IBM investiert massiv in Chip-Forschung

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IBM hat kürzlich verstärktes Engagement in der Chipforschung angekündigt. Drei Milliarden US-Dollar will der Konzern investieren, um den angeschlagenen Hardware-Sektor wieder nach vorne zu bringen.

Im letzten Quartal musste IBM einen Verkaufsrückgang von 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr in diesem Sektor hinnehmen, gleichzeitig befanden sich die Quartalsgewinne auf dem niedrigsten Stand seit fünf Jahren.

Darauf reagiert das Unternehmen jetzt mit massivem Forschungsgeldeinsatz. Drei Milliarden US-Dollar sollen in die Entwicklung von neuen Materialien für Computerchips fließen. Vor allem Chips auf Kohlenstoffbasis sind im Visier der Wissenschaftler. Außerdem sollen bestehende Siliziumchips verkleinert werden. Die Summe bemisst in etwa die Hälfte der Ausgaben für Forschung und Entwicklung, die der Konzern im gesamten letzten Jahr veranschlagt hatte.

„Die Nachricht an unsere Investoren lautet, dass wir [zum Hardwaresektor stehen]. Wir glauben, dass hier große Innovationen möglich und auch nötig sind“, so Tom Rosamilia, Senior Vice President der IBM Systems and Technology Group.

IBM ist momentan das einzige große Unternehmen, welches in die Entwicklung von kohlenstoffbasierten Chips investiert. Falls sich dieses Wagnis in Ergebnissen auszahlen sollte, wäre das Unternehmen der Konkurrenz damit einen großen Schritt voraus. Nach Meinung von IBM bieten die herkömmlichen Siliziumchips keine großen Entwicklungsmöglichkeiten mehr, weil ein Großteil der Elektrizität als Hitze verschwendet wird. Diese Aussage muss aber auch im Hinblick auf den Markt gedeutet werden, auf dem die Konkurrenz schwer einholbar dominiert. Mit der Investition in neue Chipmaterialien will IBM sich Sparten abstecken, die zumindest im Moment von den anderen Mitspielern noch nicht ernsthaft in Betracht gezogen werden.

Bild: ALMAGAMI @ shutterstock.com

Tags :Quellen:Reuters, Handelsblatt

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