Ersatz investieren. Notwendig wird damit gleichzeitig die Anschaffung einer Speicherkarte, da der interne Speicher von 4 GB den wenigsten reicht.

Seine Stärken spielt das Smartphone eindeutig mit seiner Akkuleistung aus. Obwohl 2.000 mAh nicht unbedingt nach einem Energiebündel klingen, schafft es das Gerät durch seine sparsame Hardware Akkulaufzeiten, die jüngere Generationen vermutlich gar nicht mehr kennen. Zwar sind Laufzeiten von bis zu einer Woche natürlich nicht mehr, beziehungsweise noch nicht möglich, dafür hält das Gerät im normalen Alltagsgebrauch locker zwei Tage durch – eher etwas länger. Und das sieht man vergleichsweise selten.

Fazit

gizrank 30 Sterne

Das ZTE Blade Q Maxi hat Stärken wie Schwächen. Der Kampfpreis von 130 Euro rückt Abstriche jedoch immer wieder eher zugunsten des Smartphones aus. Zwar ist das Gerät schwer, hat dafür aber ein großes Display. Und obwohl dieses nicht unbedingt hochauflösend ist, macht der langlebige Akku diesen Minuspunkt wieder wett. Sound und Kamera sind in dieser Preiskategorie nunmal nicht state of the art. Ein gutes Gerät für alle, die sich ihr erstes Smartphone anschaffen.

plusPreis

plusGroßes Display

plusAkku

minusHohes Gewicht

minusGeringe Pixeldichte

minusKleiner Betrachtungswinkel

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