Kampf gegen Krebs: UV-Licht als Zukunft der Krebsdiagnose?

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Wissenschaftler von der Universität von Bradford in England haben womöglich eine günstige und schnelle Methode entwickelt, um Krebserkrankungen frühzeitig zu erkennen. Dabei beschießen sie weiße Blutkörperchen mit UV-Licht. Anhand der Reaktion der Blutörperchen können die Wissenschaftler erkennen, ob der Patient an Krebs leidet oder sich in einem Vorstadium der Erkrankung befindet.

„Weiße Blutkörperchen stellen das natürliche Abwehrsystem des Körpers dar“, erklärt Dr. Diana Anderson, Leiterin der Forschung, gegenüber der BBC. „Wir wissen, dass sie unter Belastung stehen, wenn sie gegen Krebs oder andere Krankheiten ankämpfen. Uns hat interessiert, ob sich etwas Messbares ereignet, wenn wir die Blutkörperchen durch Bestrahlung mit UV-Licht noch stärker belasten.“

Im Rahmen ihrer Tests untersuchten die Wissenschaftler Patienten mit Haut-, Darm- und Lungenkrebs sowie gesunde Probanden. Sie fanden heraus, dass die DNA in den weißen Blutkörperchen bei Krebs-Patienten sehr leicht durch UV-Licht beschädigt werden kann. Die Blutkörperchen der gesunden Probanden hingegen waren deutlich robuster.

„Es handelt sich dabei um erste Ergebnisse auf Basis von nur drei Krebsarten, weitere Tests sind also unbedingt erforderlich“, so Dr. Anderson. Innerhalb dieser ersten Studie untersuchten die Forscher 208 Patienten, 94 davon waren gesund.

Um Krebs zu diagnostizieren, führen Mediziner aktuell noch Biopsien durch. Dabei werden Gewebestücke aus dem Organismus entnommen und in einem Labor untersucht. Der Blutest mithilfe von UV-Bestrahlung wäre nicht nur schneller, sondern auch günstiger durchzufüren.

[The FASEB Journal, BBC via Gizmodo.com, Bild: Image: Shutterstock / www.royaltystockphoto.com]

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