Das Allerletzte: Jeder dritte deutsche junge Autofahrer hat schon Selfies aufgenommen

Selfie am Steuer

Eine von Ford in Auftrag gegebene europaweite Studie zum Thema "Ablenkung im Straßenverkehr" zeigt, dass bereits ein Viertel aller jungen Autofahrer während der Fahrt "Selfies" geknipst hat. Wieviele davon nicht mehr erzählen können, weil sie sich um den Baum gewickelt haben, ist nicht bekannt.

Ob die deutsche WM-Nationalmannschaft, Barack Obama oder der Papst persönlich, fast jeder hat bereits ein „Selfie“ von sich geknipst. Ein harmloses Vergnügen, bei dem normalerweise ein- oder beidhändig das Smartphone benutzt wird.

Eine von Ford in Auftrag gegebene europaweite Umfrage von über 7.000 Smartphone-Besitzern im Alter von 18 bis 24 Jahren zum Thema „Ablenkung im Straßenverkehr“ zeigte auf, dass bereits ein Viertel aller befragten jungen Autofahrer „Selfies“ während der Fahrt aufgenommen hat. In Deutschland nutzte sogar ein Drittel der Befragten während der Fahrt aktiv Social Media-Internetseiten und lud sogar Postings hoch, europaweit lag die Rate bei 25 Prozent. Nahezu alle Befragten waren sich zwar über die potenziellen Gefahren bewusst; viele von ihnen, insbesondere Männer, ignorierten trotzdem die Unfallgefahr und knipsten während der Fahrt ein „Selfie“.

Es gab in diesem Jahr eine Reihe von folgenschweren Autounfällen, bei denen Fahrer anschließend berichteten, kurz vor der Tragödie ein „Selfie“ aufgenommen zu haben. Das sie darüber noch berichten konnten ist reines Glück. Traurig nur, dass sie damit nicht nur sich sondern auch vollkommen Unschuldige gefährden.

Ford hat festgestellt, dass ein „Selfie“ die Aufmerksamkeit des Fahrers auf den Straßenverkehr für rund 14 Sekunden ablenkt, schon das kurze Checken der Social Media-Kanäle kann rund 20 Sekunden in Anspruch nehmen – lange genug für ein Auto mit einer Geschwindigkeit von 100 km/h, um eine Strecke mit der Länge von fünf Fußballfeldern zurückzulegen.

Nach Recherchen der amerikanischen National Highway Traffic SafetyAdministration (NHTSA), kann schon das Richten der Haare und der damit verbundene Blick in den Rückspiegel vier Sekunden lang vom Straßengeschehen ablenken, beim Wählen einer Handynummer sind es sieben Sekunden.

Und nein Leute, das ist nicht „normal“ oder „beherrschbar“. Die Augen gehören auf die verdammte Straße, die Hände ans Lenkrad. Sonst viel Spaß im Grab.

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  1. Rofl das Bild zeigt genau wie verblödet Deutschland ist xD da sitzen 2 vollpfosten im auto und der fahrende macht ein Bild von sich selbst…. Mehr muss man dazu doch nicht mehr sagen! Ausser: ich hoffe das diese unterbelichteten Vollspastis am Baum kleben bleiben, denn soviel lebende Dummheit kann uns nur 50jahre lang schaden. #OMG

    1. Meine Rede. Und der Vollpfosten hinterm Lenkrad hat auch noch die Türe beim Fahren offen, um sich von einem Dritten auf der Überholspur fotografieren zu lassen. Armes Deutschland!

  2. Immerhin war der Beifahrer so schlau und hat den Sicherheitsgurt schon mal brav weggelassen. Das nenne ich mal vorbildliche Vorbereitung für den Darwin-Award!

    Nee, im Ernst. Beim ersten Verstoß keine Geldbuße sondern gleich mal den Lappen für eine Zeit lang einziehen. Beim zweiten dann doppelt so lange oder eine schöne Nachprüfung. Beim dritten dann Fußgänger auf Lebenszeit. Ich denke, das würde die Selfie-Anzahl deutlich reduzieren.

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