Elektroautos von vorn induktiv laden

Unsere Zahnbürsten und Mobiltelefone laden sich mittlerweile induktiv auf. Bald könnten Elektroautos folgen. Forscher haben eine besonders effiziente Technik dafür entwickelt, wobei das Auto nicht von unten sondern von vorn geladen wird.

Das kabellose Aufladen von Autos per Induktion ist das Ziel einiger deutscher Forscher. “Vor allem im Winter oder bei Regen nervt das Kabel. Schnee, Matsch und Wasser – was an den Kabeln klebt, klebt auch an den Händen”, so Dr. Bernd Eckardt, Abteilungsleiter Fahrzeugelektronik am Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB in Erlangen.

Per elektromagnetischer Induktion kann ein Auto auch kabellos geladen werden. Industrie und Wissenschaft arbeiten seit einigen Jahren daran, die Induktion auch für das Laden von Elektrofahrzeugen zu nutzen. Der bisherige Ansatz: Induktionsspulen auf der Fahrzeugunterseite und Ladestationen im Erdboden. Die Herausforderungen sind groß: Wegen des großen Abstands von bis zu 15 Zentimetern zwischen Fahrzeug und Boden müssen die Spulen leistungsstark, das heißt groß, sein. Das treibt die Kosten nach oben. Außerdem besteht die Gefahr, dass Gegenstände oder Tiere die Stromübertragung stören. Katzen zum Beispiel empfinden die leicht erwärmte Ladefläche am Boden als angenehm. Das wäre in diesem Fall für die Katze etwas ungünstig. Und wenn dann auch noch metallisierte Papiere wie die von Kaugummipackungen oder Zigarettenschachteln dazwischen kommen, kann es schnell zu einem Brand kommen.

Die Forscher im Projekt »Energie Campus Nürnberg« laden das Elektrofahrzeug deshalb von der Vorderseite. Da das Auto näher an die Induktionsquelle fahren kann – sie im Prinzip berührt – sind die Durchmesser der Spulen wesentlich kleiner als bei der Bodenvariante: 10 statt 80 Zentimeter.

Die Ladesäule ist hüfthoch, aus Kunststoff und auch etwas flexibel, damit es nicht bei leichten Berührungen zu Beschädigungen kommt. Sogar darüber hinwegefahren kann man. Dann klappt die Säule nach hinten weg.

Der Prototyp überträgt aktuell drei Kilowatt (KW) mit einem Wirkungsgrad von 95 Prozent. So könnte ein Elektroauto innerhalb einer Nacht aufgeladen werden. Die Leistungsstärke der Spulen soll aber noch erhöht werden.

Bild: Fraunhofer IISB

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  1. Seid ihr noch zu retten hier Advertorials zu schalten???? Habt ihr gar keinen Stolz mehr???
    Wollt ihr euch jetzt endgültig disqualifizieren? Ganz ehrlich: Mit dem Mist könnt ihr einpacken. Eure Seite ist eh schon völlig werbeverseucht, aber Advertorials sind echt das Allerletzte! :-(((((

    1. Bei Seiten, die es mit der Werbung übertreiben einfach den Adblocker einschalten. Eigentlich halte ich nicht viel davon, weil die Seiten durch die Werbung ihr Geld verdienen, aber irgendwann ist halt auch mal genug.

  2. Und ich freue mich schon über die Induktionsladesäulen vor Altenheimen…^^^…das ist wie ein Insektenvernichter…überall liegen die Alten mit Herzschrittmachen um die Säulen^^

  3. Wirkungsgrad von 95% ist echt nicht schlecht, aber gerade wenn man das Auto täglich nutzt, dann summieren sich diese 5% Verlustleistung ganz schnell auf. Bei den Kapazitäten von Handys o. ä. ist das vielleicht zu vernachlässigen, aber bei den Riesenakkus von Elektroautos sicher nicht.

  4. Ich würde diese Induktionsladegeräte einfach “Elektrosmog Erzeugungsgeräte” nennen.

    Zur Effizienz der E-Auto mal so gerechnet , das Öl / Gas wird im Kraftwerk mit bestenfalls 80% Effizienz umgesetzt, Leitungen , Umspannwerke, Eigenbedarf der Kraftwerke 10% Verlust
    5% Verlust des Ladesystems, 30% Verlust beim Laden der Akkus , 80% Effizienz der Elektromotore ergibt 38 %Effizienz des Gesamtsystems Elektroauto (oder ähnlich)
    Gehypte Energievernichtungstechnologie

    1. Wenn du allein die effiziennt der fossilen brennstoffe im kraftwerk weglässt weil du annimmst der strom is grün hast du 47-48%, und da der strom grün ist ist es eig egal dass nur die hälfte ankommt. Aber wir sollten es lieber lassen und keine grundlage für die zukunft setzen, ich mein für uns reicht die kohle schliesslich noch, wozu also in die zukunft investieren

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