Qualcomm: Überblick zum Snapdragon 805 Prozessor

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Qualcomm zeigte uns bei seinem Event in London die Neuerungen bei seiner Chiptechnologie. In unserem zweiten Bericht zum Event geben wir heute einen Überblick zum neuen Snapdragon 805 Prozessor.

LTE Cat 6, 4K und der Snapdragon 805 „Ultra HD“ waren die Top-Themen beim Treffen mit Qualcomm in London. Bereits am Samstag hatten wir über die Vorzüge vom LTE Advanced gesprochen. Doch die wachsende Nutzung von 4K-Content und der damit einhergehende schnellere Mobilfunkstandard benötigen auch eine bessere Performance der Hardware. Deshalb werfen wir heute einen Blick auf die Neuerungen des Snapdragon 805 und die Adreno 420 GPU.

Qualcomm Snapdragon 805: Ein Prozessor ganz im Sinne von Ultra HD

Neue Prozessoren werden entwickelt, um mit den Anforderungen der Kunden standzuhalten. Auch beim Snapdragon 805 war das nicht anders. Qualcomm entwickelte den Prozessor in Hinblick auf den wachsenden 4K-Trend und gab dem Snapdragon 805 deshalb auch den Beinamen „Ultra HD“. Zu seinen Hauptfeatures zählen 4K-Streaming, 4K-Gaming, 4K-Video und -Foto.

Ersteres, also das 4K-Streaming, muss in einem größeren Rahmen betrachtet werden. Denn dass sich 4K-Videos auf Smartphones und Tablets nicht wirklich lohnen ist auch Qualcomm klar. Das US-Unternehmen geht aber davon aus, dass Streaming im Allgemeinen immer mehr an Bedeutung gewinnen wird. Kunden wollen demnach im Garten, in der U-Bahn, im Bus oder auch auf der Toilette ihre Filme via Video-on-demand oder Live-TV ansehen. Laut Qualcomm sehne sich der Käufer nach dem persönlichen Streaming-Erlebnis egal wo, egal wann. Dabei käme der 4K-Stream erst dann zu vollem Einsatz, wenn das Smartphone oder Tablet seine Videos auf größeren UHD Displays abspiele. 4K-Streaming fähige mobile Endgeräte würden Qualcomm zufolge als Möglichkeit fungieren, 4K-Inhalte immer mit sich mitnehmen zu können.

Auch bei 4K-Videoaufnahmen oder -Fotos sei das ähnlich. Kein Spontan-Knipser würde heute noch eine Digicam oder gar eine DSLR mit sich führen. Dennoch werden hochauflösende Schnappschüsse erwartet. Die Schlussfolgerung Qualcomms zu 4K-Videos und -Fotos leuchtet also irgendwie ein.

Oben: Ohne Tessellation Unten: Mit (voller) Tessellation

Oben: Ohne Tessellation
Unten: Mit (voller) Tessellation

Und auch das 4K-Gaming käme erst richtig zur Geltung, wenn die Spiele vom Smartphone auf einen größeren Bildschirm geworfen werden. Damit 4K-Games aber überhaupt erst möglich werden, hat Qualcomm neben dem Snapdragon 805 die leistungsstarke Adreno 420 GPU entwickelt (siehe Bild). Neben DirectX11 FL 11_2 wurde die dynamische Hardware Tessellation für den Adreno 420 angepasst. So laufen Games mit Unreal Engine 4 problemlos auf einem Device mit Snapdragon 805.

Snapdragon 805 und Giga-pixel ISP

Genug zum Thema 4K, auch wenn das den Kern des neuen Prozessors darstellt. Auch zur Kamera in Smartphones hat sich Qualcomm Gedanken gemacht. Der „Giga-pixel image signal processor“ (ISP) soll bei zukünftigen Fotos/Videos mit Smartphones ein Gpixel/s aufnehmen können. Dazu kann das erste mobile Dual ISP (laut Qualcomm) bis zu 55 Megapixel (Rohdatenformat) zustande bringen. Insgesamt können dadurch sogar vier Kameras in einem mobilen Endgerät unterstützt werden.

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Schneller Prozessor und 4K-Streaming = Akku leer?

Dieses Problem kann sich jeder vorstellen. Das Smartphone ist vollgepackt mit Top-Hardware, hält aber keinen ganzen Tag mehr. Sinnvoll wäre da ein besserer Akku, finden wir. Doch auch Qualcomm kann das Akku-Problem (noch) nicht lösen. Stattdessen hat das US-Unternehmen „Quick Charge 2.0“ vorgestellt. Mit dieser Technologie sollen Smartphones 75 Prozent schneller geladen werden. In Minuten wären das 96 Minuten bis ein 3.300 mAh Akku zu 100 Prozent geladen ist. Im Vergleich: Regulär müssen wir ungefähr 270 Minuten warten, bis der Akku voll ist. Quick Charge 2.0 soll mit allen Snapdragon Prozessoren ab 800 kompatibel sein.

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Benchmarking

Wir bleiben noch kurz beim Akku. Denn bei all der neuen Hardware scheint auch Qualcomm seine Probleme zu haben, das Device (im Test ein Tablet) am Leben zu erhalten. So besaß das Testgerät einen überdimensionierten Akku von Samsung und gab die Spiele nur in 2K wieder. Lediglich zwei Tablets im Showroom besaßen UHD Displays, diese konnten wir uns aber leider nicht genauer ansehen.

Dennoch: Auch auf dem 2K Referenztablet mit dem Snapdragon 805 (2.5 Gigahertz) und 3 Gigabyte Ram waren die Ergebnisse im Benchmark eindrucksvoll – wenig verwunderlich. Vor allem der Test von „Ice Strom“ im 3DMark fiel ziemlich ordentlich aus.

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Weitere Eindrücke aus dem Benchmark

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