Microsoft: „Windows Bing“ im Kampf gegen Chrome OS

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Microsoft scheint die Gefahren um seine Existenz zu kennen. Das neue Freemium-OS Windows Bing soll im Preiskampf mit Notebooks unter 300 Euro mithalten können. Größter Konkurrent stellt hierbei Chrome OS und das Chromebook dar.

Mit Windows Bing begeht Microsoft seinen Weg hin zu mehr Marktanteilen im Bereich Tablets, Notebooks und PCs unter 300 Euro. Denn auch Microsoft scheint erkannt zu haben, welches Potential in kostengünstigen Endgeräten mit vollwertigem Betriebssystem steckt. Microsofts Trend geht daher weg vom mehr oder minder vollwertigem Windows RT hin zu einem vollwertigem „Windows 8.1 with Bing“

Deswegen gibt es Windows Bing auch umsonst. Das OS soll den direkten Weg zum Kunden finden. Tablets bis 9 Zoll sollen gar vollständig kostenlos mit Windows Bing kommen. Auch bei größeren Tablets und Notebooks werden voraussichtlich keine Kosten fällig, solange die Preisobergrenze bei 250 US-Dollar für das Endgerät liegt.

Dabei hat Microsoft eines bedacht: Der Marktanteil von Windows liegt „nur noch“ bei 14 Prozent, wenn man Smartphones und Tablets in die Analyse mit einbezieht. Und das muss Microsoft mit einbeziehen, denn kaum ein Mensch verbringt heutzutage nur noch Zeit vor seinem PC. Smartphones, Tablets und Notebooks sind angesagt – und die haben meist kein Windows an Bord.

Und der Marktanteil der mobilen Endgeräte steigt. Viel mehr Konsumenten sollen laut heise.de Geld für ihre Smartphones, Tablets und Notebooks ausgeben. Die Abstände für einen Neukauf werden dabei immer kürzer. Wer beispielsweise vor einigen Jahren sich noch einen PC für die nächste vier bis sechs Jahre gekauft hat, der behält sein Tablet oder Smartphone heute nur noch zwischen einem und zwei Jahren.

Windows Bing könnte Chrome OS locker wegstecken

Gerade im Bereich low-cost Notebooks könnte Windows Bing in Zukunft an Gewicht gewinnen. Während Chrome OS hier auf Cloud-Zwang und ein angepasstes OS für Notebooks setzt, kann Microsoft bei Windows Bing auf ein vollwertiges Betriebssystem mit allen Windows-Anwendungen setzen.

Und Bing wird auf verschiedenen Plattformen einsetzbar sein – noch ein Punkt gegen Chrome OS. Während bei Googles Betriebssystem selten größere Notebooks unterstützt werden, läuft Windows Bing beispielsweise auch auf 15,6 Zoll Notebooks für 270 Euro (Lenovo B50-30). Und wo Google Chrome OS, Android und Co. für Tablets, Smartphones und Notebooks hat, kann Microsoft mit einem einzigen OS für alle drei mobilen Endgeräte aufwarten.

Doch nach all den Lobreden hat Microsofts Windows Bing natürlich auch einen Haken: Ihr wollt also ein supergünstiges Notebook mit vollwertigem OS? Fein, das gibt euch Microsoft. Doch Vorsicht, unter Windows Bing kommt ein Office 365 Zwang. Das bedeutet ihr werdet monatlich sieben Euro für Office 365 zahlen müssen, gesetzt den Fall ihr nutzt keine andere Office-Anwendung wie etwa Open Office. Verabschiedet euch also von Excel, Powerpoint und Word oder zahlt monatlich sieben Euro.

Tags :Quellen:heise.de
  1. Wer sich Notebooks und Tablets für unter 250€ kaufen will sollte auch ohne Office auskommen können.
    Ich meine heutzutage müsste doch jeder OpenOffice kennen was kostenlos ist und diegleiche Funktionalität liefert.
    Ich finde es schade, dass die meisten Personen Excel, Word und PowerPoint quasi als Synonym für jegliche Office-Software nehmen und keine andere Office Software außer diese kennen.

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