Netzneutralität ist Thema: Über eine Million Kommentare bei der FCC

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Im Rahmen der Debatte zur Netzneutralität in den USA hat die Kommunikationsbehörde FCC über eine Million Kommentare zu den geplanten Gesetzesänderungen zum Internetverkehr erhalten.

Momentan lauten die Vorschläge der FCC zur Neuregelung des Internetverkehrs folgendermaßen: Internetanbieter sollen in Zukunft bestimmte Datenpakete bevorzugen können, wenn ein bezahltes Abkommen zwischen Anbieter und Unternehmen vorliegt.

Kritiker befürchten, dass dieses System zu einer Zweiklassengesellschaft im Internet führt. Wenn Inhalte von zahlenden Unternehmen bevorzugt behandelt würden, so die Überlegung, dann teile sich das Netz auf: Die, die sich die schnelle Bereitstellung ihrer Inhalte leisten können, stünden den langsamen Nichtzahlern gegenüber.

Die FCC besteht darauf, dass sie den Internetanbietern nicht erlauben werde, den Datenverkehr für Nichtzahler zu verlangsamen. Es bleibt jedoch zweifelhaft, ob sich solche Kontrollen in der Realität wirksam durchsetzen ließen, vor allem weil ja die Anbieter selbst ein großes Interesse an möglichst vielen zahlenden Unternehmen hätten. Die großen US-Anbieter wie Comcast und Verizon gehören denn auch zu den stärksten Befürwortern des Vorschlags.

Nun sind innerhalb der 120-Tage-Frist über eine Million Kommentare bei der FCC zu den geplanten Änderungen eingegangen. Das sind mehr als bisher zu irgendeinem FCC-Vorschlag überhaupt gezählt wurden.

Das starke Interesse der amerikanischen Netzcommunity an dem Thema lässt sich nicht zuletzt auch auf eine Folge von „Last Week Tonight“ mit John Oliver zurückführen. In dem sowohl unterhaltsamen wie auch informativen Beitrag vom 01. Juni ruft der Comedian die Internetkommentatoren direkt zum Handeln auf. Scheint, als hätte das gewirkt. Die ursprüngliche Frist für Kommentare war bis heute verlängert worden, nachdem die Website der FCC unter dem Ansturm zusammenbrach.

Bild: FCC Twitter.

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