Diabetes-Forschung: Wissenschaftler entwickeln Mikrochip für schnelle und zuverlässige Diabetes-Diagnose

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Wissenschaftler an der US-amerikanischen Stanford University haben einen Mikrochip entwickelt, der in kurzer Zeit erkennen kann, ob jemand an Diabetes leidet oder nicht. Gegenüber herkömmlichen Testverfahren hat er außerdem den Vorteil, dass er die beiden Diabetes-Typen 1 und 2 besser unterscheiden kann.

Bei der Mikrochip-Diagnose wird eine Blutprobe des Patienten auf die gläserne Oberfläche des Chips gelegt und mit einer Chemikalie gemischt. Kommt diese mit den für Diabetes typischen Antikörpern in Berührung, glimmt sie auf. Eine für das menschliche Auge nicht sichtbare, nanometergroße Goldbeschichtung auf der Glasplatte verstärkt dieses „Leuchtsignal“, sodass der Test sehr zuverlässig ausgewertet werden kann. Bisherige Testverfahren zwingen die Ärzte dazu, Blutproben zur Untersuchung an ein Labor zu schicken. Das kostet Zeit und Geld.

Der Mirkochip hingegen schlägt mit etwa 20 US-Dollar zu Buche und hat die Größe einer Visitenkarte. Durch die Signalverstärkung mit Gold ermöglicht er darüber hinaus eine klare Unterscheidung zwischen Diabetes-1 und Diabetes-2. Vor allem in Ländern, in denen Diabetes-Tests zu teuer sind, um sie einer breiten Masse zur Verfügung zu stellen, könnte der Chip für eine medizinische Revolution sorgen. Ein Chip lässt sich 15 Mal wiederverwerten.

Die Wissenschaftler aus Stanford haben bereits ein Patent auf den Chip angemeldet. Aktuell warten sie auf eine Zulassung durch die US-amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde FDA.

[MIT Technology Review via Gizmodo.com]

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