DE-Mail: Der Staat bremst – und die Bürger wollen nicht

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Der Chef der beiden größten deutschen E-Mail-Dienste Web.de und GMX, Jan Oetjen, hat die langsame Einführung der rechtssicheren DE-Mail kritisiert, die im E-Government-Gesetz als Ersatz für den Brief vorgesehen ist. Die Behörden kommunizieren mit dem Bürger nicht über das System.

„Die DE-Mail steht in Deutschland immer noch am Anfang. Andere Länder sind schon wesentlich weiter“, sagte Oetjen dem Nachrichtenmagazin Focus. In Dänemark seien schon zwei Drittel der Bevölkerung an ein vergleichbares System für die sichere elektronische Kommunikation mit Behörden und Unternehmen angeschlossen. Die deutschen Anbieter, vor allem Web.de, GMX und die Deutsche Telekom, hätten ihre Hausaufgaben gemacht und inzwischen mehr als eine Million Menschen für die DE-Mail registriert.

Oetjens forderte: „Nun muss sich der Staat als Großversender zu seinem eigenen System bekennen und es konsequent einführen.“ Um die flächendeckende Einführung der DE-Mail zu beschleunigen, will die Bundesregierung eine gemeinsame Arbeitsgruppe mit der Wirtschaft einrichten.

Generelle Kritik an der DE-Mail kommt von Michael Rotert, der an der Universität Karlsruhe vor 30 Jahren die erste E-Mail in Deutschland empfangen hatte. „Firmen, die mit staatlichen Stellen umgehen, haben sicher Vorteile. Aber bei Privatnutzern wird sich die DE-Mail wegen der fehlenden Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nicht durchsetzen“, sagte Rotert zu Focus.

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  1. 1 Million User “schon”, trotz diverser Werbekampagnen die es teilweise sogar durch die AdBlocker geschafft haben. Und TV-Werbung. Das System ist einfach schlechter als der normale Brief, weil leichter zu überwachen, mehr Pflichten für den User, etc.

    Das setzt sich in dieser Form genau so durch wie digitales Radio. Es interessiert fast niemanden, und die wenigsten der eigentlichen Zielgruppe haben ein Interesse an Mehraufwand, um dem Gegenüber Kosten zu sparen.

    Ich persöhnlich sehe auch keinen Nutzen darin, wenn Firmen oder Behörden mir noch günstiger auf den Kecks gehen können. Behörden werden ihre Gebühren deshalb nicht senken, und Firmen sollten eigentlich viel höhere Kommunikationskosten haben, damit die Anreize höher sind sich auf wichtige Nachrichten zu beschränken.

  2. frage mich wer diesen Spack.s ins Hirn gesch..ssen hat, solche eine jahrelange Fehlleistung am Kunden ist sagenhaft, die haben soziemlich jeden Trend der letzten Jahre verpennt und selbst beim Emailangebot haben sie sich von amerikanischen Konzernen von allen Seiten überholen lassen. Das einzigste worin die groß sind, ist mit nebulösen Vertragsbedingungen und absichtlich schlecht plazierten Schaltflächen den Benutzer und den Verbraucherschutz zu nerven, wie armselig ist das denn? Ich hoffe das diese penetranten Hinterhofklitschen endlich mal lernen wie man Geld verdient ohne das man seine Kunden dauerverarscht und abzockt. Das sind doch nur ein paar unseriöse Wegwerf-emailanbieter, ich frage mich mit welchem Recht die ihre Fresse überhaupt soweit aufreissen, als ob es irgendwen juckt was die wollen. Das die Telekom sich mit sowas prostituiert wundert mich nicht, denn die fällt ja die letzten Jahre auch nur noch unangenehm auf. Bringt eine vernünftig benutzbare opensource End2End Verschlüsselungslösung auf den Markt stellt die Infrastruktur und macht das ohne diese zwielichtigen Premiumangebote sondern ehrlich, dann aber auch nur dann gibt es Pluspunkte. Aber nein jammert einfach weiter den Politikern ins Ohr das hilft bestimmt.

  3. schon die registrierung für den dienst ist ein witz. man muss ein termin vereinbaren und dann kommen dich iwelche schmocks besuchen, die deine identität feststellen sollen. an dem punkt habe ich den registrierungsvorgang abgebrochen :D

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