Youtube und Google+: Kein Klarnamenzwang mehr

name john doe shutterstock

Damit hat wohl keiner gerechnet: Google schafft den Klarnamenzwang für Youtube sowie Google+ ab. Nutzer sind damit endlich völlig frei in der Wahl ihres Nutzernamens. Außerdem hat sich Google für den bisherigen Klarnamenzwang bei seinen Nutzern entschuldigt. Damit gesteht Google indirekt auch das Scheitern von Google+ ein.

Google+ ist nicht das alles überflügelnde Netzwerk geworden, dass sich Google bei seiner Einführung vor etwa drei Jahren erhofft hat. Trotzdem erfüllte es für Google einen sehr wichtigen Zweck: Es vereinheitlichte Benutzerkonten wodurch Google seine Werbung besser vermarkten kann.

Mittlerweile scheint selbst Google das Interesse an Google+ verloren zu haben. Auf seiner Hausmesse Googe I/O wurde das Netzwerk mit keiner Silbe erwähnt. Vic Gundrota, Gründer des Projekts, verließ Google unlängst.

Bereits seit 2012 erlaubte Google Pseudonyme, allerdings immer noch mit einem Verifizierungsprozess. Jetzt sollen die zum Teil recht scharfen Einschränkungen deutlich gelockert worden sein. Google entschuldigte sich außerdem bei Nutzern, die sich durch die Angabe ihres Klarnamens bevormundet fühlten.

  • Klarnamenzwang bei Yotube und Google+?
  • Ergebnisse

Loading ... Loading ...

Im Netz wird über den eigentlichen Grund für Google Schritt gerätselt. Bemerkenswert ist hier auch der Zeitpunkt. Google hat sich entschieden ihren Schritt im traditionell ereignisarmen Juli direkt nach der Fußballweltmeisterschaft bekannt zu geben. Möchte Google eine möglichst große mediale Aufmerksamkeit für diesen doch im Grunde recht kleinen Schritt? Oder steckt gar mehr hinter dem Streichen des Klarnamenzwangs?

So vermuten einige, dass Google sein einsames Netzwerk Google+ doch noch einmal anschieben oder schon die Grundbausteine für einen Relaunch legen will. Immerhin grenzt man sich durch das Erlauben von Pseudonymen klar vom größten Konkurrenten Facebook ab, wo bekanntlich Klarnamen in den AGBs vorgeschrieben sind. Eventuell will man aber auch die erbosten Youtuber besänftigen, die seit November gezwungen wurden, sich ein Google+ Profil anzulegen um Videos kommentieren zu können.

 

Tags :Quellen:Bild: ShutterstockVia:Google+
  1. Boooahhh…
    Was für ein Rundschlag. Jetzt fehlt eigentlich nur noch das übliche “Geisterstadt”-Genöle.
    Google schafft die Klarnamen ab, weil sowieso niemand die Namen überprüfen kann, wenn man sich nicht gerade P0pp€r1000 nennt.
    Wer sich im Frühjahr seinen Profillink aus plus.google.com plus der ellenlangen Ziffernfolge in den damals bestehenden Namen getauscht hat, kann den sowieso nicht mehr ändern.

  2. hab iwo mal gehört das man laut deutschem recht eh nicht seinen richtigen namen angeben muss, da kann googeln sagen was es will. abgesehen davon ließe sich das nur mit unverhältnismäßigen maßnahmen durchsetzten, also wie mein vorredner schon sagte, jeder nennt sich wie er will, grüße horst ;)

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising