Mining – Digitales Goldschürfen im Mobilbereich lohnt sich nicht

Bitcoin (Creative Commons: shared via Antana on flickr)

Mining, die Ausbeute beim Schürfen digitaler Währungen hält sich in seriösen Kreisen ebenso gering wie im realen Leben mit Siechertrog. Smartphones und Tablets verfügen über zu leistungsschwache Technik bei zu hohen Kosten, um Mining von Bitcoins und Co. profitabel zu gestalten.

Ganz nebenbei Geld verdienen, wie schön wäre das. Doch wie so vieles im Leben hat auch Coin-Mining einen Haken: Es lohnt sich kaum – schon gar nicht mit mobilen Endgeräten. Wie eine Analyse von Lookout in Zusammenarbeit mit Coinbase herausfand, kostet der Prozess für den Ottonormalverbraucher zu viel Zeit und Energie – und damit schlussendlich wiederum Geld. Eine Milchmädchenrechnung. Nicht zu vergessen ist überdies der Schwierigkeitsgrad, der den Mining-Prozess drosselt.

Um innerhalb eines Tages eine Einheit der bekanntesten Onlinewährung, der Bitcoin, zu schürfen, wären sage und schreibe knappe 15 Mio. Samsung Galaxy S3-Smartphones mit einem durchschnittlichen Hash-Wert von 2,4 mHz die Sekunde im 24-Stunden-Non-Stop-Betrieb vonnöten. Ein einzelnes Gerät würde im selben Zeitraum lediglich 0,00000007 Bitcoins schürfen. Bei aktuellem Wert entspräche dies 0,00004473 US-Dollar. Bei weniger wertvollen Währungen wie der Litecoin (aktueller Wert ca. 8 Dollar) wäre die Menge benötigter S3s zwar bedeutend kleiner, ebenso trifft dies aber auch auf die Ausbeute zu.

“Mining mit Smartphones und Tablets ist nicht effektiv, weil deren Hardware nicht in der Lage ist, kosteneffizient die Hash-Werte zu berechnen, die zum Schürfen von Kryptowährungen erforderlich sind”, so Carlson-Wee von Coinbase zur Analyse.

Mining? Alles zum technischen Hintergrund und der Funktionsweise!

Um die digitale Schürfrinne rentabel zu machen, müssten enorme Mengen von Smartphones und Tablets mobilisiert werden. Realistisch ist dies jedoch nur vor kriminellem Hintergrund: Durch die gezielte Verbreitung von Malware zur Errichtung von Botnets ließen sich Bitcoins und Co. im Handumdrehen verdienen. Unwahrscheinlich scheint jedoch, dass derartige Machenschaften durch Betroffene unentdeckt blieben. Der “unbemerkte” Mining-Vorgang drückt den Akkuladestand gehörig, lässt das Gerät heiß werden und beeinträchtigt merklich die Bedienung.

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Die Folge liegt auf der Hand: Wer beim mobilen Mining auf legalen Pfaden bleiben möchte, wird – noch – kaum von der Methode profitieren. Betreibt ihr Mining? Wenn ja, was sind eure Erfahrungen?

Tags :Quellen:LookoutVia:Antana on flickr unter CC-Lizenz
  1. Selbst der Einsatz eines Botnetz zum mining hat lächerliche zweistellige Beträge (Euro) im Monat eingebracht…. Quelle war heise vor einiger Zeit (eine Randnotiz zu einem ausgehobenen Botnetz).

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