Intelligentes Bistro für Katzen

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Eine Crowdfunding-Kampagne auf Indiegogo sucht Unterstützer für einen intelligenten Katzenfütterer. Das Gerät soll eine Gesichtserkennung implementiert bekommen, das Gewicht des Tieres messen und unter anderem auch den Appetit der Katze analysieren. Mit diesen Daten könnten Krankheiten frühzeitig erkannt werden.

Wenn sie aufhören zu essen, ist der Tod ganz nah. Diese Erfahrung kennen  manche aus Altenheimen oder dem eigenen familiären Umfeld. Was für Menschen gilt, lässt sich häufig auch auf manche Tiere anwenden und so machte Mu-Chi Sung mit seiner Katze Momo eine ähnliche Erfahrung. Er konnte sie allerdings vor dem Verhungern und Verdursten retten und begann daraufhin „Bistro“ zu entwickeln, ein System, das die Menge des gefressenen Futters, des getrunkenen Wassers und das Gewicht der Katze misst, damit möglichst niemand übersehen kann, wenn seine Katze langfristig an Appetit verliert und womöglich an einer Krankheit leidet. Genauso kann „Bistro“ die Katzen vor Übergewicht bewahren – eine leider viel zu häufige Krankheit, an der beispielsweise 57 Prozent der 100.000.000 Katzen in den USA leiden.

Gesichtserkennung für haarige Vierbeiner

Wer mehrere Katzen besitzt kann Bistro genauso einsetzen. Dank der integrierten Gesichtserkennung weiß der Katzenfütterer genau welche Katze gerade isst und wird es bereits dunkel oder ist gar schon in der Nacht, erhellen sanfte LED das Gesicht des Haustieres ohne es zu verschrecken. Auch wenn mehrere Katzen vom Bistro bedient werden können – drei Katzen wären laut Hersteller Ark42 die optimale Anzahl. Wenn Bistro dann eine auffällige Veränderung feststellt, setzt es den Besitzer der Katze über die App, die für iOS, Android und als Desktop Web App erhältlich sein soll, sofort in Kenntnis. Über eben jene App hat man zusätzlich die Möglichkeit der Katze beim Fressen zuzusehen – über eine Kamera im Bistro. Da schlägt das Herz eines jeden Katzenliebhabers höher und das Herz der Katze länger – in allen sieben Leben. Laut Ark42 wird die Beziehung zur Katze mit dem Bistro nämlich noch intensiver, der Gesundheitszustand des Haustieres im Schnitt stabiler und die Katze glücklicher, als sie es ohne den Bistro je hätte werden können. Da haben sich die Entwickler vielleicht etwas weit aus dem Fenster gelehnt, die 100.000 US-Dollar, die sie mit ihrer Kampagne mindestens erreichen möchten, haben sie binnen drei Tagen aber schon so gut wie erreicht.

Bild: Ark42/Indiegogo

Bild: Ark42/Indiegogo

Bistro ist laut Herstellerangaben das erste mengenbezogene Produkt seiner Art, das füttert und den Gesundheitszustand des Tieres anhand der Gewichtsdaten überwachen kann. Es ist ausgelegt für Katzen ab sechs Monaten und soll über WLAN mit dem Internet verbunden sein, um die Kamera- und Gewichtsdaten in der Cloud zu analysieren. Die Futteranlage soll mit einer offenen Schnittstelle für Programmierer neue Strategien bekommen. Ein Problem, das die Entwickler bislang noch nicht lösen konnte, ist der Futterdiebstahl einer Katze, nachdem eine zweite Katze nicht alles aufgefressen hat. Obwohl man als Tierbesitzer einstellen kann wie viel Futter maximal im Behälter verbleiben darf, wenn eine Katze ihre eigens proportionierte Mahlzeit nicht aufessen konnte, besteht immer noch die Möglichkeit, dass eine andere Katze die Reste zu sich nimmt. Programmierfähige Katzenliebhaber können deshalb über die API ihre eigenen Ideen einbauen.

Die tägliche Statistik zum Wasser- und Futterkonsum. Bild: Ark42/Indiegogo

Die tägliche Statistik zum Wasser- und Futterkonsum. Bild: Ark42/Indiegogo

Ganz ausgereift ist das Produkt also noch nicht, dafür sei aber erwähnt, dass das Bistro auch mit Hunden funktionieren soll, selbst die Gesichtserkennung. Allerdings nur für Kleinere, beispielsweise Chihuahuas, schließlich ist die aktuelle Bistro-Version auf den Körperbau von Katzen ausgelegt.

Wer selbst seine Mietze öfter mal über längere Zeit alleine zuhause lassen muss, kann sich für 159 bis 219 US-Dollar verschiedene Ausführungen des Bistro kaufen. Die limitierte Early-Bird-Version für 149 US-Dollar ist bereits vergriffen. Wenn Bistro im Februar 2015 in den Versand startet, wird sie voraussichtlich 249 US-Dollar, umgerechnet etwa 185 Euro kosten.

Hier geht´s zur Bistro-Kampagne auf Indiegogo

Bild: Ark42/Indiegogo

Bild: Ark42/Indiegogo

Um unserer Tierliebe auch darüber hinaus Tribut zu zollen: 22 tierische Fakten, die die wenigsten wissen

Tierische Fakten

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Sympathischer Meeresschreck
Der Blobfisch aus dem Südwestpazifik wurde 2013 zum hässlichsten Tier der Welt gekürt. Bild: National Marine Fisheries Service

Tags :Via:Indiegogo
  1. Die Idee eines Fütterungsautomaten für Katzen und Hunde wurde bereit vor vielen Jahren praktisch umgesetzt und hat auch funktioniert.
    Praktische Versuche zeigten aber das nach wenigen Wochen eine Entfremdung der Tiere zu den Tierhalter erfolgte.
    Den die wichtigste Funktion des Tierhalters für die Tiere, ist Futterdosen zu öffnen und Fressen zu servieren.
    Auch wenn viele Tierhalter etwas Anderes als Motivation für tierische Zuwendungen sich erhoffen.

    Das Konzept von Fisch- Fütterungsautomaten funktioniert nicht bei Vierbeiner, ohne Nebenwirkungen.
    (Ich war selbst an diesen Projekt beteiligt…)

    Und ist es bei Zweibeiner – Beziehungen viel anders ?

  2. Und die Idee mit Bilderkennung bei Katzen, ist schon mindestens 10 Jahre alt.
    Ein Programmierer in USA, steuerte die Katzenklappe zu seinen Haus mit Cam + Software für Bilderkennung.
    Katze kam nur alleine rein.
    Aber Katze mit Maus oder Ratte im Maul wurde ausgesperrt.

    In BRD gibt es auch Katzen-Klappen, die den RFID- Chip im Tier abfragen.
    Zweck ist fremde, wilde Katzen auszusperren.

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